Beschreibung der Beschaffung
Die Gemeinde Ostseeheilbad Zingst beabsichtigt die bauliche Sanierung und den Umbau des Verwaltungsgebäudes nach neuem Bürokonzept einschließlich einer energetischen Sanierung. Informationen zum Gebäude sind dem Sanierungskonzept von himmelbrand architekten, welches als Anlage zu dieser Auftragsbekanntmachung öffentlich zugänglich ist, zu entnehmen.
Es werden Planungsbüros zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert, die die Leistungsbilder Objektplanung Gebäude nach § 34 HOAI (LPH 2-4; optional LPH 5 bis 9 mit durchschnittlichen Planungsanforderungen), Tragwerksplanung (Anlagengruppen 1- 8) nach § 51 HOAI (LPH 2-4; optional LPH 5 und 6 mit durchschnittlichen Planungsanforderungen) und Fachplanung Technische Ausrüstung nach § 55 HOAI (LPH 2 – 4; optional LPH 5 bis 9 mit durchschnittlichen Planungsanforderungen) sowie die Besonderen Planungsleistungen des Brandschutzes gem. AHO Heft Nr. 17 Stand Juni 2015 und des Wärmeschutzes und der thermischen Bauphysik gem. AHO - Schriftenreihe Nr. 23 – Wärmeschutz und Energiebilanzen – Stand Sept. 2015 abdecken und die in der Vergangenheit ähnliche Maßnahmen als Einzelbewerber oder im Projektteam verwirklicht haben. Desweiteren sind noch diese Besondere Leistungen abzudecken:
— Beratungsleistungen Schallschutz,
— Koordination der Schadstoffuntersuchung,
— Erstellung von Plänen für Flucht- und Rettungswegen und Feuerwehrplänen,
— Aufstellung/Fortschreibung von Raumbüchern.
Für jedes o. g. Leistungsbild sind separate Referenzen einzureichen. Die Leistungsnachweise sind entsprechend dem als Anlage 6 zum Bewerbungsbogen beigefügten Muster - Referenzdatenblatt zu erbringen.
Folgende Bauteile sollen im Planungsprozess Berücksichtigung finden: Fenster, Türen, Fußböden, Decken, die gesamte Heizungsanlage, der Bau einer Photovoltaikanlage zur Abdeckung des Elektroenergiebedarfs des Gebäudes sowie der Einbau von LED-Technik. Die Fernwärmestation befindet sich im Nebengebäude (Blockheizkraftwerk).
Es sollen sowohl das Erdgeschoss als auch das Dachgeschoß saniert werden.
Geplant sind folgende Baumaßnahmen:
— Entkernung mit Deckensanierung,
— Wärmetechnische Isolation (Dach, Wände, Fußböden, Türen, Fenster),
— Einbau neuer Heizkörper (alternativ Fußbodenheizung),
— Erneuerung der elektrischen Anlagen,
— Aufzugseinbau,
— Sicherheitstechnik,
— Sanierung von 4 Sanitärräumen,
— Eingangsgestaltung.
Durch möglichst geringe Eingriffe in die bestehende Innenraumstruktur sollen Büroräume optimiert werden. Weiterhin sollen bedarfsgerechte WC- / Sanitäranlagen geschaffen und eine Küche neu eingerichtet werden. Die Berücksichtigung der Barrierefreiheit und die Verwendung alternativer ökologischer Baustoffe und Verfahren sollten ein Planungsgrundsatz sein.
Zu beachten ist, dass während der Umbauzeit des Verwaltungsgebäudes mittels einer Ersatzlösung (z. B. Containerbüros) die Verwaltungstätigkeit weiterhin gewährleistet werden muss! In einem vorgeschalteten Auswahlverfahren sollen anhand der unter III.1) genannten Eignungskriterien 3 Ingenieurbüros gefunden und zur Angebotsabgabe aufgefordert werden.
Bei gleicher Eignung der Bewerber im Auswahlverfahren werden die Bewerber durch Losverfahren verringert. Bei weniger als 3 Bewerbern verringert sich die Mindestanzahl, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden sollen, entsprechend.
Mit den verbleibenden Bietern wird im Weiteren ein Verhandlungsverfahren zur Ermittlung des Bewerbers, der die bestmögliche Lösung der Aufgabe erwarten lässt, durchgeführt.
Für die zunächst bis LPH 4 gem. Pkt. II.1.4 aufgeführten Leistungen wird eine Bearbeitung innerhalb von 5 Monaten nach Auftragserteilung erwartet. Die zur Gewährleistung der Termine notwendigen Kapazitäten müssen im Auftragsfall vorhanden sein. Die Vergabe weiterer Leistungsphasen bleibt vorbehalten und erfolgt durch gesonderte schriftliche Mitteilung.