Eine Beschreibung der zu vergebenden Leistung steht auf der Vergabeplattform des Landes Hessen (
https://vergabe.hessen.de) zur Verfügung und muss dort heruntergeladen werden.
Den Zuschlag erhält der Bieter mit der höchsten Punktzahl, die nach der folgenden Formel errechnet wird:
Gesamtpunkte = Preispunkte × 0,4 + Leistungspunkte × 0,6
Preis (40 %)
Der Preis ergibt sich aus der Gesamtsumme (brutto) aus dem Preisblatt.
Die Punkteberechnung erfolgt nach der logarithmischen Interpolationsmethode. Dabei erhält der günstigste Angebotspreis die maximale Punktzahl (4), die Angebote mit den nächst folgenden, höheren Preisen erhalten eine entsprechend geringere Punktzahl, wobei der Angebotspreis mit dem Zweifachen des günstigsten Angebotspreises stets noch die Hälfte der maximalen Punktzahl erhält. Durch die logarithmische Interpolation erhält jeder Angebotspreis einen relativen Punktwert. Die Nachkommastellen werden ab- bzw. aufgerundet.
Preisumrechnungsformel:
Preispunkte von Angebot i = (Pmin/PAngebot) x Lmax
Pmin = Angebotspreis des günstigsten Angebots
PAngebot = Angebotspreis des jeweils teureren Angebots
Lmax = Maximal erreichbare Preispunktzahl (für den niedrigsten Angebotspreis)
Leistung – Planungsprobe (60 %)
Als Planungsprobe soll zum nachfolgenden Fallbeispiel die Beantwortung der Punkte a) bis d) erfolgen und in einem schriftlichen Konzept von max. 10 Seiten (ohne Deckblatt und Inhaltsverzeichnis) abgegeben werden (Teil 1 = 70 %).
In einem Vortrag beim AG soll dieses schriftliche Konzept vorgestellt und Rückfragen beantwortet werden (Teil 2 = 30 %).
Bei dem Ersteller bzw. dem Vortragenden muss es sich um diejenige Person handeln, die beim ersten Abruf aus dem Rahmenvertrag angeboten wird.
Fallbeispiel: Konzepte, Design und Projektumsetzung
Ein Endkunde der HZD, mit einem LAN-seitig vollständig zu erneuernden, großen Standort in Hessen (z. B. in Kassel), hat folgende grobe Rahmenbedingungen:
— insgesamt ca. 600 Arbeitsplätze, in 2 direkt benachbarten, relativ neuen Gebäuden, verteilt auf jeweils 4 Stockwerke (EG, 1.OG, 2.OG, 3.OG)
— in jeder Etage ein eigener Verteilerraum mit Zuführung der Tertiärverkabelung, und zwar getrennt für Daten und Telefonie.
Der Zentral-Verteilerraum mit WAN-Anschluss (HessenNetz) und direkten LWL-Links zu den Etagen-VTs befindet sind im 1. OG.
— im Nachbargebäude befindet sich ebenfalls im 1. OG ein LWL-Sammelpunkt für alle LWL-Links zu den Nebengebäude-VTs.
Von diesem Verteilerraum führen LWL-Leitungen (<300 m) direkt zum Zentralverteiler im Hauptgebäude.
— am Standort wird sowohl ein Datennetz mit mindestens 8 Vlans, ein logisch getrenntes VoIP-Telefonienetz und ein logisch getrenntes Managementnetz genutzt. Die Telefonieübergänge ins WAN bzw. ins PSTN-Netz befinden sich im Zentral-Verteilerraum des Hauptgebäudes.
Beschreiben Sie bitte kurz, aber möglichst vollständig:
a) Ihre grundsätzliche Vorgehensweise zur Erstellung eines zuverlässigen, nachhaltigen LAN-Konzeptes für diesen Kunden, d. h. insbesondere auch alle Fragen, die dazu aus Ihrer Sicht entweder telefonisch, per E-Mail oder auch vor Ort geklärt werden müssen.
b) Ihnen plausibel erscheinende Annahmen für die oben grob beschriebene Situation und skizzieren Sie einen beispielhaften, auf Ihren Annahmen basierenden Lösungsvorschlag (Designskizze und kurze Beschreibung der wesentlichen Rahmenbedingungen und Ergebnisse, inkl. Mengengerüst).
c) Eventuell zu erwartende Planungs-, Umsetzungs- oder Betriebs-Risiken und den für die Konzeptarbeiten grob erwarteten Personalaufwand in Stunden.
d) Einen groben Projektplan für die Realisierung Ihres Lösungsvorschlages, und zwar von der Beauftragung bis zur finalen Betriebsübergabe, sowie den grob erwarteten Realisierungsaufwand in Stunden.
Pro Frage werden maximal 4 Punkte vergeben. Die Fragen werden unterschiedlich Gewichtet, sodass für den Leistungsteil insgesamt 4 Punkte erhalten werden können.
Die detaillierte Wertung und Gewichtung ist den Ausschreibungsbestimmungen zu entnehmen.