Gekapselter, gepulster und Glasfaser gepumpter Watt-level single mode Alexandrit-Ringlaser in kompakter Bauform zur Integration in ein Doppler Lidar, inklusive Ersatz-Diodenpumpe und hochintegrierter Elektronik. Der mittels Glasfaser gepumpte Ringlaser samt Strahlformungsoptik und Technologie zum schnellen Frequenzwechsel (Advanced Ramp&Fire) sind in einem speziell an die Bauform des Lidar angepassten Gehäuse in kompakter Form zu realisieren.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2019-06-10.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2019-05-27.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2019-05-27) Öffentlicher Auftraggeber Name und Adressen
Name:
“Untersuchung zur Anpassung eines Prototyps von einem diodengepumpten Alexandritlaser für ein hochkompaktes LIDAR”
Postanschrift: Schlossstraße 6
Postort: Kühlungsborn
Postleitzahl: 18225
Land: Deutschland 🇩🇪
Kontaktperson: Jessica Linde
Telefon: +49 3829368409📞
E-Mail: linde@iap-kborn.de📧
Fax: +49 382936850 📠
Region: Landkreis Rostock🏙️
URL: https://iap-kborn.de🌏 Kommunikation
Der Zugang zu den Auftragsunterlagen ist beschränkt
Dokumente URL: https://www.iap-kborn.de/home🌏 Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere Art: Einrichtung des privaten Rechts (e. V.)
Objekt Umfang der Beschaffung
Titel:
“4. Zusatzvereinbarung zum F & E Vertrag für die Entwicklung eines Alexandritlasers
190181”
Produkte/Dienstleistungen: Laser📦
Kurze Beschreibung:
“Gekapselter, gepulster und Glasfaser gepumpter Watt-level single mode Alexandrit-Ringlaser in kompakter Bauform zur Integration in ein Doppler Lidar,...”
Kurze Beschreibung
Gekapselter, gepulster und Glasfaser gepumpter Watt-level single mode Alexandrit-Ringlaser in kompakter Bauform zur Integration in ein Doppler Lidar, inklusive Ersatz-Diodenpumpe und hochintegrierter Elektronik. Der mittels Glasfaser gepumpte Ringlaser samt Strahlformungsoptik und Technologie zum schnellen Frequenzwechsel (Advanced Ramp&Fire) sind in einem speziell an die Bauform des Lidar angepassten Gehäuse in kompakter Form zu realisieren.
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Geschätzter Wert ohne MwSt: EUR 470 000 💰
1️⃣
Ort der Leistung: Landkreis Rostock🏙️
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e. V.
Schlossstraße 6
18225 Kühlungsborn
Beschreibung der Beschaffung:
“Für den Bau eines universellen Doppler Lidar für die mittlere Atmosphäre (Doppler Rayleigh-, Mie-, Resonanz-Streuung) soll ein hocheffizienter...”
Beschreibung der Beschaffung
Für den Bau eines universellen Doppler Lidar für die mittlere Atmosphäre (Doppler Rayleigh-, Mie-, Resonanz-Streuung) soll ein hocheffizienter Alexandrite-Ringlaser gebaut werden, der alle notwendigen Spezifikationen für den Einbau in ein kompaktes Doppler-Lidar der Größe 1x1x1 m erfüllt. Für den Einsatz in polaren Regionen muss das Lasersystem gekapselt, kompakt und dem zur Verfügung stehenden Bauraum genau angepasst werden. Aufgrund des großen Teleskopes stehen an der schmalsten Stelle ca. 22 cm zur Verfügung, wobei die Gesamtlänge nur ca. 66 cm betragen kann. Der Ringlaser ist mittels Glasfaser zu pumpen, die in ein einer separaten Etage mit vergleichbaren Abmessungen unterzubringen ist. Der zur Verfügung stehende Platz für die Elektronik beträgt 3 HE. Das Lasersystem muss sowohl die Strahlformungsoptik zur Anpassung des Strahls an die Erfordernisse der nachfolgenden Optiken erfüllen (Strahldurchmesser 2.5 mm, M2<1.1). als auch mittels einer cavity-control für eine Frequenzstabilität von Puls zu Puls unterhalb 1 MHz ausgestattet sein (Advanced Ramp&Fire). Für Doppler-Messungen ist eine absolute Frequenzkontrolle von Puls zu Puls von < 1 MHz zu gewährleisten, wobei die Frequenz bis zu 106 MHz pro Sekunde von Puls zu Puls wechselt. Für Doppler-Mie Streuung muss die Linienbreite <10 MHz betragen, wobei eine Pulslänge von 500-1000 ns angestrebt wird. Doppler-Resonanzstreuung erfordert zusätzlich die genaue und absolute Abstimmung des Lasers auf eine atomare Linie (z.B. Kalium 770 nm, Eisen 772 nm, Rubidium 780 nm) mit <1 MHz (~2 fm) absoluter Frequenz-Genauigkeit. Das Lasersystem ist für den wartungsfreien Dauerbetrieb auszulegen und entsprechend zu kapseln. Die Messung der Energie von Puls zu Puls ist zu integrieren und die Leistung des nicht genutzten Seeders ist als separater Ausgang zur Verfügung zu stellen. Für spektroskopische Messungen ist eine hohe Leistungsstabilität (<<1 %) von Puls zu Puls als auch eine hohe spektrale Reinheit und Stabilität der Linienbreite (Lorentz-Profil, keine Nebenmoden, Breitband-Emission etc) von Puls zu Puls zu gewährleisten (>99.9 %) und nachzuweisen.
Für Messungen in der mittleren Atmosphäre ist eine mittlere Leistung von ~1 W bei einer Pulswiederholrate von 500-800 Hz Grundvoraussetzung (>1 mJ pro Puls). Die Lieferung muss eine Ersatz-Diodenpumpe zur Sicherstellung des Betriebes in entlegensten Gegenden der Erde, wie z.B. der Antarktis umfassen. Ein Austausch der Diodenpumpe muss vor Ort ohne Nach-Justage des gepumpten Ringlasers durchführbar sein. Das System ist für den Dauerbetrieb mit hoher Effizienz auszulegen. Aufgrund der begrenzten Infrastruktur steht für den Betrieb des Lasers inklusive aller Peripherien <150 W zur Verfügung.
Die geplante Inbetriebnahme des Doppler-Lidar ist für Mitte 2020 geplant. Die Lieferung des Lasers hat zeitnah zu erfolgen.
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Qualitätskriterium (Bezeichnung): Kompatibilität zum bereits entwickelten Laser
Qualitätskriterium (Gewichtung): 100
Preis (Gewichtung): 0
Umfang der Beschaffung
Geschätzter Gesamtwert ohne MwSt: EUR 470 000 💰
Dauer
Datum des Beginns: 2019-06-01 📅
Datum des Endes: 2019-12-31 📅
Informationen über die Begrenzung der Zahl der einzuladenden Bewerber
Voraussichtliche Anzahl von Bewerbern: 1
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern:
“Für die Auftragsausführung kommt nur das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen in Betracht.
In gemeinsamem Interesse zwischen dem ILT und IAP...”
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern
Für die Auftragsausführung kommt nur das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen in Betracht.
In gemeinsamem Interesse zwischen dem ILT und IAP besteht seit über 10 Jahren eine enge Zusammenarbeit und Entwicklung des Lasers.
Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien: Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre
Technische und berufliche Fähigkeiten
Auswahlkriterien wie in den Auftragsunterlagen angegeben
Bedingungen für den Vertrag
Bedingungen für die Vertragserfüllung:
“Hauptsächliche Bedingung für die Auftragsausführung ist die Kenntnis aller bisher vorangegangenen Ergebnisse zu diesem Forschungs und Entwicklungsauftrag.”
Verfahren Art des Verfahrens
Wettbewerbliches Verfahren mit Verhandlung
Informationen zur Verhandlung
Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ersten Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen zu führen
Administrative Informationen
Frist für den Eingang von Angeboten oder Teilnahmeanträgen: 2019-06-10
08:00 📅
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Das Angebot muss gültig sein bis: 2019-07-31 📅
Ergänzende Informationen Informationen über das Wiederauftreten
Dies ist eine wiederkehrende Beschaffung ✅
Voraussichtlicher Zeitpunkt für die Veröffentlichung weiterer Bekanntmachungen: 01/2020
Informationen über elektronische Arbeitsabläufe
Die elektronische Bestellung wird verwendet
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Körper überprüfen
Name: Vergabekammern beim Wirtschaftsministerium M-V
Postanschrift: Johannes-Stelling-Straße 4
Postort: Schwerin
Postleitzahl: 19053
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 3855885847📞 Verfahren zur Überprüfung
Genaue Informationen über Fristen für Überprüfungsverfahren: Die Frist für die Einlegung von Rechtsbehelfen endet am 31.7.2019.
Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Name: Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e. V.
Postanschrift: Kühlungsborn
Postort: Kühlungsborn
Postleitzahl: 18225
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 3829368409📞
E-Mail: linde@iap-kborn.de📧
Quelle: OJS 2019/S 104-251446 (2019-05-27)
Freiwillige ex ante-transparenzbekanntmachung (2019-06-14) Öffentlicher Auftraggeber Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere Art: Einrichtung des privaten Rechts (e.V.)
Objekt Umfang der Beschaffung
Titel:
“Änderungsvereinbarung zur 3. Zusatzvereinbarung zum Forschungs- und Entwicklungsvertrag
190181”
Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.): EUR 470 000 💰
Beschreibung
Beschreibung der Beschaffung:
“Für den Bau eines universellen Doppler Lidar für die mittlere Atmosphäre (Doppler Rayleigh-, Mie-, Resonanz-Streuung) soll ein hocheffizienter...”
Beschreibung der Beschaffung
Für den Bau eines universellen Doppler Lidar für die mittlere Atmosphäre (Doppler Rayleigh-, Mie-, Resonanz-Streuung) soll ein hocheffizienter Alexandrite-Ringlaser gebaut werden, der alle notwendigen Spezifikationen für den Einbau in ein kompaktes Doppler-Lidar der Größe 1 x 1 x 1 m erfüllt. Für den Einsatz in polaren Regionen muss das Lasersystem gekapselt, kompakt und dem zur Verfügung stehenden Bauraum genau angepasst werden. Aufgrund des großen Teleskopes stehen an der schmalsten Stelle ca. 22 cm zur Verfügung, wobei die Gesamtlänge nur ca. 66 cm betragen kann. Der Ringlaser ist mittels Glasfaser zu pumpen, die in ein einer separaten Etage mit vergleichbaren Abmessungen unterzubringen ist. Der zur Verfügung stehende Platz für die Elektronik beträgt 3 HE. Das Lasersystem muss sowohl die Strahlformungsoptik zur Anpassung des Strahls an die Erfordernisse der nachfolgenden Optiken erfüllen (Strahldurchmesser 2,5 mm, M2<1.1). als auch mittels einer cavity-control für eine Frequenzstabilität von Puls zu Puls unterhalb 1 MHz ausgestattet sein (Advanced Ramp&Fire). Für Doppler-Messungen ist eine absolute Frequenzkontrolle von Puls zu Puls von < 1 MHz zu gewährleisten, wobei die Frequenz bis zu 106 MHz pro Sekunde von Puls zu Puls wechselt. Für Doppler-Mie Streuung muss die Linienbreite <10 MHz betragen, wobei eine Pulslänge von 500-1000 ns angestrebt wird. Doppler-Resonanzstreuung erfordert zusätzlich die genaue und absolute Abstimmung des Lasers auf eine atomare Linie (z. B. Kalium 770 nm, Eisen 772 nm, Rubidium 780 nm) mit <1 MHz (~2 fm) absoluter Frequenz-Genauigkeit. Das Lasersystem ist für den wartungsfreien Dauerbetrieb auszulegen und entsprechend zu kapseln. Die Messung der Energie von Puls zu Puls ist zu integrieren und die Leistung des nicht genutzten Seeders ist als separater Ausgang zur Verfügung zu stellen. Für spektroskopische Messungen ist eine hohe Leistungsstabilität (<<1 %) von Puls zu Puls als auch eine hohe spektrale Reinheit und Stabilität der Linienbreite (Lorentz-Profil, keine Nebenmoden, Breitband-Emission etc) von Puls zu Puls zu gewährleisten (>99.9 %) und nachzuweisen.
Für Messungen in der mittleren Atmosphäre ist eine mittlere Leistung von ~1 W bei einer Pulswiederholrate von 500-800 Hz Grundvoraussetzung (>1 mJ pro Puls). Die Lieferung muss eine Ersatz-Diodenpumpe zur Sicherstellung des Betriebes in entlegensten Gegenden der Erde, wie z. B. der Antarktis umfassen. Ein Austausch der Diodenpumpe muss vor Ort ohne Nach-Justage des gepumpten Ringlasers durchführbar sein. Das System ist für den Dauerbetrieb mit hoher Effizienz auszulegen. Aufgrund der begrenzten Infrastruktur steht für den Betrieb des Lasers inklusive aller Peripherien <150 W zur Verfügung.
Die geplante Inbetriebnahme des Doppler-Lidar ist für Mitte 2020 geplant. Die Lieferung des Lasers hat zeitnah zu erfolgen.
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Qualitätskriterium (Bezeichnung): Kompatibilität zum vorhandenen Lasersystem
Qualitätskriterium (Gewichtung): 90
Preis (Gewichtung): 10
Verfahren Verhandlungsverfahren ohne vorherige Veröffentlichung
Keine Angebote oder keine geeigneten Angebote/Aufforderungen zur Teilnahme am nicht offenen Verfahren
Die Bauleistungen, Lieferungen oder Dienstleistungen können nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer aus folgendem Grund erbracht werden: Fehlender Wettbewerb aus technischen Gründen
Art des Verfahrens
Verhandlungsverfahren ohne vorherige Veröffentlichung (Erläuterung):
“Die Kompatibilität zum bereits entwickelten Lasergerät muss zu 100 % übereinstimmen. Die über Jahre entwickelte und angepasste Technik unterliegt dem Schutz...”
Verhandlungsverfahren ohne vorherige Veröffentlichung (Erläuterung)
Die Kompatibilität zum bereits entwickelten Lasergerät muss zu 100 % übereinstimmen. Die über Jahre entwickelte und angepasste Technik unterliegt dem Schutz von ausschließlichen Rechten des ILT.
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Frühere Veröffentlichungen zu diesem Verfahren: 2019/S 104-251446
Auftragsvergabe
1️⃣
Datum des Vertragsabschlusses: 2019-06-14 📅
Name und Anschrift des Auftragnehmers
Name: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
Postanschrift: Hansastr. 27c
Postort: München
Postleitzahl: 80686
Land: Deutschland 🇩🇪
Region: München, Kreisfreie Stadt🏙️
Der Auftragnehmer ist ein KMU
Angaben zum Wert des Auftrags/der Partie (ohne MwSt.)
Geschätzter Gesamtwert des Auftrags/Loses: EUR 470 000 💰
Gesamtwert des Auftrags/Loses: EUR 470 000 💰
Informationen über die Vergabe von Unteraufträgen
Der Auftrag wird wahrscheinlich an Unterauftragnehmer vergeben
Wert ohne MwSt., der voraussichtlich an Dritte weitervergeben wird: EUR 470 000 💰
Prozentsatz (%): 100
Kurze Beschreibung des Teils des Auftrags, der an Unterauftragnehmer vergeben werden soll:
“Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen wird mit der Entwicklung des Lasers beauftragt.”
“Bekanntmachung vom 31.5.2019 Nr. 2019/S 104-251446 wurde irrtümlich unter Verwendung des Standardformulares 2 (Auftragsbekanntmachung) veröffentlicht. Der...”
Bekanntmachung vom 31.5.2019 Nr. 2019/S 104-251446 wurde irrtümlich unter Verwendung des Standardformulares 2 (Auftragsbekanntmachung) veröffentlicht. Der Fehler wird hiermit korrigiert. Der Auftraggeber sichert zu, dass der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mind. 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wird.
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Genaue Informationen über Fristen für Überprüfungsverfahren:
“Gem. § 160 GWB
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem...”
Genaue Informationen über Fristen für Überprüfungsverfahren
Gem. § 160 GWB
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Gem. § 135 Abs. 3 GWB
(3) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 Nummer 2 tritt nicht ein, wenn
1) der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zulässig ist,
2) der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag abzuschließen, und
3) der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wurde.
Die Bekanntmachung nach Satz 1 Nummer 2 muss den Namen und die Kontaktdaten des öffentlichen Auftraggebers, die Beschreibung des Vertragsgegenstands, die Begründung der Entscheidung des Auftraggebers, den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zu vergeben, und den Namen und die Kontaktdaten des Unternehmens, das den Zuschlag erhalten soll, umfassen.
Mehr anzeigen Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Name: Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e.V.
Quelle: OJS 2019/S 115-282381 (2019-06-14)