Beschreibung der Beschaffung
1) Angaben zur Baumaßnahme
— allgemeine Beschreibung
Auf der bundeseigenen Liegenschaft Stresemannstraße/Erna-Berger-Straße/Niederkirchnerstraße im Berliner Stadtbezirk Mitte soll für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) ein neues Erweiterungsgebäude einschließlich der Außenanlagen geplant werden.
Auf der Liegenschaft sind zudem Büroflächen für die Nutzung durch weitere Bundesministerien und für das Abgeordnetenhaus von Berlin zu planen. Maßnahmenträgerin und Ausloberin ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Ziel ist es, das Grundstück baulich so zu verdichten, dass eine maximale Ausnutzung erreicht werden kann.
Es sind insgesamt ca. 29 600 m Nutzfläche (NF) für Büroflächen inkl. Kantine sowie Bibliothek als Medien-Informationszentrum (MIZ) im Neubau vorgesehen.
Der Erweiterungsbau soll als vorbildliches Projekt des Bundes für nachhaltiges Bauen fungieren. Aus dem Grund ist für das Gebäude die Qualitätsstufe Gold des Bewertungssystems des Bundes für nachhaltiges Bauen (BNB) zu erreichen. Für die neu zu gestaltenden Außenanlagen wird ein Mindesterfüllungsgrad Silber (BNB) angestrebt. Soweit es die Lage des Baugrundstückes ermöglicht, soll angestrebt werden, den Energiebedarf des Gebäudes weitgehend zu reduzieren und einen möglichst großen Anteil an Energie vor Ort zu erzeugen.
Die im Gebäude zu schaffenden Komfortbedingungen sollen auf natürlichem Wege erreicht werden. Das bedeutet, dass robuste, wartungsarme, bauliche Lösungen gegenüber technischen Lösungen vorzuziehen sind. Erst wenn dieses nicht möglich ist, sollten technische Lösungen zum Einsatz kommen (Lowtech-Ansatz). Ein besonderes Augenmerk ist auf die Verringerung der Betriebs- und Nutzungskosten der Liegenschaft zu legen.
Für die Architektur- und Landschaftsplanungsleistung wird ein Realisierungswettbewerb durchgeführt.
Die Fachplanungsleistungen werden in separaten VgV-Verfahren vergeben. In Hinblick auf die Planungsziele wird eine enge und kooperative Zusammenarbeit angestrebt.
Ziel ist ein gemeinsamer Start der Überarbeitung des zur Beauftragung vorgesehenen Wettbewerbsentwurfes durch die wesentlichen Planungsbüros, voraussichtlich ab Mitte 2020.
Zur Optimierung der Planung soll für das Projekt Erweiterungsbau BMU das „Building Information Modeling“ als 3D-BIM in den frühen Planungsphasen 2, 3 und 5 gemäß HOAI angewendet werden.
Aufgabe dieses Vergabeverfahrens ist es, ein geeignetes Projektsteuerungsbüro für den Bereich Hochbau zu finden, welches auch die Gesamtkoordination für das Projekt Erweiterung BMU übernimmt. Für den Leistungsbereich Projektsteuerung Gebäudetechnik ist ein separates, paralleles Vergabeverfahren vorgesehen. Eine zusätzliche Bewerbung für dieses Verfahren ist möglich.
— Auftraggeber/Nutzer:
Maßnahmeträgerin: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
Nutzer*innen: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
— Gebäudenutzung:
Ministerieller Büro- und Verwaltungsbau mit Kantine und Konferenzbereich.
— Art der Baumaßnahme:
Neubau.
— BGF/BRI:
Max. 54 c800 m BGF.
— Projektkosten (netto) für KG 200-700 gem. DIN 276
Rd. 148 185 000 EUR netto, KG 200-600
Rd. 54 084 000 EUR netto KG 700
— Projektdauer:
11 Jahre, Ende 2019-2030
2) Gegenstand des Auftrages.
— Leistungsbereich
Projektsteuerung für den Bereich Hochbau sowie Gesamtprojektsteuerung.
— Leistungsbild
Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an die Handlungsbereiche A, B, C, D, E in den Projektstufen 1 bis 5 gemäß „Nr. 9 der AHO-Schriftenreihe“
Projektsteuerungsleistungen zu BIM
Gesamtprojektsteuerung des Projektes.
— Beginn/Ende der Leistungserbringung.
Voraussichtlich 10/2019 – 12/2030
Es ist eine stufenweise Vergabe der Leistungen vorgesehen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungen besteht jedoch nicht.