Beschreibung der Beschaffung
Der Willers-Bau der Technischen Universität Dresden, genutzt überwiegend durch die Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften, soll in den nächsten Jahren eine umfassende Sanierung erfahren.
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Hörsaal-, Seminar- und Forschungsgebäude, direkt am Zelleschen Weg, in unmittelbarer Nachbarschaft zur neuen Zentralbibliothek gelegen.
Der Willers-Bau ist ein Gebäudekomplex (BGF 14 066 m), bestehend aus drei dreigeschossigen Flügelbauten. Der gesamte Komplex wurde in den Nachkriegsjahren um 1954 in Abschnitten geplant und ausgeführt und gehört zu den denkmalgeschützten Gebäuden der Technischen Universität Dresden.
Seit seiner Erbauung erfolgte keine grundlegende Sanierung.
Die Aufgabenstellung sieht vor, in den nächsten Jahren den gesamten Willers-Bau einschließlich der Außenanlagen einer dringenden Sanierung zu unterziehen und somit das Gebäude den derzeit gültigen Gesetzen, Vorschriften und Richtlinien entsprechend aufzuwerten.
Gegenstand des Auftrages sind Leistungen der technischen Ausrüstung nach Teil 4 Abschnitt 2 HOAI für die Anlagengruppen 5, KG 454, nach § 53 Abs. 2 HOAI i. V. mit der RLBau Sachsen in der jeweils gültigen Fassung für die Sanierung eines denkmalgeschützten Hochschulgebäudes.
Die Planung umfasst die Ausstattung von 6 Hörsälen, 15 Seminarräumen, 4 Computerpools und 2 Besprechungsräumen mit Audio- Visueller Medientechnik. Zur AV- Medientechnik gehören u. a. die Teilleistungen Audio-, Projektions-, AV- Mediensteuerungs-, Videokonferenz- sowie Mitschnitt- und Übertragungstechnik (e-Learning-Plattform). Weiterhin ist die Planung des Mobiliars als Vortragspult Bestandteil des Auftrags. Demontagen ggf. Einlagerung oder fachgerechte Entsorgung sind Teilleistung der Planung. Bei der Planung der AV- Medientechnik sind Schnittstellen zu den KG 444, 445, 449 und 480 zu berücksichtigen.
Als Grundlage für die Planung dient die im Vorfeld erstellte und geprüfte Entscheidungsunterlage (ES).
Die bauliche Realisierung zur Sanierung des Gebäudekomplexes soll voraussichtlich in Bauabschnitten ab dem 1. Quartal 2018 erfolgen. Im Planungsprozess sind denkmalschutzrechtliche Belange zu berücksichtigen. Darüber hinaus ist auf der Grundlage eines vorgegebenen Energiekonzeptes das Gebäude entsprechend zu ertüchtigen.
Gegenstand des Auftrags sind Leistungen der technischen Ausrüstung nach Teil 4 Abschnitt 2 für die Anlagengruppe 5 (KG 454) nach § 53 Abs. 2 HOAI. Zum Leistungsumfang gehört die Erbringung der Leistungsphase 3 sowie 5 bis 8 nach Anlage 15 zu § 55 HOAI, wobei eine stufenweise Beauftragung erfolgt.
Geschätzte Bauwerkskosten (KG 300 + 400 DIN 276) liegen bei ca. 20 000 000 EUR/brutto.
Kostengruppe 300: ca. 12 000 000 EUR.
Kostengruppe 400: ca. 8 000 000 EUR.
Die voraussichtlich anrechenbaren Kosten betragen für die Anlagengruppe 5 (KG 454) ca. 1 135 000 EUR/ brutto.