Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
1) Eignungsprüfung gemäß § 46 Abs. 3 Satz 1 VgV
In einem ersten Wertungsschritt wird anhand einer Liste der wesentlichen in den letzten 3 Jahren von 2016 bis 2018 erbrachten Leistungen die prinzipielle Eignung des Bewerbers geprüft. Bei dieser Liste ist je erbrachter Leistung die Angabe des Rechnungswertes (= Kosten der Kgr. 500 bzw. Kgr. 300 + 400, DIN 276, brutto), der Leistungszeit sowie der öffentlichen oder privaten Auftraggeber der Dienstleistungen zu machen. Als prinzipiell geeignet werden Bewerber eingestuft, wenn Sie anhand der zu erstellenden Liste nachweisen können, dass aktuelle Erfahrungswerte bei der Erbringung vergleichbar komplexer Maßnahmen vorliegen;
2) Für die Auswahl der Bewerber, die zum Verhandlungsverfahren ausgewählt werden, wird wie folgt vorgegangen:
Darstellung von maximal 3 Referenzprojekten aus den letzten 3 Geschäftsjahren von 2016 bis 2018, aus der die Erfahrung des Bewerbers bei Projekten mit vergleichbaren Anforderungen hervorgeht (§ 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV). Die Vergabestelle weist darauf hin, dass ausnahmsweise auch länger zurückreichende Referenzen (ab 1.1.2014 bis zum Zeitpunkt des Schlusstermins für den Eingang der Teilnahmeanträge gemäß IV.2.2 dieser Bekanntmachung) ebenfalls berücksichtigt werden). – (Wichtung 90 %).
Referenzprojekte, die vor 2014 in Betrieb genommen wurden, werden bei der Wertung nicht berücksichtigt. Maßgeblich für die Bewertung der Referenzprojekte ist der Inbetriebnahmezeitpunkt.
Für die maximale Bewertung sollte jedes der 3 Referenzprojekte folgende Anforderungen erfüllen:
— das Referenzprojekt wurde unter Berücksichtigung öffentlicher Vergabevorschriften abgewickelt,
— das Referenzprojekt wurde unter laufendem Betrieb realisiert,
— derzeitiger Projektstand des Referenzprojektes ist mindestens die Leistungsphase 8 oder das Projekt ist abgeschlossen.
Darüber hinaus:
Referenzprojekt Nr. 1 Objektplanung Freianlagen
— Das Referenzprojekt wurde im Zusammenhang mit einem bestehenden, historisch gewachsenen Gesamtensemble umgesetzt,
— das Referenzprojekt ist vergleichbarer Größenordnung (Gesamtkosten (Kgr. 500) ≥ 800 000 EUR brutto),
— dem Bewerber wurden mindestens die Leistungsphasen 2-8 (gem. § 39 HOAI) erbracht.
Referenzprojekt Nr. 2 Objektplanung Verkehrsanlagen
— Das Referenzprojekt beinhaltete überwiegend die Gestaltung von ruhendem Verkehr (Parkplätze, Fußwege, untergeordnete Straßen- und Wegebeziehungen o. Ä.),
— das Referenzprojekt ist vergleichbarer Größenordnung (Gesamtkosten (Kgr. 530) ≥ 150 000 EUR brutto),
— dem Bewerber wurden mindestens die Leistungsphasen 2-8 (gem. § 47 HOAI) erbracht.
Referenzprojekt Nr. 3 Objektplanung Ingenieurbauwerke
— bei dem Referenzprojekt handelt es sich um ein Ingenieurbauwerk der Abwasserentsorgung im Sinne des § 41 Nr. 2 HOAI,
— das Referenzprojekt ist vergleichbarer Größenordnung (Gesamtkosten (Kgr. 300 + 400) ≥ 1,0 Mio. EUR brutto),
— durch den Bewerber wurden mindestens die Leistungsphasen 2-8 (gem. § 43 HOAI) erbracht.
Folgende Angaben sind bei den Referenzen zu jedem Projekt aufzuführen:
— Projektgegenstand (= kurze, jedoch aussagekräftige Projektdarstellung),
— Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer),
— Leistungszeit,
— Gesamtprojektkosten (Kgr. 500 / 530 / 300 + 400, DIN 276) brutto,
— beauftragte Leistungsphasen.
Die bestmögliche Bewertung zu Ziff. III.1.3) wird nur erreicht, wenn alle 3 Referenzen die o. g. Kriterien vollumfänglich erfüllen. Die teilweise Erfüllung der o. g. Kriterien führt nicht zum Ausschluss, sondern zu einer entsprechend geringeren Bewertung.
Die entsprechenden Bewertungsmaßstäbe sind dem Beurteilungsschema, welches den Bewerbern über die Vergabeplattform zur Verfügung gestellt wird, zu entnehmen.
3) Benennung der technischen Fachkräfte, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen;
4) Vorbehalten wird die Vorlage von Bescheinigungen öffentlicher oder privater Auftraggeber über die Ausführung der angegebenen Referenzprojekte.