Beschreibung der Beschaffung
Der Auftraggeber beabsichtigt, auf dem Flurstück 2070 an der Eiffestraße, ein Bürogebäude zu entwickeln und zu errichten. Das Grundstück, Flurstück Nr. 2070 in der Gemarkung Hamm Marsch, umfasst eine Fläche von rd. 3 000 m. Das mit dem Bauvorbescheid vom 19.12.2018 eingestellte Bauvorhaben umfasst eine Ge-samtmietfläche nach gif von rd. 8.500 m; verteilt auf 1. OG bis 5. OG. Im Erdgeschoss sind Parkplätzte vorgesehen. Mit dem Bauvorbescheid können sowohl klassische Zellenbüros als auch moderne Konzepte wie Großraumlösungen abgebildet werden. Die Planungsphase soll unverzüglich nach der Beauftragung beginnen. Gegenstand dieses Vergabeverfahrens sind die Planungsleistungen der technischen Ausrüstung mit den Leistungsphasen (LP) 1 bis 9. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Dabei enthält die Stufe 1 die LP 1-LP 3, Stufe 2 die LP 4, Stufe 3 die LP 5-LP 8 und Stufe 4 die LP 9. Der Anbieter hat bei der Erstellung seiner Planungsleistungen nach der Building Information Modeling (BIM-) Methode vorzugehen und einen BIM-Koordinator für die Dauer der Vertragslaufzeit bereitzustellen. Für eine wirtschaftliche und kooperative Abwicklung des Bauprojektes ist es derzeit vorgesehen, den Baustein eines s. g. Lean-Managements als zusätzliche Leistung mit einzubringen. Der AN hat sich entsprechend anzupassen.
Leistungsbeschreibung:
Es ist ein Neubau mit Büroräumen, Umkleide-, Sozialräumen, Vollküche, Sanitärbereichen, Schulungsräumen, technischen Werkstatträumen, Feuerwehreinsatzleitstelle, und entsprechenden Technik und Datenräumen zu planen. Die jeweiligen Nutzungen sind räumlich zu trennen. Im Einzelnen sind für folgende Bedarfe der Feuerwehr die technische Ausrüstung zu entwickeln:
— Rettungsleitstelle,
— Feuerwehreinsatzleitung,
— Lagezentrum,
— Schulung,
— Polizeieinsatzzentrale Redundanzarbeitsplätze,
— Büroräume für 2 Abteilungen F02 und F06.
Durch eine sicherzustellende Hochverfügbarkeit mittels 24/7 Betrieb in Leitstellen und Kontrollräumen sind die wesentlichsten Systeme mit entsprechenden Redundanzen zu planen.
Spezielle Anforderungen ergeben sich unter anderem aus der Feuerwehrleittechnik wie z. B. Alarmierungseinrichtungen, BOS Funk, Videotechnik, Befehls- und Techniktische, sowie damit einhergehenden Anforderungen an Raumakustik, Be- und Entlüftung sowie Klima- und Sicherheitstechnik.
In Abstimmung mit der Gebäude und Innenraumplanung sind entsprechende innovative Arbeitsplatzkonzepte zu entwickeln. Der Planer soll folgende Kriterien in seinem Entwurf berücksichtigen:
— effiziente und effektive Büroorganisation,
— ergonomisch ausgerichtete Arbeitsplätze verbunden mit optimaler Ausleuchtung,
— hohe Aufenthaltsqualität,
— flexible Raum- u. Arbeitsplatzkonzepte.
In den v. g. Bereichen sollen insgesamt 103 Funktionsarbeitsplätze sowie 190 Büroarbeitsplätze nach derzeitiger Bedarfsermittlung entstehen.
Die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg ist Teil der kritischen Infrastruktur der FHH und muss besonders geschützt werden. Ortsabhängige Gefahren/Risiken wie Feuer, Explosion in angrenzenden Objekten, unbefugte Einsicht und ortsunabhängige Gefahren/Risiken wie Angriffe von außen, Eindringen von Schadstoffen über Atmosphäre, Blitzschlag, Ausfall von Infrastruktur u. a. m. können bauliche Anforderungen bewirken. Die DIN EN 50518 (Alarmempfangsstellen) ist zu beachten.
Besonderheiten:
— Leistungsphasen 1 bis 9 sind anzubieten,
— gemeinsame Zufahrt und Hofnutzung von Feuerwehr und Nachbar auch während der Bauzeit,
— Beengte Flächen für Baustelleneinrichtung,
— intensive Abstimmungen mit Feuerwehr und anderen Nachbarn,
— erhöhte Sicherheitsanforderungen,
— Feuerwehrleittechnik BOS Funk, Videotechnik, Techniktisch u. ä.,
— Betriebszeit 24 h/ 365 d im Schicht-Wechseldienst,
— Bearbeitung von Auflagen aus dem Bauvorbescheid.