Anwendungsneutrale, strukturierte Verkabelung der Rechenzentren des Bayer. Landeskriminalamts

Bayer. Landeskriminalamt

Das Bayer. Landeskriminalamt (BLKA) beabsichtigt den Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit einer Laufzeit von 4 Jahren über die anwendungsneutrale, strukturierte Verkabelung von 2 Rechenzentren des Bayer. Landeskriminalamts.
Auftragsgegenstand ist die Lieferung von Kupfer-/Lichtwellenleiterkabeln sowie die Verlegung in 2 Rechenzentren des BLKA.
Als Mindestabnahmemenge wird die Lieferung von Kupfer-/Lichtwellenleiterkabeln sowie deren Verlegung in 2 Rechenzentren festgelegt. Optionaler Leistungsbestandteil sind weitere Verkabelungsleistungen, bestehend aus Lieferung weiterer Kupfer-/Lichtwellenleiterkabel sowie deren Verlegung in den Rechenzentren nach Bedarf auf Anforderung.
Rechenzentren unterliegen durch ihre hohen Verfügbarkeitsanforderungen in allen technischen Gewerken einer besonderen Betrachtung.
Neben den Basisinfrastrukturen baulicher Schutz, Energieversorgung, Kälte- und Klimatechnik, Brandschutz, Brandvermeidung – und/oder –löschung,
Zugangskontrolle, usw. ist das Kommunikationsnetzwerk CU/LWL (nachfolgend KNW abgekürzt) das Fundament für die Vernetzung der Server- und Netzwerksysteme.
Verfügbarkeit, Sicherheit und Funktionalität, sowohl in der IT- als auch in der Netzwerkumgebung, erfordern eine stabile, den Anforderungen des jeweiligen Nutzers maßgeschneiderte,
Informationstechnische Verkabelung. Das Kommunikationsnetzwerk CU/LWL, als das Verbindungselement zwischen den aktiven Systemen, muss so aufgebaut sein,
Dass die erforderlichen Übertragungsmedien, die Portkapazitäten, die Schnittstellen in sehr guter Qualität zur Verfügung gestellt werden, um den Systembetrieb effektiv und effizient zu führen.
Die Kommunikationsverkabelung (KNW) wird als anwendungsneutrale, strukturierte Verkabelung gemäß der EN 50173-1 und -5, sowie der EN50600-2-4 errichtet. Als Anschlusstechnik ist ein modulares System einzusetzen, dass sowohl für LWL und CU eingesetzt werden kann.
Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) beabsichtigt für 2 Bestandsrechenzentren an den Standorten im Großraum München die KNW-Infrastruktur zu erneuern bzw. zu erweitert.
An beiden Standorten wird eine anwendungsneutral strukturierte Kommunikationsverkabelung mittels Kupfer- (CU) und Lichtwellenleiter-Technik (LWL) nach den aktuellen Stand der Normierung und Technik aufgebaut. Die Installation der KNW-Infrastruktur erfolgt während des laufenden Betriebes, daher sind alle Installationsarbeiten mit größter Vorsicht durchzuführen. Um den RZ-Betrieb nicht zu gefährden, sind bei der Installation Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B. Abdeckungen, Absperrungen, usw. durch den Auftragnehmer zu treffen. Das zum Einsatz kommende Personal muss mit dem Arbeiten im Rechenzentrumsumfeld vertraut sein und sich die möglichen Risiken bewusst sein.
Im ersten Rechenzentrum wird nahezu die gesamte KNW-Infrastruktur erneuert. Die Verkabelung muss in vorhandene Trassen verlegt sowie in neue vorhandene Schränke verbaut werden. Zusätzlich müssen, die zur RZ-Infrastruktur nötigen, Stromleisten (PDU) geliefert und montiert werden. Wie bereits erwähnt, erfolgt die Erneuerung der KNW-Infrastruktur im laufenden Betrieb, dies hat zur Folge, dass der Aufbau der Verkabelung in Ausführungsschritten (Reihenweise) erfolgt. Zwischen den einzelnen Ausführungsschritten müssen durch die Mitarbeiter des BLKA Umbaumaßnahmen durchgeführt werden. Erst nach Abschluss dieser, ist die Durchführung eines weiteren Arbeitsschrittes möglich.
Im zweiten Rechenzentrum wird die vorhandene KWN-Infrastruktur erweitert. Ausgehend vom Hauptverteiler werden die bereits vorhandenen Serverracks sowie 3 neue Serverreihen mit KNW-Infrastruktur erweitert. Wie auch im RZ1 erfolgt die Kabelverlegung auf bauseits vorhandenen Kabeltrassen oberhalb der Racks. Die Erweiterung der Verkabelung im PM2 erfolgt ebenfalls im laufenden Betrieb, dies hat ebenfalls zur Folge, dass der Verkabelung in Teilschritten erfolgt.
Allgemein:
Grundsätzlich gelten folgende Ausführungsmerkmale:
— in der LWL-Technik müssen Zentralbündelkabel und Spleißtechnik zum Einsatz kommen,
— als Anschlusstechnik ist ein modulares System einzusetzen, dass sowohl für LWL und CU eingesetzt werden kann,
— im CU-Bereich sind Einzelkabel und Modul-Anschlusstechnik eizusetzen,
— Vorkonfektionierte Trunks oder Kabel sind nicht zulässig, alle Kabel sind vor Ort, ohne Überlängen, einzubringen.
Qualitätsanforderungen:
Das BLKA legt großen Wert auf saubere, fachgerechte und technisch einwandfreie Ausführung und Verarbeitung.
Die im Leistungsverzeichnis aufgeführten Qualitätsanforderungen und technischen Vorgaben müssen eingehalten und umgesetzt werden.
Aufgrund der erhöhten Anforderungen an die Verfügbarkeit der Kommunikationsanlagen werden an die einzusetzenden Materialien, den Installateur und dessen Ausführung erhöhte Anforderungen gestellt.
Insbesondere wird von den Zulieferern gefordert, dass die ursprünglich für die Zulassung gelieferte Qualität dauerhaft gesichert wird.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2019-07-13. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2019-06-13.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2019-06-13 Auftragsbekanntmachung
2019-10-14 Bekanntmachung über vergebene Aufträge