Beschreibung der Beschaffung
Als Fortsetzung der Ostseeautobahn A20, die von der A1 bei Lübeck bis zur A11 bei Prenzlau in Mecklenburg-Vorpommern als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 10 gebaut wurde, soll die A20 als Nord-West-Umfahrung Hamburg mit Anschluss an die A26 und die geplante A20 (ehemals A22) in Niedersachsen realisiert werden.
Die A20 Nord-West-Umfahrung Hamburg liegt im südlichen Bereich des Landes Schleswig-Holstein und schließt bei Lübeck in Höhe der A1 an die bestehende A20 an. Die ersten beiden Abschnitte der A20 Nord-West-Umfahrung Hamburg von der A1 bis nach Weede sind fertiggestellt und befinden sich unter Verkehr.
Für die Nord-West-Umfahrung Hamburg wurde von Weede bis zum Anschluss der A20 an die A26 bei Stade in Niedersachsen ein Linienbestimmungsverfahren gemäß § 16 FStrG durchgeführt. Die Linie wurde mit Schreiben vom 28.7.2005 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bestimmt. Dieser Streckenteil gliedert sich in:
— Abschnitt 3, Weede - B 206 (Wittenborn), Länge = 9,9 km,
— Abschnitt 4, B 206 (Wittenborn) - A7, Länge = 19,9 km,
— Abschnitt 5, A7 - L 114, Länge = 15,1 km,
— Abschnitt 6, L114 - A 23 (AK Steinburg), Länge = 9,3 km,
— Abschnitt 7, A 23 (AK Steinburg) - B 431 (AS Glückstadt), Länge = 15,2 km,
— Abschnitt 8, B 431 (AS Glückstadt) - Elbquerung (Landesgrenze SH/NI) - A 26/K 28 (nördl. Stade), Länge = 10,7 km.
Gegenstand der vorliegenden Leistungsbeschreibung ist der Abschnitt 7.
Der Abschnitt 7 beginnt südöstlich der Stadt Glückstadt mit dem Anschluss der B431. Im weiteren Verlauf führt die A20 an der Ortschaft Herzhorn vorbei, quert die L168 sowie die L118 zwischen Süderau und Sommerland. Die L118 wird an die A20 mittels eines planfreien Anschlusses angebunden.
Im weiteren Verlauf quert dieser Abschnitt der A20 die L100 sowie die A23 südlich von Hohenfelde und endet ca. 920 m östlich der A23. Die A23 ist mit einem kleeblattförmigen Autobahnkreuz mit der A20 verbunden.
Gegenstand der zu vergebenen Planungen sind die Objektplanungen für die Ingenieurbauwerke in der Lph. 3 (optional Lph. 6) und die Tragwerksplanungen in der Lph. 3 für 18 A Bauwerke (Überführungen der A20) bzw. N-Bauwerke (neben der Autobahn liegende Bauwerke) des Abschnitts 7.
Als besondere Leistungen sind die Planungen für einige Bauwerke mit Hilfe der BIM-Methodik auszuführen. Kernstück der BIM-Planungen ist die Schaffung einer parametrisierten Modellerstellung für ähnliche A-Bauwerke, mit dessen Hilfe die 3D-Modellierung im „Fachmodell Planung“ der einzelnen Brücken ausgeführt werden kann. Ziel ist dabei, dass mit Hilfe einer Eingabe-Plattform die A-Bauwerke BW9.03, BW9.04, BW9.07, BW9.08, BW9.11, BW9.12, BW9.14, BW9.22 und 9.24 teilautomatisiert modelliert werden können.
Die tlw. auf den Bauwerken angeordneten Kollisionsschutzeinrichtungen, Kombinationen aus Kollisions- und Irritationsschutzeinrichtungen und Lärmschutzwände sind im Bereich der Kappen als Teile der Bauwerksausstattung in die Planung zu integrieren.