Beschreibung der Beschaffung
Auf dem Gelände der ehem. Opelwerke in Bochum soll in den nächsten Jahren ein neues Wissenschaftsquartier entstehen. Als erster Neubau ist das „Forschungszentrum für das Engineering Smarter Produkt-Service Systeme“ ZESS geplant. Der Neubau ist ein erster Ankerpunkt und bildet den Auftakt für das Quartier und für einen neuen Universitätscampus.
Ziel ist die Schaffung räuml. Voraussetzungen für die Erforschung von Interaktionen zwischen Mensch, Technik und Organisation im Zukunftsfeld Industrie 4.0 an den Schnittstellen der Disziplinen. Der Forschungsbau soll die Bündelung der Kompetenzen aus Ingenieur-, Wirtschafts-, und Rechtswissenschaften zur gemeinsamen Durchführung von Grundlagenforschung an einem Ort ermöglichen.
Die zu schaffenden Flächen gliedern sich in einen Anteil für Entwicklungs- und Forschungsflächen, Arbeitsräume für theoretische Auswertung und Wissenschaftler sowie in einen Anteil für Flächen übergreifender Nutzung. Die eingerichteten Flächen sollen allen Wissenschaftlern zur Verfügung stehen und eine neue Form der interdisziplinären Kooperation ermöglichen. Es soll dabei eine optimale Umgebung für die korrelierenden Nutzungsbereiche zur Abbildung des gesamten Lifecycle-Prozesses von smarten Systemen und eine komplette Geschäftslogik zur Verfügung stellen und baulich in der Lage sein, in höchstem Maß flexibel auf die interdisziplinären Anforderungen des neuartigen Engineering-Ansatzes zu reagieren.
Folgende Nutzungsbereiche sind vorgesehen:
— Entwicklungs-, Werkstatt- und Forschungsflächen,
— Arbeitsräume für theoretische Auswertung und Techniker,
— Präsentationsflächen,
— Flächen für übergreifende Nutzung.
Aufgrund der besonderen und im universitären Bereich bisher einzigartigen Nutzungsstruktur des Gebäudes wird das Projekt mit Unterstützung von BIM geplant.
Der Leistungsumfang des AN umfasst die schlüssel- und gebrauchsfertige sowie funktionsgerechte Erstellung des Neubaus unter Berücksichtigung der Umsetzung des vorgegebenen Raum- und Funktionsprogramms mit den vereinbarten Qualitäten, die Grundlage der Vergabe sind.
Bruttogrundfläche: ca. 8 150 m
Bruttorauminhalt: ca. 45 000 m
Nutzfläche (NUF 1-6): ca. 3 900 m
Hochbau:
Errichtet werden soll ein 5-geschossiger, nicht unterkellerter Flachdachbau mit dreiseitiger Baulinienbindung auf der Grundstücksgrenze.
— Flachgründung aus Einzel- und Streifenfundamenten, in Stahlbetonbauweise (primär Ortbeton), inkl. weitgespannte TT-Decken als Halbfertigteile.
Das EG erhält ein hinterlüftetes Verblendmauerwerk als Sockelgeschoss, die oberen Ebenen eine hinterlüftete Metallvorhangfassade aus vertikal profiliertem Aluminiumblech. Die Fensterbänder sind aus Alu inkl. Paneelflächen und Sonnenschutzanlage geplant.
Weiter ist eine P-R-Fassade im EG und zum innenliegenden Lichthof geplant.
Heizung:
— 1 x Fernwärmeübergabestation ca. 960 KW,
— ca. 3 000 m Stahlrohrinstallation einschl. anteiliger Armaturen und Wärmedämmung,
— ca. 1 000 m Mehrschichtverbundrohrinstallation einschl. anteiliger Armaturen und Wärmedämmung,
— ca. 300 m FBH,
— ca. 130 St. Heizflächen.
Sanitär:
— ca. 350 m Dachentwässerungsleitungen ca. 600 m Schmutzwasserleitungen ca. 1 000 m Trinkwasserinstallation ca. 25 St. WC Anlagen,
— ca. 20 St. WT Anlagen,
— ca. 5 St. Duschanlagen.
Lüftung/Kälte:
— 7 St. Klima-/Teilklimaanlagen ges. ca. 60 000 m/h,
— ca. 5 000 m Luftkanäle oder Formteil,
— ca. 1 500 m WFR Rohr Installation 1 St Übergabestation Fernkälte ca. 800 KW,
— ca. 1 000 m Kälterohrleitungen.
Starkstrominstallation:
— 1 x 10 kV Übergabestation mit 2 Trafo je 400 kVA,
— 1 PV Anlage rd. 30 kW,
— ca. 700 Leuchten.
Blitzschutzanlage Kl.II
Brandmeldeanlage mit rd 2200 Rauchmeldern,
BOS Funkanlage
Förderanlagen:
— 1 Aufzug 5000 kg Tragfähigkeit ca. 16 m FH-4 HST,
— 1 Aufzug 1000 kg Tragfähigkeit ca. 16 m FH-5 HST,
— 1 Hubtisch rund drehbar rd. 6 m Durchmesser 4 000 kg Tragfähigkeit,
— 1 Hubtisch eckig rd. 1000 kg Tragfähigkeit,
— 1 Kranbahn 5000 kg Tragfähigkeit Breite rd. 22 m-Lauflänge rd. 32 m-Hakenhöhe rd. 6 m.
Siehe auch Ziffer VI.3) und Vergabeunterlagen.