Beschreibung der Beschaffung
Das dreieckige Baugrundstück des Gasometers mit einer Grundstücksgröße von 11 633 m liegt in Oberhausen und befindet sich in der Nähe des Einkaufszentrum „CentrO" im Stadtteil „Neue Mitte".
Die Gasometer Oberhausen GmbH beabsichtigt die denkmalgerechte Sanierung des Gasometers Oberhausen.
Im Rahmen dieser Leistung sind folgende Arbeiten auszuführen:
Herstellen und spätere Demontage von Fassadengerüsten in 2 Bauabschnitten am Gasometer Oberhausen für die nachfolgende Sanierung der Hülle. Der Gasometer hat eine Höhe von insgesamt 117,5 Metern, einen Durchmesser von 67,6 Metern und einen Umfang von 210 Metern.
Die Sanierung der Hülle erfolgt bauabschnittsweise. Die Mantelfläche wird dabei in 4 Bauabschnitte unterteilt; es werden sich gegenüberliegende Abschnitte parallel eingerüstet, so dass insgesamt 4 Segmente einzurüsten sind. Die Gerüste sind luftdicht einzuhausen. Es wird bauseitig im Zuge der Entschichtungsarbeiten aufgrund vorhandener Schadstoffe (Bleimenigge) ein Unterdruck von 20 PA erzeugt. Personen- und Lastenaufzüge sind zu montieren.
Im ersten Bauabschnitt werden 2 sich gegenüberliegende Gerüstbereiche hergestellt, zeitlich versetzt sind im
2. Bauabschnitt 2 weitere Bereiche herzustellen. Es ist hierbei zu berücksichtigen, dass während des Aufbaus der Gerüstabschnitte 2 a und 2 b die Korrosionsschutzarbeiten auf den Abschnitten 1 a und 1 b fortlaufend ausgeführt werden. Die Gerüststellung der Abschnitte 2 a und 2 b hat so zu erfolgen, dass diese Abschnitte nutzungsbereit sind, sobald die Arbeiten des Korrosionsschutzes der Bereiche 1 a und 1 b fertiggestellt sind, um eine kontinuierliche Durchführung der Korrosionsschutzarbeiten zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Baustelleneinrichtungs-, Lager – und Rangierflächen während der Montage der Gerüstabschnitte 2 a und 2 b aufgrund der vorbeschriebenen Korrosionsschutzarbeiten sehr begrenzt zur Verfügung stehen. Die Personen – und Lastenaufzüge, die im Rahmen der Montage der Abschnitte 1 a und 1 b herzustellen sind stehen dem Gerüstbauer nicht für die Herstellung der Abschnitte 2 a und 2 b zur Verfügung stehen.
Im Rahmen der Leistung „Gerüstbauarbeiten" werden kontinuierlich auch Arbeiten in Schwarzbereichen erforderlich, z. B. wenn Gerüstbefestigungen im Zuge der Strahl- und Beschichtungsarbeiten umzusetzen sind. Hygienemaßnahmen, wie z. B. das Zwangspassieren einer Dreikammerschleuse, Tragen einer PSA etc. sind aufgrund der in der Altbeschichtung enthaltenen Schadstoffe und der dadurch anzuwendenden TRGS 524 (Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen) und TRGS 505 (Blei) zu beachten.
Es wird darauf hingewiesen, dass auch nach Herstellen des Weißbereiches nach Beendigung der Strahl- und Grundbeschichtungsarbeiten durch den Korrosionsschützer bleibelastete Staub/Stahlschuttrest auf dem Gerüst verbleiben können. Dies ist insbesondere bei der Gerüstdemontage zu berücksichtigen, so dass die Mitarbeiter auch während dieser Tätigkeit entsprechende PSA zu tragen sollten. Eine eventuell erforderlich werdende Reinigung des Gerüstes.
Die am Gasometermantel umlaufenden Treppen sowie die 12 Lüftungsrohre im oberen Abschnitt am Gasometermantel sind vor der Erstellung der Gerüste zu demontieren und zum Ende der Baumaßnahme wieder zu montieren. Die Demontage und Montage muss mittels Mobilkran erfolgen. Diese Leistung ist Bestandteil dieser Leistung. Die Ent- und Beschichtungsarbeiten erfolgen über den Auftragnehmer „Korrosionsschutz", welcher die Leistung entweder vor Ort oder in einem Strahl- und Beschichtungswerk durchführt.
Die Leistung „Gerüstarbeiten" ist im Rahmen einer Winterbaustelle vorzusehen. Es ist durch den Bieter mit Angebotslegung eine ausführliche und schlüssige Darlegung in Form eines Ablaufplans einzureichen. Der vom AG angegebene Leistungszeitraum (November 2019 bis Ende Januar 2021) ist zwingend einzuhalten.