Beschreibung der Beschaffung
Die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte („GEG“) entwickelt mit dem Neuen Hulsberg-Viertel („NHV") auf 14 ha ein gemischtes Quartier auf einem ehem. Krankenhausgelände und zugleich den größten innerstädtischen Entwicklungsstandort für Wohnungsneubau in Bremen. Es entstehen ca. 1 100 Wohnungen, 3 Kindertagesstätten sowie ca. 40 000 qm gewerbliche Flächen. Grundlage ist der Rahmenplan von Lorenzen Mayer (Arch), relais (LArch) und ARGUS (Verkehr) und der rechtskräftige B-Plan 2450.
Auszuführen ist die Erschließungsplanung, leitungsgebundene Medienplanung und die Freianlagenplanung. Hierzu werden die folgenden Leistungen (stufenweiser Abruf) ausgeschrieben:
– Objektplanung Verkehrsanlagen gem. § 47 HOAI 2013 (Anl. 13, LP 1-9),
– Objektplanung Ingenieurbauwerke gem. § 43 HOAI 2013 (Anl. 12, LP 1-9),
– Objektplanung Freianlagen gem. § 39 HOAI 2013 (Anl. 11, LP 5-9 – nach Übernahme Planung „Grüne Mitte"),
– Fachplanung Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI (Anl. 15, LP 1-9).
Die GEG entwickelt mit dem NHV auf 14 ha ein gemischtes Quartier. Das Freiraumkonzept basiert auf der zentralen „Grünen Mitte" und davon ausgehend den „Grünen Spangen", die das Quartier mit den benachbarten Stadtteilen verbinden. Das Verkehrskonzept der „Bügelstraßen" (Mischverkehrsflächen) vermeidet eine Durchfahrt des MIV.
Auszuführen ist die Erschließungsplanung der öfftl. Verkehrsanlagen, die leitungsgebundene Medienplanung Strom, Trink-, Schmutz- und Regenwasser, Fernwärme, Telefon und Daten-/TK- und BK-Technik (soweit gegeben) u. a. und die Freianlagenplanung der öfftl. Grünflächen des B-Plan 2540 sowie Umplanung der angrenzenden St.-Jürgen-Straße, die Anbindungen an die umgebenden Bestandsstraßen und Planung der Anbindung des großen Klinikparkhauses an die St.-Jürgen-Str.
Die Aufgabe beinhaltet alle Grundleistungen sowie folgende Besondere Leistungen:
Planung von Trinkwasser-Notbrunnen, Hydranten, Netzstationen, Leistungsfähigkeit Straßen/Knoten/LSA, Beleuchtung inkl. Stromversorgung, Kfz-Ladesäulen, Unterflurmüll- und Müllsammelplätze, Retention, Überflutungsnachweise, Bestandsvermessung, örtl. Bauüberwachung, Baustelleneinrichtung und -logistik, Kampfmittel, abschnittweise Bauablaufplanung, unterbrechungsfreie Verlegung einer in Betrieb befindlichen, unterirdischen Rohrpostanlage des Krankenhauses und Mitwirken bei Verhandlungen zum Erschließungsvertrag; in Teilbereichen auch für Abbruch, Rückbau und Entsorgung nach LAGA. Neben dem B-Plan sind auch Regelungen des Städtebaulichen Vertrags insbes. §§ 4, 5, 9, 11-15 und 19 und des Gestaltungsleitfadens umzusetzen.
Die Abstimmungen mit den Leitungsträgern, Amt für Straßen und Verkehr, Polizei, Feuerwehr, SUBV Referat 30, 33 und 63 sowie Abteilung 5 und Technikabteilung der Gesundheit Nord (KBM) sowie etwaige weitere Abstimmungserfordernisse sind selbständig durchzuführen.
Der zu vergebende Auftrag erfolgt stufenweise und beinhaltet folgende Leistungen:
– Verkehrsanlagen §47 HOAI i. V. m. Anlage 13, LPH 1 bis 9,
– yechnische Ausrüstung §55 HOAI i. V. m. Anl. 15, LPH 1 bis 9,
– Ingenieurbauwerke §43 HOAI i. V. m. Anl. 12, LPH 1 bis 9,
– Freianlagen §39 HOAI i. V. m. Anl. 11, LPH 5 bis 9.
Die Vorlage der abgestimmten Ausführungsplanung ist Voraussetzung für den Erschließungsvertrag. Daher erfolgt die Beauftragung der Planungsleistungen stufenweise. In der ersten Stufe werden die Leistungsphasen 1-5 als Voraussetzung für den Erschließungsvertrag beauftragt. Nach Rechtskraft des Erschließungsvertrags ist die Beauftragung der zweiten Stufe mit den Leistungsphasen 6-7 vorgesehen. Wegen terminlicher Abhängigkeiten zur Inbetriebnahme des Klinikum-Neubaus kann ab der dritten Stufe die Beauftragung der Leistungsphasen 8-9 nach Bauabschnitten zeitlich gestaffelt erfolgen.
Die Beauftragung der öfftl. Freianlagen erfolgt auf Grundlage des Ergebnisses LPH 1-4 des Gewinners des Freianlagenwettbewerbs „Grüne Mitte".
Weitere Beschreibung siehe Anlage.