Beschreibung der Beschaffung
Die DB Station&Service AG und die DB Netz AG sind Unternehmen der Deutschen Bahn AG und treten bei der Beschaffung einer Projekt- bzw. Prozesslandkarte (Begriff wird synonym verwendet) als 2 Mandanten auf.
DB Station&Service AG
DB Station&Service AG ist verantwortlich für den Betrieb und die Entwicklung von bundesweit rund 5 500 Personenbahnhöfen. In diesem Rahmen werden jährlich rund 500 Bauprojekte geplant und realisiert. Organisatorisch werden diese Projekte zentral und regional durch Projektleiter gesteuert. Als verbindlich anzuwendende Grundlage steht allen internen Mitarbeitern das Praxishandbuch Baumanagement (PHBau), in dem alle Bauprozesse gepflegt und bereitgestellt werden, zur Verfügung.
Die DB Station&Service AG führt zurzeit eine neue Lean-Methodik zur Umsetzung von Bauprojekten ein, die sogenannte „Prozess-Landkarte“ (PLK). Zur effektiven Umsetzung dieser Methode ist die Einführung einer Software geplant, die insbesondere die Projektleiter bei der Anwendung der Methode unterstützen soll, um so die Bauprojekte auf Grundlage bewährter Prozesse effektiver umzusetzen zu können.
Aktuell werden, die für alle Projekte geltenden Prozesse im PHBau geregelt. Aufgrund der unterschiedlich hohen Komplexität, der unterschiedlichen Projekttypen und Volumina der Projekte wird die derzeit gültige Form der Prozessdarstellung vorwiegend als Nachschlagewerk bei Unklarheiten genutzt, eine Projekt-Steuerungsfunktion bietet das PHBau nicht.
DB Netz AG, Ressort Großprojekte
Die DB Netz AG, Ressort Großprojekte ist verantwortlich für die Neu- und Ausbaumaßnahmen der Eisenbahninfrastruktur in Deutschland. In diesem Rahmen werden deutschlandweit über 100 Bauprojekte mit insgesamt rund 500 Planfeststellungsabschnitten geplant und realisiert. Hervorzuheben ist dabei die Komplexität und die z. T. lange Laufzeit dieser Infrastrukturprojekte.
Organisatorisch werden diese Projekte zentral und regional durch Projektleiter gesteuert. Als verbindlich anzuwendende Grundlage steht allen internen Mitarbeitern das Prozessportal (Symbio) zur Verfügung, in dem alle Bauprozesse gepflegt und bereitgestellt werden.
Die DB Netz AG führt derzeit Maßnahmen zur Beschleunigung von Großprojekten in den Projekten und Regionen ein, eine davon die sogenannte „Projektlandkarte“. Zur effektiven Umsetzung dieser Methode ist die Einführung einer Software geplant, die insbesondere die Projektleiter bei der Anwendung der Methode unterstützen soll, um so die Bauprojekte auf Grundlage bewährter Prozesse effektiver umzusetzen zu können.
Aktuell werden, die für alle Projekte geltenden Prozesse im Prozessportal (Symbio) geregelt. Aufgrund der unterschiedlich hohen Komplexität, der unterschiedlichen Projekttypen und Volumina der Projekte wird die derzeit gültige Form der Prozessdarstellung vorwiegend als Nachschlagewerk bei Unklarheiten genutzt, eine Projekt-Steuerungsfunktion bietet Symbio nicht.
Allgemeine Zielsetzung:
Die Prozess-Landkarte soll als Werkzeug zur Umsetzung von Bauprojekten, auf Grundlage der aktuellen Bauprozesse, eingeführt werden, um so eine höhere Transparenz über anstehende Aufgaben in Einzelprojekten und ein aktives Multiprojektmanagement zu ermöglichen.
Sie soll, insbesondere Projektleiter, anhand bewährter Prozesse durch deren Bauprojekte navigieren. Es ist jedoch nicht Ziel Projekte von der Software steuern zu lassen oder automatisierte Terminpläne erstellen zu lassen.
Durch die Einführung der Software werden vorrangig folgende Ziele verfolgt:
– die Software soll dazu beitragen den Lean-Gedanken bei der Steuerung von Bauprojekten in den Fokus zu stellen,
– durch eine digitale Prozess-Landkarte soll dem Projektleiter ermöglicht werden die vorhandenen Prozesse anschaulich zu gliedern und diese strukturiert abzuarbeiten,
– die geplante Lösung muss den Projektleiter bei der Multiprojektsteuerung unterstützen,
– die Einführung der Softwarelösung soll zu einer langfristigen und ständigen Verbesserung der bewährten Standardprozesse beitragen.