Beschreibung der Beschaffung
Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) Braunschweig plant mit dem Neubau des Forschungsgebäudes für das Helmholz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) in Würzburg eine weitere Außenstelle zum Braunschweiger Zentrum.
Das HIRI ist ein gemeinsames Forschungszentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und des HZI.
Ziel ist der Bau eines zukunftweisenden Neubaus, der in innovativer und zugleich wirtschaftlicher Form optimal den Raum für die 4 zentralen Forschungsbereiche schafft:
— Bakterielle Infektionen,
— virale Infektionen,
— Wirtsabwehr,
— Pharmazeutische RNA-Applikationsformen.
Um Forschung auf allerhöchstem Niveau zu ermöglichen, werden im Neubau moderne zentrale wisschenschaftliche Einrichtungen bereitgestellt. Der gesamte Laborbereich ist nach Sicherheitsstufe S2 GenTSV zu beplanen.
Neben molekularbiologischen Standardlabors werden Speziallabors wie Single Cell Präparation, RNA-Präparation, Isotopenlabors sowie Räumlichkeiten für NMR- Messtechnik, Kühlbereiche, eine kleine Tiereingriffszone und Mikroskopieräume inclusive der dafür notwendigen Funktionsräume benötigt.
Das Raumprogramm wird vervollständigt durch Büro- und Verwaltungsflächen, Seminar- und Besprechungsbereiche, Sozialbereiche sowie Technik-und Lagerflächen.
Es ist beabsichtige ein Labor- und Bürogebäude mit ca. 4 200 qm BGF zu erstellen. Neben ca. 1 000 qm Büroräume sind ca. 2 100 qm Laborfläche im S1/S2-Standard zu schaffen sowie insgesamt 1.050 qm Lagerflächen und Gemeinschaftsräume.
Die geschätzten Gesamtinvestitionen für die Kostengruppe 300 und 400 gem. DIN 276 belaufen sich auf 22 Mio. EUR netto. Der Anteil der KG 474 „Medizin- und Labortechnische Anlagen“ beträgt davon rd. 2,33 Mio. EUR netto.
Der Baubeginn ist für Anfang II. Quartal 2021 geplant und die geplante Bauzeit beläuft sich derzeit auf ca. 3 Jahre.
Der Auftraggeber wählt diejenigen Dienstleistungserbringer, die sich am VgV-Verfahren beteiligt haben, heraus,
Die mit ihren Auskünften zu den geforderten Nachweisen und Formalitäten die wirtschaftlichen und technischen Mindestanforderungen der 1. Stufe – Teilnahmewettbewerb/Auswahlphase – erfüllen.
Maximal 5 Büros/Arbeitsgemeinschaften, die die Mindestanforderungen bestmöglich erfüllen, werden zur Teilnahme in der 2. Stufe – Vergabephase – zugelassen.
Sollte sich nach der 1. Stufe keine eindeutige Rangfolge für maximal 5 bestplatzierte Teilnehmer ergeben,
Entscheidet im Zweifelsfall das Los zwischen den Teilnehmern.
Mehrfachbewerbungen bei Bietergemeinschaften führen zum Ausschluss.
Der Auslober beabsichtigt die Beauftragung der Planungsleistung TGA Labortechnik nach § 53 ff HOAI LPH 2 bis 9, wobei die Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen gem. RBBau stufenweise erfolgen wird.
Maximal 5 Büros werden aufgefordert ein Honorarangebot einzureichen und innerhalb einer Präsentation die Herangehensweise an die Lösung dieser Planungleistung und deren Ausführung darzustellen. Grundlage für das Angebot ist die HOAI 2013 § 53 ff Anlagengruppe 7. Als Honorarzone ist die Honorarzone III unten anzusetzen. Die derzeit geschätzten anrechenbaren Kosten für diese Leistung KG 474 Medizin- und labortechnische Anlagen belaufen sich auf 2 332 000,00 EUR. Das Honorarangebot und die Präsentation werden bewertet. Die prozentuale Gewichtung der Zuschlagskriterien sind der Aufforderung zur Einreichung eines Honorarangebotes und zur Präsentation zu entnehmen.