Beschreibung der Beschaffung
Auftragsgegenstand ist nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen:
Die Erweiterung des bestehenden Müllbunkers sowie die Erweiterung Entladehalle des Müllheizkraftwerkes Ulm-Donautal. Die Leistungserbringung erfolgt durch einen Generalunternehmer. Werkstatt- und Montageplanung sind Leistungen des Generalunternehmers. Sonstige Planungsleistungen werden bis auf einige im Leistungsverzeichnis beschriebene Ausnahmen nicht durch den Generalunternehmer sondern vom Generalplaner erbracht.
Die Generalunternehmer-Leistung beinhaltet den Rohbau und Ausbau mit wesentlichen Arbeiten zum Stb-Bau, Spezialtiefbau mit Wasserhaltung, Stahlbau, Straßenbau mit Außenanlagen, Metallbauarbeiten, Fassade und Dach, Stb-Fertigteile, Erdarbeiten, Abbrucharbeiten, Gerüstarbeiten, Maurerarbeiten, Inneneinbau und der Haustechnik (Sanitär/Heizung/ Klima/Lüftung/EMSRL-Technik und Brandschutz).
Wesentliche Massen:
— ca. 4 200 m Beton,
— ca. 1 000 t Baustahl 500S/M,
— ca. 85 t Profilstahl S235/355,
— ca. 700 lfdm Bohrpfähle,
— ca. 850 m Spundwände (rückverankert).
Umbauter Raum:
— ca. 7 300 m Entladehalle,
— ca. 15 700 m Müllbunker,
Bauzeit: Nov. 2019-Sept. 2021.
Der Erweiterungsbau des Müllbunkers wird in südlicher Richtung unmittelbar angeschlossen an den bestehenden Müllbunker hin zur Voithstraße errichtet werden. Der Bunker wird als geschlossenes Gebäude errichtet. Im Zuge der Baumaßnahme muss das vorhandene, in ca. 17 m Höhe über Gelände auskragende südliche Müllbunkerohr mit Kranparkplatz und Greiferablassöffnung zurückgebaut werden. Auf der Südseite des Erweiterungsbaus wird zusammen mit dem neuen Müllbunker auch ein neues Müllbunkerohr mit den gleichen Funktionen errichtet werden.
Der bestehende Bunker weist ein Speichervolumen von rund 5 800 m auf, der Erweiterungsbau rund 5 200 m. Insgesamt sollen zukünftig rund 11 000 m Speichervolumen zur Verfügung stehen. Die Müllbunkererweiterung erfolgt als einwandige Stahlbetonwanne aus wasserundurchlässigem Beton („Weiße Wanne“) mit einer Betonrezeptur, welche die betriebstechnischen Anforderungen der Abfälle erfüllt. Für die Errichtung des Müllbunkers wird eine Wasserhaltung erforderlich.
Neben der Erweiterung des Müllbunkers erfolgt auch eine Erweiterung der bestehenden geschlossenen Entladehalle mit 2 neuen Entladestellen zur direkten Beschickung des neuen Müllbunkers. Unter der Entladehalle wird der neu entstehende Raum zur Erweiterung der vorhandenen Lagerbereiche sowie der Werkstätten genutzt. Zur Gründung der Entladehalle sind Pfähle erforderlich.
Die bestehende Krananlage wird zukünftig für die Bewirtschaftung des bestehenden sowie des neuen Müllbunkers genutzt werden. Die Anpassung der Krananlage inklusive einer zusätzlichen neu zu errichtenden Krankanzel ist ebenfalls im Leistungsumfang des Generalunternehmers enthalten.
Weiterer Bestandteil der Beschaffung sind Rückbau, Errichtung von Provisorien, Umbauten sowie Errichtung neuer Einrichtungen in den Bereichen gesamte erforderlich Bautechnik, Brandschutz sowie technische Gebäudeausrüstung. Hierzu gehören sowohl Einrichtungen innerhalb des Gebäudes als auch im Bereich der Straßen und Verkehrsflächen, Außenanlagen und außerhalb der Gebäude liegenden Infrastruktureinrichtungen.
Sämtliche Einrichtungen inklusive der Provisorien sind über alle Phasen hinweg in die bestehenden Systeme zu integrieren. Die Aufrechterhaltung des Anlagenbetriebs des Müllheizkraftwerkes hat oberste Priorität. Insbesondere im Müllbunker sind die besonderen Arbeitsbedingungen durch entsprechende Schutzmaßnahmen und Schutzeinrichtungen bzw. Schutzausrüstungen zu berücksichtigen.