Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Heide im Landkreis Dithmarschen plant die umfassende Sanierung, Umbau, Modernisierung und Erweiterung des Schulzentrums Heide-Ost in 25746 Heide, Friedrich-Elvers-Str. 7. Das bestehende Schulzentrum Heide-Ost wurde ab 1971 in ca. 6 Bauabschnitten erbaut. Es sollen die Projektstufen 1-5 in den Handlungsbereichen A-E nach § 2 AHO, Heft Nr. 9 bearbeitet werden. Die Beauftragung wird stufenweise erfolgen. In weiteren VgV-Verfahren werden folgende Planungsleistungen vergeben, die durch den Projektsteuerer zu kontrollieren und zu koordinieren sind:
1) Objektplanung Gebäude und Innenräume + Energiekonzept;
2) Tragwerksplanung;
3) Fachplanung Technische Ausrüstung, ALG 1-8;
4) Objektplanung Freianlagen. (Aus diesem Grund kann sich der Projektsteuerer nicht für die Planung der o. g. Leistungsbilder bewerben.)
Der Gesamtentwurf soll in den LPH 1 und 2 in Varianten erarbeitet werden. Dabei gelten folgende Parameter:
— Raumkapazitäten für bis zu 1 800 Schüler,
— Modulare Erweiterbarkeit,
— die Umzüge der Friedrich-Elvers-Schule und der Volkshochschule in den selben Gebäudekomplex sind langfristig angedacht,
— Kostenschätzung nach DIN 276;
— der naturwissenschaftliche und ein weiterer nachfolgender Trakt sollen als erstes in die Umsetzung gebracht werden. Dieser ist so zu dimensionieren, dass die anschließende vollständige Sanierung des Schulzentrums in einem Zug möglich ist. (Bauen im laufenden Betrieb),
— Erstellung Energiekonzept (durch Architekten oder Spezialplaner). Das Konzept soll sowohl im Hinblick auf Gebäudedämmung, als auch dem Einsatz regenerativer Energiequellen für das Anwerben von Fördermitteln dienen.
Es wird daher eine hohe Kommunikationsfähigkeit im Rahmen der Baubesprechungen in Verbindung mit einer hohen Verbindlichkeit in der Umsetzung der Planung erwartet. Die Schulnutzung ist für die gesamte Dauer der Bauzeit ohne Unterbrechungen sicher zu stellen.
Im Rahmen der Gesamtmaßnahme sollen nach Vorliegen der Kostenschätzung zukünftig noch zu spezifizierende Förderprogramme des Bundes und des Landes beantragt werden. Auch eine energetische Förderung ist zu prüfen. (Ein Finanzierungskonzept für die Umsetzung des Projektes wird durch die Stadt Heide erstellt.)
Das Verhältnis Neubau- zu Sanierungsanteil liegt bei etwa 70:30. Mit der Bearbeitung des Projektes soll unmittelbar nach Auftragserteilung begonnen werden (April/Mai 2019). Die Bauausführung soll mit dem Start der Sommerferien 2020 beginnen und Ende der Sommerferien 2024 abgeschlossen werden.
Derzeit wird mit Kosten für die KG 200-700 von insg. 43,5 Mio. EUR brutto bei einer BGF von 20 760 m gerechnet.
Zu diesem Zweck werden Planungsbüros zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert, die das Leistungsbild Projektmanagements nach § 2 AHO, Heft Nr. 9 abdecken und in der Vergangenheit Maßnahmen vergleichbarer Komplexität und Funktion verwirklicht haben. Besonderes Augenmerk sollte bei der Auswahl der Referenzen vor allem gelegt werden auf Leistungen nach § 2 AHO, die in den letzten 10 Jahren (ab 2009, abgeschlossen) erbracht wurden, des Weiteren auf: Nichtwohngebäude, Bauten für einen öffentlichen Auftraggeber, Bauten mit vergleichbarer Komplexität/Honorarzone, ähnlicher Leistungsumfang (Handlungsbereiche A-E) und Auftragswert, Einsatz von Fördermitteln und/oder Einsatz von alternativen regenerativen Energieträgern. (Die Angaben sind unbedingt auf den Referenzblättern kenntlich zu machen.)
Folgendes Verfahren wird durchgeführt:
In Phase 1 werden potentielle Bewerber zur Teilnahme aufgefordert und reichen den Teilnahmeantrag mit den geforderten Nachweisen ein.
In Phase 2 werden die eingegangen Teilnahmeanträge geprüft und die Anzahl der zugelassenen Bewerber wird beschränkt.
Die Bewerber der Phase 2 werden gesondert zu einem Verhandlungsverfahren aufgefordert.
Verfahrensbezogene Vergabeunterlagen sind auf der E-Vergabeplattform zum Verfahren unter
http://www.e-vergabe-sh.de/vergabeplattform/bekanntmachungen/ eingestellt.