Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
Die Eignung ist durch Eintragung in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. (Präqualifikationsverzeichnis) oder Eigenerklärungen gem. Formblatt 124 (Eigenerklärungen zur Eignung) nachzuweisen. Gelangt das Angebot eines nicht präqualifizierten Bieters in die engere Wahl, sind die im Formblatt 124 angegebenen Bescheinigungen innerhalb der gesetzten angemessenen Frist nach Aufforderung vorzulegen. Beruft sich der Bieter zur Erfüllung des Auftrages auf die Fähigkeiten anderer Unternehmen, ist die jeweilige Nummer im Präqualifikationsverzeichnis oder es sind die Erklärungen und Bescheinigungen gemäß dem Formblatt 124 auch für diese anderen Unternehmen auf Verlangen vorzulegen. Das Formblatt 124 ist erhältlich bei: Liegt den Vergabeunterlagen bei und ist zusätzlich verfügbar unter:
https://www.sib.sachsen.de/fileadmin/user_upload/pdf-dokumente/formulare/Eigenerkl%c3%a4rung/Eigenerkl%c3%a4rung_zur_Eignung_-_Formblatt_124_VHB_Bauleistungen.pdf
Abweichend vom Formblatt 124 VHB (2017) sind die in den letzten bis zu 3 abgeschlossenen Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem technischem Leitungspersonal, anzugeben. Weitere Mindestforderungen zu Arbeitskräften siehe Punkt III.1.2) Die Anforderungen gelten für präqualifizierte und nicht präqualifizierte Bieter.
A) Mindestens 2 Referenznachweise:
Restaurierung von Skulpturen aus Postaer oder Cottaer Sandstein mit folgenden Leistungsbildern:
— Trocken- und Nassreinigung,
— Kompressenentsalzung,
— Entfernen von Krusten,
— Festigung,
— Ergänzung in Steinersatzmasse.
Dokumentation mit mindestens 2 Fotos je Referenz
B) Mind. 2 Referenznachweise:
Partikelstrahlverfahren zur Dünnung der Patina von Skulpturen oder Architekturteilen aus Elbsandstein und anschließende Fassung mit Siliconharzfarblasur
Dokumentation mit mindestens 2 Fotos je Referenz;
C) Mind. 1 Referenznachweise:
Abformung von Bildhauerischen Ornamenten, Gipsabguss und Modellergänzung sowie Fertigen und Einsetzen Kopie in Cottaer/ Reinhardtsdorfer Sandstein
Dokumentation mit mindestens 3 Fotos;
D) Mind. 2 Referenznachweise:
Restaurierung einer Fassade, stark profiliert mit Vor- und Rücksprüngen und Gesimsen mit einer Fläche von mindestens 40 m aus Postaer oder Cottaer Sandstein mit folgenden Leistungsbildern:
— Trocken- und Nassreinigung,
— Kompressenentsalzung,
— Entfernen von Krusten,
— Festigung,
— Ergänzung in Steinersatzmasse.
Dokumentation mit mindestens 3 Fotos je Referenz:
Durch die Bieter der engeren Wahl sind Referenzen die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar aus den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren vorzulegen, wobei nur eine Referenz je Kategorie (A, B usw.) dem Kriterium innerhalb der letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahre entsprechen muss. Für eine der 2 geforderten Referenz der Kategorie (A, B und D) werden auch einschlägige Bauleistungen berücksichtigt, die mehr als 5 Jahre zurückliegen. Folgende Angaben sind dabei zu machen:
— Ansprechpartner,
— Art der ausgeführten Leistung,
— Auftragssumme,
— Ausführungszeitraum,
— stichwortartige Benennung des mit eigenem Personal ausgeführten maßgeblichen Leistungsumfanges einschl. Angabe der ausgeführten Mengen,
— Zahl der hierfür durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer,
— stichwortartige Beschreibung der besonderen technischen und gerätespezifischen Anforderungen bzw. (bei Komplettleistung) Kurzbeschreibung der Baumaßnahme einschließlich eventueller Besonderheiten der Ausführung,
— Angabe zur Art der Baumaßnahme (Umbau, Denkmal),
— Angabe zur vertraglichen Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer),
— ggf. Angabe der Gewerke, die mit eigenem Leitungspersonal koordiniert wurden,
— Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung der Leistung.
Die Referenzanforderungen können auch in insgesamt 2 Referenznachweisen erfüllt werden. Ziel ist es, die einzelnen Anforderungen jeweils zweimal – ausgenommen der Kategorie C – abzudecken.