Beschreibung der Beschaffung
Die Gemeinde Eching beabsichtigt im Ortsteil Günzenhausen (ca. 900 Einwohner) ein neues Gebäude für die Freiwillige Feuerwehr zu errichten. Das alte Gebäude der Feuerwehr bietet nur Platz für ein Löschfahrzeug. Die Ausstattung entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Das Baugrundstück Flur Nr. 168/1 liegt am westlichen Ortsrand an der Staatsstraße 2339, die von der B13 kommt, sie geht innerorts in den Lichtweg über. Geplant werden soll ein Feuerwehrhaus mit „Fahrzeughalle“ mit 3 „Stellplätzen" und „Sozialbereich". Maßgebend für die Errichtung sind die Vorgaben der DIN 14092 zu berücksichtigen.
Gewünscht wird ein Gebäude, das sich in das Ortsbild einpasst.
Der Städtebaulichen Bedeutung als „gewichtiges" Gebäude am Ortseingang soll dahin gehend Rechnung getragen werden, dass dort nicht der Eindruck eines Gewerbegebietes geweckt wird ohne jedoch den Entstehungszeitpunkt des Gebäudes zu leugnen.
Wunsch der Feuerwehr ist, dass der „Sozialtrakt" in Massivbauweise errichtet wird. Die „Fahrzeughalle" kann in einfacher Bauart hergestellt werden. Die Feuerwehr erhält nicht alle Funktionsflächen einer Feuerwehr siehe Raumprogramm. Die Feuerwehr verfügt langfristig über 2 Fahrzeuge und 1 Anhänger. Die Fahrzeughalle soll neben den 3 Stellplätzen (Breite jeweils 5 m) die Lagerflächen für die Verbrauchsmaterialien in Schwerlastregalen (Tiefe 1,2 m) beinhalten. Werkstatt- und Lagerflächen sind hinter den Stellplätzen in separaten Räumen anzuordnen. Auf eine Trennung von Schwarz- und Weiss- Bereich ist zu achten.
Erschließung:
Das Problem des kreuzungsfreien Verkehrs zwischen abfahrenden Rettungskräften und Einsatzfahrzeugen, die ausrücken, soll gelöst werden. Es ist vorgesehen eine Brücke über den südlichen Graben der Staatsstraße/Lichtweg zu errichten. Die Planung erfolgt durch ein bereits beauftragtes Ingenieurbüro.
Bebauungsplan:
Der Bebauungsplan wird parallel zur Planung entwickelt.
Raumprogramm:
Das Raumprogramm beinhaltet ca. 690 m Nutzfläche und ist als Anlage beigefügt. Von einer Mehrfachnutzung der Räume muss ausgegangen werden. Die Feuerwehr nutzt gemeinsame Räume und Einrichtungen wie die Schlauch- und Fahrzeugwäsche, Atemschutzwerkstatt, Kleiderkammer und Lager der Schwerpunkt-Feuerwehr in Eching.
Außenbereich:
Im Außenbereich sind 24 Stellplätze für Einsatzkräfte und eine Übungsfläche vorzusehen.
Die Verkehrsführung im Alarmfall ist Kreuzungsfrei zu ermöglichen.
Energiekonzept:
Im Baubereich gibt es derzeit keine Gasversorgung und keine Möglichkeit zum Anschluss an ein Fernwärmenetz. Die geltenden Mindestvorschriften für Wärmeschutz sind einzuhalten. Durch ein geeignetes Versorgungskonzept ist eine Verbrauchs- und Wartungs- orientierte nachhaltige Energieversorgung zu wählen.
Vorlaufende Untersuchungen:
Zur Klärung des Baugrundes wurde ein Baugrundgutachten erstellt. Die vorhandenen Böden bestehen vorwiegend aus Lößlehm, Ton, Mergel, Sand und Kies. Sie sind von Schichtwasseradern durchzogen. Der Boden ist im oberen Bereich nicht tragfähig. Aus diesem Grund wird eine Unterkellerung des Gebäudekomplexes nicht für sinnvoll erachtet.
Tragfähiger Boden wird in einer Tiefe von ca. 5 bis 6 m erreicht. Der Oberboden ist wenig wasserdurchlässig. Das Grundwasser liegt bei ca. 15 m unter OK Gelände. Von Bodenaustauch im Bereich des Gebäudes und der befestigten Außenflächen ist auszugehen. Von einer Pfahlgründung ist auszugehen, diese ist zweckorientiert und kostengünstig zu wählen. Das Geotechnische Gutachten liegt als Anlage vor.
Das Grundstück wurde vermessen. Es ist ca. 3 000 m groß. Es hat ein leichtes Süd- Nord-Gefälle. Im Norden ist dem Lichtweg ein Geh- und Rad- Weg sowie ein Entwässerungsgraben für Oberflächenwasser vorgelagert. Der Gelände-Längsschnitt liegt als Anlage vor.
Objektplanungsleistungen gemäß § 34 HOAI, LPH 1-9 und Besondere Leistungen.
Die Leistungsphasen werden jeweils stufenweise beauftragt.
— Baubeginn: 03/2021;
— Bauende: 06/2022;
— KG 300: 1 106 000 EUR netto;
— KG 400: 460 800 EUR netto.