Beschreibung der Beschaffung
Mit der touristischen Erschließung des Botanischen Gartens geht auch die touristische Erschließung des Botanischen Museums einher. Zentral ist die neue Besucherführung, die barrierefreie Erschließung der Ausstellungsetagen, die Ertüchtigung der Ausstellungsflächen für eine Neubespielung, sowie die Schaffung von Multifunktions- und Bildungsräumen.
Es soll ein gestalterisch anspruchsvoller Entwurf erarbeitet werden, der die Historizität des Gebäudes und seine Aufgabe sichtbar macht und den Ansprüchen moderner Ausstellungsarchitektur genügt:
— Lösungen zur funktionalen Neuorganisation des Eingangsbereiches. Ziel ist die Kennzeichnung u. Aufwertung des Haupteingangs für Museumsbesucher. Zugleich muss der Zugang die Trennung diverser Nutzergruppen sicherstellen,
— Planung und Umsetzung des Raumtyps Multifunktionsraum im 1. OG u. d. Raumtypen Besucherlabor, Bildungs- u. Vortragsraum im Sockelgeschoss (SG),
— Umstrukturierung und Neuplanung d. Verkehrswege gemeinsam mit Kuratoren und Ausstellungsdesignern als funktionale und barrierefreie Verbindungen zu den Ausstellungsflächen im SG, EG, 1.OG, sowie zu den Ausstellungswerkstätten im 2.OG,
— Ertüchtigung der Ausstellungsflächen für deren Neubespielung in SG, EG und 1. OG in enger Abstimmung mit Kuratoren u. Ausstellungsdesignern.
Der Planungsbereich umfasst eine Fläche von insgesamt rund 2 600 qm:
— Zugang zum Haupteingang,
— Neuschaffung eines seitlichen Zugangs zur Eingangshalle über d. sog. „Hofgarten“ hinter d. Besucherzentrum,
— die Treppenhäuser i. d. Eingangshalle,
— SG: gesamte Eingangshalle inkl. Pförtnerloge, Kasse, Postbereich, Sanitäranlagen; Gartenhalle inkl. Kleinem Hörsaal, Garderobe u. Lagerräumen sowie Ausstellungsraum „Paläobotanik“ auf halber Höhe zw. SG und EG, inkl. Planung eines Aufzugs, der vom SG bis ins 2. OG reichen soll und die Werkstatt erschließt,
— EG: bisherige Ausstellungsflächen,
— 1. OG: bisherige Ausstellungsflächen, erweitert um Cafeteria u. alte „Posterecke“,
— 2. OG: Erschließung für die Ausstellungslogistik durch barrierefreie Anbindung (Fahrstuhl) Funktionale Anforderungen:
Die Museumseingänge inkl. Außenanlagen a. d. Königin-Luise-Str. u. der neu zu schaffende Eingang am Hofgarten sind so aufzuwerten, dass sie als attraktive Visitenkarte des Botanischen Museums wirken.
Die Eingangshalle im SG wird als integraler Bestandteil der Ausstellung mit Ausstellungselementen bespielt. Planung und Ausführung dieses Aspektes liegt bei den Ausstellungsdesignern. Die Eingangshalle bildet den auf Besucherbedürfnisse zugeschnittenen Auftakt für den allgemein zugänglichen Ausstellungsbereich des Museums u. wird mit Infrastruktur für Besucher (Garderoben, Schließfächer, Eingangstresen etc.) u. für Veranstaltungen und Besucherservice ausgestattet.
In der Gartenhalle im SG entsteht im Kleinen Hörsaal ein Multifunktionsraum für Workshops, Experimentieren u. Mikroskopieren. Ein weiterer Raum wird als moderner Filmvorführ- und Vortragsraum für rund 80 Personen ausgestattet. Hierfür müssen die denkmalgeschützten Einbauten aus dem sogenannten Blütensaal in das SG verlegt werden.
Zusammen mit den grundständig zu sanierenden Sanitäranlagen und Lagerflächen für Merchandising, Publikationen etc. bilden alle Flächen des Sockelgeschosses eine funktionale Einheit, die leicht vom Haupteingang und vom Garten/Besucherzentrum zu erreichen ist.
Der Besucher soll sich im Ausstellungsbereich ohne Irritationen zw. Eingangshalle/Gartenhalle, dem Zwischenraum im SG und den Ausstellungsflächen im EG, 1. OG und 2. OG bewegen.
Der Ausstellungsbesuch ist barrierefrei zu gestalten. Momentan ist der Zugang mit langen Wegen verknüpft oder unmöglich. Hier soll eine Lösung gefunden werden, die sich in den Ausstellungsrundgang einfügt und auch Besucher mit eingeschränkter Mobilität ein tolles Ausstellungserlebnis beschert.
Weiterhin ist ein neuer Aufzug im Innenraum zu planen. Dieser spielt im Erleben des musealen Rundganges eine zentrale Rolle und soll konzeptionell eingebunden werden.