Beschreibung der Beschaffung
Polizei und Feuerwehr der Freien und Hansestadt Hamburg nutzen seit vielen Jahren gemeinsam das Digitale Notruf- und Funkabfragesystem (DINOFAS), das auf Grund seiner langen Laufzeit den Anforderungen nur noch bedingt gewachsen ist. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch die Behörde für Inneres und Sport, ein neues KS zu beschaffen, um den zeitgemäßen und zukunftsorientierten Anforderungen von Polizei und Feuerwehr wie auch den Bürgerinnen und Bürgern sowie Besuchern der Stadt Hamburg zu entsprechen.
Das neue KS ist Teil der Einsatzleittechnik, die darüber hinaus aus einem neu beschafften Einsatzleitsystem (ELS) und einem Geoinformationssystem (GIS) besteht. Das neue ELS unterstützt die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei bei der Führung der Einsatzmittel und bei der Bearbeitung von Vorgängen. Es wird von einem anderen Anbieter für die Anforderungen der FHH weiterentwickelt. Das neue KS muss mit diesem System intensiv zusammenarbeiten. Das neue ELS wie auch das KS müssen georeferenzierte Informationen verarbeiten.
Das KS wird primär an den Arbeitsplätzen in der Rettungsleitstelle (RLST) der Feuerwehr sowie in der Polizeieinsatzzentrale (PEZ) genutzt. Die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei befinden sich räumlich getrennt an unterschiedlichen Standorten innerhalb des Hamburger Stadtgebietes. Für beide sind Neubauten geplant. Bis zur Fertigstellung der Neubauten werden Interimslösungen erforderlich sein, die derzeit noch nicht im Detail feststehen.
Fachlich muss das KS 2 wesentliche Aufgaben erfüllen:
In erster Linie bietet das KS Hilfesuchenden verschiedene Wege, die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei bei Notfällen, Schadensereignissen, Straftaten oder anderen Notlagen zu kontaktieren. Diese Meldung durch Beteiligte, Betroffene oder Zeugen war und ist auf absehbare Zeit die hauptsächliche Informationsquelle für Feuerwehr und Polizei über entsprechende Ereignisse und damit der An-fang einer Rettungs- oder Maßnahmenkette der Gefahrenabwehr.
Zweitens dient das KS der Kommunikation zwischen den Leitstellen und deren nachgeordneten Einsatzmitteln. Eine wichtige Form der Sprachkommunikation ist der Digitalfunk (TETRA) der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Darüber hinaus besteht ein konstanter Kommunikationsbedarf auch über Telefon z. B. mit anderen Ämtern und Behörden oder weiteren, für die Gefahrenabwehr zu koordinierenden Stellen.
Dadurch dient das KS der effektiven Führung der Einsatzmittel von Feuerwehr und Polizei im täglichen Dienst. Durch die Nutzung moderner Kommunikationswege wird ein umfassender Informationsaustausch zwischen Leitstelle und Einsatzmittel sowie zwischen den Leitstellen in Hamburg sichergestellt. Dies erstreckt sich auch auf die Information Dritter, wie beispielsweise außerhalb Hamburgs liegender Leitstellen von Feuerwehr und Polizei.
Im Sinne dieser Zielsetzung legt die BIS besonderen Wert auf eine moderne, die Medienvielfalt nutzende Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern wie auch den Besuchern der Stadt sowie. zwischen den Leitstellen von Polizei und Feuerwehr, und deren nachgeordneten Einsatzmitteln.
Die Beschaffung umfasst Folgendes:
— Verkauf von Hardware und Überlassung von Standardsoftware gegen Einmalvergütung auf Dauer:
—— Zentrale und dezentrale Komponenten des KS,
—— Arbeitsplatzausstattung,
—— persönliche Ausstattungsgegenstände.
— Systemservice (Pflege, Wartung und bei Bedarf Weiterentwicklung) des KS-Systems für 10 Jahre sowie
— Erbringung von folgenden Dienstleistungen:
—— Erstellung des Kommunikationssystems und Herstellung der Betriebsbereitschaft,
—— Schulungen,
—— Projektmanagement,
—— sonstige weiteren Beratungsleistungen.
Detaillierte Ausführungen finden sich in der Leistungsbeschreibung (Teil B der Vergabeunterlagen). Teil B wird erst im Rahmen des Angebotsverfahrens den Bietern zur Verfügung gestellt, die zur Abgabe eines Teilnahmeantrags aufgefordert werden.