Beschreibung der Beschaffung
Es sollen Architektenleistungen der Leistungsphasen 2 bis 9 für die Weiterführung der Sanierung des Schulstandortes Hermann-Hesse-Gymnasium vergeben werden. Im Vordergrund stehen die Stärkung des Schulstandortes und die Anpassung der Sporthalle an das Musterraumprogramm sowie an zeitgemäße Standards. Zudem soll das Versorgungsangebot im Wohnquartier auch für den Vereinssport qualitativ verbessert werden.
Die voraussichtlichen Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 4,7 Mio. EUR.
Die Sporthalle wird durch das Hermann-Hesse-Gymnasium und 6 Vereine genutzt und verfügt über eine Bruttogeschossfläche von 1 354 Quadratmetern.
Gemäß Substanzgutachten (siehe Anlage) bestehen folgende Mängel an der Sporthalle:
— fehlender 2. Rettungsweg,
— fehlende Barrierefreiheit,
— Schäden an den äußeren Stützen und Fassaden,
— Schadstoffe (unter anderem Mineralfaser in Hallendecken),
— energetische Mängel,
— Brandschutzmängel,
— Parkett der Sporthallenböden defekt, mangelhafter Prallschutz,
— erneuerungsbedürftige Haustechnik und Elektroanlagen,
— unhygienische Sanitärräume und Umkleiden im Kopfbau,
— Instandsetzungsmängel Treppenhaus, Fenster, Dach, Wände etc.,
— Schäden an der angrenzenden Hofmauer (zwischen Sporthalle und Schulhauptgebäude).
Die denkmalgerechte Sanierung der Sporthalle soll folgende Maßnahmen umfassen:
— Herstellung zweiter Rettungsweg,
— Schaffung Barrierefreiheit, einschließlich Aufzug und Behinderten-WC,
— Grundrissoptimierung im Kopfbau, Einbau ausreichender Sanitärräume,
— Aufstockung Kopfbau (optional),
— Betonsanierung Fassaden und Stützen,
— Erneuerung Haustechnik, Heizung, Elektro, Amok- und Hausalarm,
— Dämmung Dach- und Fußboden,
— Fenstererneuerung und Sonnenschutz,
— Sanierung Hallenteile mit Sportboden, Prallwänden etc.,
— Schaffung zeitgemäßer Standards im Umkleiden- und Sanitärbereich,
— Wärmedämmmaßnahmen,
— Brandschutzmaßnahmen,
— Dachertüchtigung inklusive Herstellung PV-Ready nach Anforderung des EEG, gegebenenfalls Solarkollektoren auf dem Dach,
— Sanierung der angrenzenden Hofmauer (zwischen Sporthalle und Schulhauptgebäude).
Die weitere Fachplaner (wie HLS und ELT) werden vom Auftraggeber separat beauftragt und sind durch den Architekten mitzusteuern.
Bei der Sanierung der Sporthalle sind die Schulleitung des Hermann-Hesse-Gymnasiums und der Sportförderung (Schul- und Sportamt) als Interessenvertreter der Vereine mit einzubeziehen und die Belange zu berücksichtigen.
Die Maßnahme wird durch das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert. Denkmalpflegerische Abstimmungen sind Bestandteil der Grundleistungen und in jeder Planungs- und Bauphase zu berücksichtigen.
Da zum jetzigen Zeitpunkt die Genehmigung für die Aufstockung des Kopfbaus noch nicht vorliegen, wird diese optional beauftragt.
Die Bauzeit ist zwischen 2021 und 2024 angedacht und beträgt voraussichtlich 2 Jahre