Beschreibung der Beschaffung
Der Auftraggeber beabsichtigt, auf dem Flurstück 2070 an der Eiffestraße, ein Bürogebäude zu entwickeln und zu errichten. Das zu überplanende Grundstück wurde bisher als Pkw-Abstellfläche genutzt und befindet sich baurechtlich in einem Gewerbegebiet. Auf dem hinteren Teil des ursprünglich ein Gesamtgrundstück umfassenden Areals entsteht zzt. ein Wohnungsbauprojekt.
Das Grundstück, Flurstück Nr. 2070 in der Gemarkung Hamm Marsch, umfasst eine Fläche von rd. 3 000 m und ist durch den direkten Anschluss an die Eiffestraße, als eine der Hauptverkehrsachsen zur Verbindung der Hamburger Innenstadt mit dem Hamburger Osten, erschlossen. Ein Bauvorbescheid wurde am 14.12.2018 durch das Bezirksamt Hamburg Mitte verabschiedet. Die in der Bauvoranfrage erbetenen Auskünfte zur Umsetzbarkeit von vorgesehenen Höhen, einer Teilüberbauung des Flurstücks 2071 und der Verkehrsführung erhielten vorläufige Zustimmung. Eine rechtskräftige Genehmigung muss im Rahmen des Hauptantrags noch erteilt werden. Das mit dem Bauvorbescheid vom 14.12.2018 eingestellte Bauvorhaben umfasst eine Gesamtmietfläche nach gif von rd. 8 500 m; verteilt auf 1. OG bis 5. OG. Es sind 62 St. Pkw-Stellplätze und 102 St. Fahrradstellplätze zu realisieren. Die Durchfahrtshöhe wird mit 4,50 m angenommen – Gebäudekonzept: aufgeständerte Konstruktion im EG.
Mit dem Bauvorbescheid können sowohl klassische Zellenbüros als auch moderne Konzepte wie Großraumlösungen abgebildet werden. Die Planungsphase soll unverzüglich nach der Beauftragung beginnen.
Gegenstand dieses Vergabeverfahrens sind die Planungsleistungen der Tragwerksplanung mit den Leistungsphasen (LP) 1 bis 6. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Dabei enthält die Stufe 1 die LP 1-LP 3, Stufe 2 die LP 4, Stufe 3 die LP 5-LP 6.
Leistungsbeschreibung:
Es ist ein Neubau mit Büroräumen, Umkleide-, Sozialräumen, Vollküche, Sanitärbereichen, Schulungsräumen, technischen Werkstatträumen, Feuerwehreinsatzleitstelle, und entsprechenden Technik und Datenräumen zu planen. Die jeweiligen Nutzungen sind räumlich zu trennen. Im Einzelnen ist das Gebäudetragwerk auf einer Pfahlgründung für einen Verwaltungsbau zu entwickeln der die folgenden Bedarfe der Nutzung in seiner Kubatur vereint:
—— Rettungsleitstelle,
—— Feuerwehreinsatzleitung,
—— Lagezentrum,
—— Schulung,
—— Polizeieinsatzzentrale Redundanzarbeitsplätze,
—— Büroräume für 2 Abteilungen F02 und F06.
Durch eine effiziente Tragwerksplanung, sowie einem zukunftsorientierten und nachhaltigen bauphysikalischen Energiekonzept sind optimale Rahmenbedingungen für die erhöhten Anforderungen an die technischen Komponenten und räumlichen Gegebenheiten zu gewährleisten.
Diese ergeben sich u. A. aus der komplexen Anlagentechnik der Feuerwehrleittechnik, Alarmierungseinrichtungen, BOS Funk, Videotechnik, Befehls- und Techniktische, sowie damit einhergehenden Anforderungen an Raumakustik, Be- und Entlüftung sowie Klima- und Sicherheitstechnik.
Die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg ist Teil der kritischen Infrastruktur der FHH und muss besonders geschützt werden. Ortsabhängige Gefahren/ Risiken wie Feuer, Explosion in angrenzenden Objekten, unbefugte Einsicht und ortsunabhängige Gefahren / Risiken wie Angriffe von außen, Eindringen von Schadstoffen über Atmosphäre, Blitzschlag, Ausfall von Infrastruktur u. a. m. können bauliche Anforderungen bewirken. Die DIN EN 50518 (Alarmempfangsstellen) ist zu beachten.
Besonderheiten:
— Leistungsphasen 1 bis 6 sind anzubieten,
— Gemeinsame Zufahrt und Hofnutzung von Feuerwehr und Nachbar auch während der Bauzeit,
— Beengte Flächen für Baustelleneinrichtung,
— Intensive Abstimmungen mit Feuerwehr und anderen Nachbarn,
— Erhöhte Sicherheitsanforderungen,
— Feuerwehrleittechnik BOS Funk, Videotechnik, Techniktisch u. ä,
— Betriebszeit 24 h/ 365 d im Schicht-Wechseldienst,
— Bearbeitung von Auflagen aus dem Bauvorbescheid.