Beschreibung der Beschaffung
Das Grugabad liegt im Essener Stadtteil Rüttenscheid, der Bestandteil des innenstadtnahen, verdichteten Siedlungsringes ist und räumlich-funktional eine Ergänzung der nördlich angrenzenden Essener Innenstadt darstellt.
Das Grugabad soll im Wesentlichen erhalten bleiben, ist aber einer Sanierung bzw. baulichen Ergänzungen zu unterziehen, die im Rahmen der zu ertellenden Machbarkeitsstudie auszuarbeiten sind.
Die Machbarkeitsstudie soll sich in folgende Bausteine gliedern:
— Baustein 1: Bestandsanalyse,
— Baustein 2: Variantenuntersuchung:
–– Saisonbetrieb, Status Quo mit Sanierungskonzept (Szenario 1),
–– Saisonbetrieb, zeitgemäßes Konzept und Modernisierung (Szenario 2),
–– Ganzjahresbetrieb, zeitgemäßes Konzept mit Erweiterung zum Kombibad (Szenario 3).
— Baustein 3: Städtebauliches Konzept für das Umfeld,
— Baustein 4: Beteiligungsprozess und politische Entscheidung,
— Baustein 5: Gesamtkonzept Zukunft Grugabad.
Dabei gilt es die Aspekte einer modernen und wirtschaftlichen Art des Badbetriebes, mit denen des Denkmalschutzes, einer ganzheitlichen zukunftsorientierten und den energetischen Anforderungen gerecht werdenden Baulichkeit und den stadt- und landschaftsplanerischen Themen zu verbinden.
Hierzu muss der Auftragnehmer im Rahmen der Bearbeitung die folgenden Fachdisziplinen abdecken und nachweisen:
— Objektplanung („Architektur und Hochbau"),
— technische Ausrüstung (Schwimmbadtechnik),
— Städtebau,
— Landschafts- und Freiraumplanung,
— Badbetriebsführung.
Darüber hinaus sind vom Auftragnehmer Finanzierungsmöglichkeiten darzustellen, wobei die Anwendung von Förderprogrammen und öffentlichen Mitteln sowie die Beteiligung privater Investoren zu prüfen ist.
Im Ergebnis der Machbarkeitsstudie soll die Realisierung der 3 genannten Szenarien unter der Beachtung der Denkmalwürdigkeit geprüft werden und im Rahmen eines Wirtschaftlichkeitsvergleiches zu einer Empfehlung für eine der Varianten führen.
Besonders relevant in der Untersuchung ist, dass das Grugabad im Wesentlichen erhalten bleiben soll und je nach Variante (Szenario) einer ganzheitlichen Sanierung bzw. den entsprechenden baulichen Ergänzungen unterzogen wird. Grundlegende Prämisse ist dabei, dass unter Berücksichtigung der Investitions- und Betriebskosten langfristig eine Entlastung des Sport- und Bäderhaushaltes erzielt werden soll.
Trotzdem ist davon auszugehen, dass der Betrieb des Grugabades, wie bei allen Bädern, defizitär bleibt und über finanzielle Zuwendungen erhalten werden muss.
Zielsetzung bleibt eine nachhaltige Reduzierung der Betriebskosten bei gesteigerten Besucherzahlen.