Beschreibung der Beschaffung
Die Göltzsch ist im Bereich zwischen Fluss-km 0+000 bis 35+000 mittels modellgestützter Wasserspiegellagenberechnung zur Erstellung von Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten sowie zur Vorbereitung des Hochwasserrisikomanagementplanes zu untersuchen. Dafür wurde bereits ein Ingenieurbüro für die Modellierung und Kartenerstellung beauftragt.
Im Rahmen der Grundlagendatenermittlung ist eine abschnittsweise Gewässer-, Bauwerks- und Bruchkantenvermessung im Untersuchungsgebiet erforderlich, die inhaltlich in der Aufgabenstellung beschrieben wird und Gegenstand der vorliegenden Angebotsabfrage ist.
Vorrangiges Ziel der Vermessung ist die Herstellung eines Grundlagenplanes (digitaler Lage- und Höhenplan) für die Wasserspiegellagenberechnung, der sich auf die hydraulisch relevanten Strukturen des Gewässerschlauchs konzentriert und aus höhenbelegten, sauber aneinander anschließenden 3D-Linienelementen und ggf. Punkten besteht
Vermessungen sind in 3 Teilabschnitten der Göltzsch/ Weißen Göltzsch sowie der Roten Göltzsch und des Wernesbachs mit unterschiedlicher zeitlicher Priorität notwendig: Teilabschnitt 1 mit höchster Priorität erstreckt sich von Fluss-km 9+600 der Göltzsch bis 12+650, Teilabschnitt 2 mit zweithöchster Priorität von Fluss-km 5+132 bis 6+300 der Göltzsch, Teilabschnitt 3 von Fluss-km 12+650 bis 34+400 der Göltzsch/ Weißen Göltzsch zzgl. der Unterläufe der Roten Göltzsch und des Wernesbachs.
Zum Auftrag gehören sämtliche Leistungen, die zur Fertigstellung der in der AST vorstehend genannten und im einzelnen beschriebenen Arbeiten, Vermessung Hauptgewässer, Nebengewässer, Bauwerke, hydraulische Bruchkanten (einschließlich der genannten Unterpunkte) sowie des Anlegens einer Fotodokumentation, erforderlich sind. Die vermessungstechnischen Aufnahmen haben nach den Maßgaben der in der Aufgabenstellung genannten Anforderungen zu erfolgen.
Die zu vergebenden Arbeiten bestehen im Wesentlichen aus der Aufnahme von Querprofilen, Bruchkanten und Bauwerken am und im Gewässer. Von den Bauwerken, den Hochwasserschutzanlagen und den Gewässern sind auch Lagepläne anzufertigen.
Um die Einhaltung der vorgegebenen Qualitätsstandards überprüfen zu können, ist 3 bis 4 Wochen nach begonnener Vermessungstätigkeit ein Testdatensatz an die Modellierer und den beauftragten Modellierer (digital) zur fachlichen und formellen (aktuelle CAD-Richtlinie der LTV) Prüfung zu übergeben. Die Prüfung der Daten wird schnellstmöglich durchgeführt. Im Ergebnis wird erforderlichenfalls ein gemeinsamer Ortstermin durchgeführt, um nicht korrekte Arbeitsausführungen für die weiterführenden Vermessungen ausschließen zu können. Diese Leistungen der Erstellung und Übergabe des Testdatensatzes sowie die erforderlichenfalls notwendigen Abstimmungstermine sind in die Vermessungsleistungen mit einzukalkulieren.
Die vermessenen und ausgewerteten Daten des Gebietes sind vorab digital an den Modellierer und an die LTV zur Prüfung einzureichen (Lesefassung Prüfdatensatz). Die Daten, welche zur Prüfung auf höhengleichen Anschluss der gemessenen Horizonte dienen, sind als DWG-Datei ausschließlich mit höhenbelegten Punkten und Linien zu übergeben. Nach Durchführung der Prüfroutine werden die Daten erforderlichenfalls mit Prüfprotokoll an den Vermesser zurückgesandt. Die Daten werden erst bestätigt, wenn ein positives Prüfergebnis vorliegt. Alle Leistungen bis zum Erreichen der Bestätigung der Daten sind als Grundleistung im Rahmen der Vermessung mit anzubieten und zu kalkulieren. Nach Bestätigung der Daten sind diese in das vorgegebene CAD-Format der LTV zu wandeln.
Die aktuellen CAD- und GIS-Richtlinien der LTV (siehe
www.talsperren-sachsen.de -> Fachinformationen -> Informationen für Auftragnehmer) sind anzuwenden und einzuhalten.