Beschreibung der Beschaffung
Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH plant auf ihrem Gelände am Flughafen München den Neubau eines Bürogebäudes.
Folgende Flächen sind zu planen:
— 3300 m Büro- und Besprechungsräume, Kantine und Fitnessraum,
— 500 m Lagerflächen inkl. Anlieferung,
— 700 m Fläche für Versorgungstechnik,
— Freianlagen um das neue Gebäude herum.
Das Gebäude soll eine Fläche von 75 m x ca. 21 m und 4-geschossig ausgebildet werden, wobei 2 Übergänge zum benachbarten Gebäude hergestellt werden sollen.
Die Lagerflächen dienen zur Ersatzteilversorgung von flugsicherungstechnischen Komponenten.
Die Büro- und Besprechungsräume dienen den administrativen Tätigkeiten des Centerstandortes.
Alle Flächen sind bedarfsgerecht zu klimatisieren. Die wesentlichen Medien zum Heizen, Kühlen und der Stromversorgung können aus dem benachbarten operativen Centergebäude bezogen werden.
Dieses Bauvorhaben soll auf der Grundlage der BIM-Methodik geplant, ausgeführt und bewirtschaftet werden, ein auf der DIN 276 basierendes Datenmodell ist vorhanden und wird vorgegeben.
Die Generalplanung umfasst die Leistungsbilder Objektplanung (Gebäude und raumbildende Ausbauten und Freianlagen), die Fachplanung (Tragwerksplanung, Bauphysik, ggf. Küchenplanung und Technische Gebäudeausrüstung) sowie den Brandschutz.
Die Nordfassade des Gebäudes ist aufgrund der Nähe zur Radaranlage am Flughafen München als radardämpfende Fassade auszubilden.
Der Datenaustausch erfolgt durch IFC-Dateien mit der Endung *.ifc. Daneben sind auch IFC-Dateien im XML-Standard (*.ifcXML) und gezipte IFC-Dateien (*.ifcZIP) zulässig, sowie rvt-Dateien (Autodesk Revit) für den Austausch reiner 3D-CAD-Dateien.
Das Bauvorhaben befindet sich in einem sicherheitsrelevanten Bereich; für die Planungs- und Bauleistungen müssen sich alle Beteiligte einer Zuverlässigkeitsüberprüfung nach Luftsicherheitsgesetz unterziehen.
Die Bieter, die zum Angebot aufgefordert werden, führen im Rahmen der Angebotserstellung eine Vorstudie gemeinsam mit den beteiligten Fachplanungsbüros durch. Diese Vorstudie wird pauschal mit 6 000 EUR vergütet.
Es erfolgt eine Verrechnung der zu beauftragenden Leistungen mit den Kosten der Vorstudie für den Bieter, der den Zuschlag im Rahmen dieses Vergabeverfahrens erhält.
Der gesamte Leistungsumfang soll stufenweise vergeben werden. Die Übertragung der Leistungen ist wie folgt vorgesehen:
— Leistungsstufe 1: Leistungsphasen 1-4 gemäß HOAI 2013 Besondere Leistungen Leistungsstufe 1: Planung mit BIM,
— Leistungsstufe 2: Leistungsphase 5 gemäß HOAI 2013 Besondere Leistungen Leistungsstufe 2: Planung mit BIM,
— Leistungsstufe 3: Leistungsphasen 6-9 gemäß HOAI 2013 Besondere Leistungen Leistungsstufe 3: Planung mit BIM Prüfung und Freigabe der Werk- und Montagepläne (TGA und Fassade),
— Leistungsstufe 4: Leistungsphasen 1-9 Freianlagen gemäß HOAI 2013 (Beginn der Ausführung nach Beendigung der Bauausführung des Neubaus).
Option: Mit Vertragsschluss wird zunächst die Leistungsstufe 1 beauftragt. Ein Rechtsanspruch auf Übertragung der weiteren Leistungsstufen besteht nicht.