Beschreibung der Beschaffung
Das OSKH Beeskow ist ein Krankenhaus der Grundversorgung mit einem chirurgisch/orthopädischem und einem internistischen Schwerpunkt, gleichzeitig werden neurologische Leistungen durch die Klinik für Innere Medizin miterbracht.
Zur zeitgemäßen Diagnostik soll ein MRT angeschafft werden.
Ein Einsatzschwerpunkt besteht aus Untersuchungen der peripheren Gelenke (Hand, Handwurzelgelenk, Ellenbogen, Schulter, Fuß und oberes Sprunggelenk, Knie, Hüftgelenk, Iliosakralfugen).
Ein weiterer Einsatzschwerpunkt besteht aus Untersuchungen der Wirbelsäule also Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule und Iliosakralfugen. Die MRT-Untersuchungen werden hierbei nicht nur akuten traumatologischen Erkrankungen sondern auch posttraumatologischen und orthopädischen Krankheitsbildern sowie der bildgestützen Intervention dienen.
Ein weiterer Einsatzschwerpunkt besteht in der gastroenterologischen Diagnostik, also Untersuchungen des Beckens und der Leber.
Aufgrund der orthopädischen Bedeutung der LWS unter Belastung ist hier eine Untersuchungsmöglichkeit unter Belastung als wichtige Ergänzung der üblichen Diagnostik gewünscht, unabhängig davon, mit welchem technischen Verfahren diese Belastung erzeugt oder simuliert wird.
Da in der Abteilung für Innere Medizin auch Patienten mit neurologischen Erkrankungen behandelt werden, soll das MRT Gerät auch zur Basisdiagnostik des zentralen Nervensystems verwendet werden. Hierzu ist es notwendig, zeitgemäße MRT-Ischämiediagnostik durchzuführen. Hierfür empfiehlt das Kompetenznetzwerk Schlaganfall (Thomalla et al.) das Vorhandensein einer multiparametrischen MRT mit diffusionsgewichteter Bildgebung (EPI), Perfusionsbildgebung, MR-Angiografie. Das zu beschaffene MRT muss diese Forderungen erfüllen.
Das OSKH Beeskow ist ein kleines Krankenhaus in öffentlicher Trägerschaft. Im Interesse der Allgemeinheit ist es auch deshalb erforderlich bei dem Betrieb von Gerätesystemen auf niedrige Betriebskosten zu achten.
Daher soll das MRT mit einem permanenten Magneten ausgestattet sein.
Da eine nicht unerhebliche Anzahl unserer Patienten unter Platzangst leidet, soll eine offene Technik angeschafft werden. Das MRT soll durch seine offene Technik, spezielle Spulen und entsprechende Software in der Lage sein, die zahlreichen bei uns durchgeführten Interventionen vor allem bei jungen und schlanken Patienten bildgebend zu unterstützen.
Für alle der oben genannten Körperregionen, einschließlich des Kopfes, sollen spezielle Spulen vorhanden sein, damit trotz Niedrigfeldtechnik und offenem Gerätedesign eine optimale Bildqualität erreicht werden kann.
Alle notwendigen Sequenzen und Präparationsimpulstechniken für die genannten Untersuchungen müssen verfügbar sein.
Angeschafft werden soll ein MRT, das alle diese Bedingungen erfüllt und dennoch eine ausreichende Bildqualität liefern kann und für das mindestens drei in Deutschland befindliche Installationen als Referenz vorhanden sind.