Beschreibung der Beschaffung
Für die Liegenschaft „Am Neuen Palais“ ist eine Liegenschaftsenergiestrategie entwickelt worden. Als eine vordringliche Maßnahme ist die Erneuerung/Sanierung des bestehenden Gasheizhauses eingeschätzt worden.
Auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsberechnung stellte sich die Eigenversorgung durch den Einsatz eines BHKW's Wärmeleistung 455 kW (elektrische Leistung 310 kW) zuzüglich zweier NT- Gaskessel (Gesamtwärmeleistung 2378 kW) heraus.
Dazu gehören die Installation einer Wärmepumpe-Anlage, die Anbindung einer Trafostation an das BHKW und die Aufschaltung von Datenpunkten.
Im 1 Bauabschnitt gilt es diese Variante umzusetzen. Weitere Maßnahme ist die Erneuerung der Hausanschlussstationen in den einzelnen Bestandsgebäuden.
Die Wärmekreisläufe müssen reguliert und hydraulisch abgeglichen werden.
Die Planung der Wärmeversorgungsanlagen aber auch der dazugehörigen elektrotechnischen Installationen als auch die Gebäudeautomation stehen hier im Vordergrund.
Die Aufstellfläche des zu planenden BHKW's ist im EG des Neubaus der philosophischen Fakultät in der Liegenschaft „Am Neuen Palais“ mit einer Technikfläche von ca. 136 m und einer Höhe von 4 m vorgesehen.
Im weiteren Verlauf, als ein weiterer Bauabschnitt ist eine Modernisierung des Nahwärmenetzes/Heizleitungsnetzes (inkl. Leckwarnsystem) auf der gesamtem Liegenschaft geplant.
Für dieses Projekt sucht der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) ein kompetentes Ingenieurbüro welches die Fachplanungsleistungen für die Technische Ausrüstung übernimmt. Grundlage für die Leistungen des AN ist das Leistungsbild „Teil 4 Fachplanung, Abschnitt 2 technische Ausrüstung“ entsprechend der HOAI 2013.
Die Leistungen sind gegliedert in:
— HLS gem. § 55 HOAI für Anlagengruppen 2 und 8,
— ELT gem. § 55 HOAI für Anlagengruppen 4.
Es sind Leistungen in den folgenden Leistungsphasen zu erbringen:
— LPH 2: Vorplanung,
— LPH 3: Entwurfsplanung,
— LPH 4: Genehmigungsplanung,
— LPH 5: Ausführungsplanung (optional),
— LPH 6: Vorbereitung der Vergabe (optional),
— LPH 7: Mitwirkung bei der Vergabe (optional),
— LPH 8: Objektüberwachung (optional),
— LPH 9: Objektbetreuung (optional).
Die Beauftragung erfolgt auf Grundlage der entsprechenden Musterverträge des Landes Brandenburg (in Anlehnung an RLBau) stufenweise und ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsphasen oder Leistungsteile. Mit Zuschlag erfolgt zunächst eine Beauftragung der Leistungsphasen 2 bis 4, wobei die Leistungsphase 4 nur für die Anlagengruppen bzw. Anlagenteile beauftragt wird, für die eine Genehmigungsplanung erforderlich wird. Die weiteren optionalen Leistungsphasen und Leistungsteile werden einzeln oder im Ganzen nach den Regelungen des Vertrages beauftragt. (vgl. auch II.2.11 der Bekanntmachung)
Im Rahmen der Leistungserbringung wird von dem beauftragten Ingenieurbüro eine erhöhte örtliche Präsenz erwartet; dies bedeutet insbesondere die Teilnahme der benannten Projektleitung an mindestens zweiwöchentlichen Besprechungen während der Planungsphase und an wöchentlichen Besprechungen während der Bauphase sowie arbeitstägliche Präsenz der Bauleitung auf der Baustelle während der Bauphase.
Der Auftraggeber behält sich ein Sonderkündigungsrecht vor. Dieses stellt insbesondere auf den Entfall der Geschäftsgrundlage, z. B. bei Verzögerungen des Projektes sowie auf den Wegfall bzw. Austausch des benannten Personals ab. Die oben benannten Punkte werden im Rahmen der Angebotsaufforderung weiter konkretisiert werden.
Die Vergütung der Grundleistungen erfolgt nach HOAI bzw. bei Überschreitung der Tabellenwerte nach den entsprechenden Fortschreibungen (RifT).
Hinweis: die Ausschreibung erfolgt unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit und Freigabe der entsprechenden Mittel im Haushalt des Landes.