Liste und kurze Beschreibung der Bedingungen
Geeignet zur Durchführung der ausgeschriebenen Bauleistungen und damit zur Angebotsabgabe sind nur Bieter, die einen qualifizierten Nachweis der Fachkunde, der Leistungsfähigkeit und der Zuverlässigkeit erbringen. Dieser ist unter Zuhilfenahme der Formblätter 1 bis 3 sowie durch Vorlage bzw. Abgabe der geforderten Nachweise und Erklärungen, zu erbringen.
In den folgenden Abschnitten wird der entsprechende Anforderungskatalog definiert
Alle Nachweise müssen aus Projekten in jüngerer Vergangenheit stammen. Das heißt, dass die Abnahme der als Referenz angegebenen Leistungen des Bieters nicht älter als 5 Jahre sein darf, bezogen auf den Angebotsabgabetermin.
Ältere Referenzen und solche aus nicht vergleichbaren Projekten oder Leistungen werden in allen Eignungskategorien nicht berücksichtigt.
Die Prüfung der Eignung erfolgt auf Grundlage der Angaben und Nachweise der Bieter hinsichtlich ihres Unternehmens (Formblatt 1 und 1.1), ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Formblatt 2) sowie ihrer technischen Leistungsfähigkeit durch die vorzulegenden Referenzschreiben (Formblatt 3). Die Bewertung erfolgt mittels der den Verdingungsunterlagen beiliegenden Bewertungsmatrizen.
Diese Unterlagen erlauben eine Bewertung hinsichtlich folgender Kategorien mit unterschiedlicher Gewichtung:
Für Los 1:
— die Erfahrungen in der Abwicklung von Projekten zur Lieferung und Montage von Betriebsfunkanlagen
— Nachweis ausreichender Personalkapazitäten für eine erfolgreiche Abwicklung im geforderten Zeitplan
— wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Für Los 2:
— die Erfahrungen in der Abwicklung von Projekten zur Herstellung von BOS- und Betriebsfunkanlagen sowie optischen Verteilsystemen im Bahnumfeld
— Erfahrungen im Bereich Planung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von BOS- und Betriebsfunkanlagen sowie optischen Verteilsystemen
— Erfahrung im Bereich Lieferung und Installation von Schlitzkabeln und LWL-Kabeln in unterirdischen Haltestellen und Tunnelabschnitten
— Nachweis ausreichender Personalkapazitäten für eine erfolgreiche Abwicklung im geforderten Zeitplan
— wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Hinsichtlich des Unternehmens des Bieters sind sämtliche im Formblatt 1 geforderten Angaben zu machen.
Neben den in Formblatt 1 geforderten Angaben hat der Bieter sämtliche Nachweise und Unterlagen gem. Formblatt 1.1 vorzulegen. Die vorgelegten Unterlagen dürfen zum Zeitpunkt der Absendung des Angebotes nicht älter als 3 Monate sein. Von Bietern, die ihren Sitz nicht in Deutschland haben, sind entsprechende Bescheinigungen des Herkunftslandes ggf. nebst beglaubigter Übersetzung in die Deutsche Sprache vorzulegen.
Folgende Nachweise sind durch den Bieter vorzulegen:
—— Aktueller Auszug aus dem Handelsregister (Handwerksrolle, Verzeichnis der Handwerkskammer, Register der IHK) des Sitzes der Bieter
—— Nachweis der Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft bzw. für Bieter, die ihren Sitz nicht in der Deutschland haben,
—— Bestätigung des Versicherers des Bieters über das Bestehen einer entsprechenden Betriebshaftpflicht, die Personenschäden bis min. 3 Mio. EUR und sonstige Schäden bis min. 5 Mio. Euro abdeckt.
Durch den Bieter sind dem Angebot als Nachweis zum Formblatt 1.1 Eigenerklärungen zu folgenden Punkten ausreichend:
—— dass, kein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt wurde
—— sich das Unternehmen nicht in Liquidation befindet
—— die verantwortlichen Personen keine schweren Verfehlungen begangen haben, die die Zuverlässigkeit der Bieter in Frage stellen. Hierzu zählen insbesondere Straftatbestände im Sinne §§ 259, 261, 263, 264 und 334 StGB
—— die Zahlungsverpflichtungen für Steuern, Abgaben und Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt sind.
—— Verknüpfung mit anderen Unternehmen
—— Einhaltung der Tariftreue und Mindestentgeltverpflichtung (Bestätigung KEV 179.3 und BVB, siehe Verdingungsunterlagen)