Beschreibung der Beschaffung
Im September 2015 wurde das ehemalige Bank- und Verwaltungsgebäude Bundesallee 171 mit ASOG
Bescheid vom LAGeSo für die Nutzung als Erstregistrierungsstelle für Flüchtlinge in Berlin sichergestellt und im
Rahmen einer Adhoc-Maßnahme für die Bearbeitung von 2000 Flüchtlingen täglich hergerichtet. Das Gebäude
wurde in Folge zum 15.10.2015 vom Land Berlin erworben und nach Nutzen-Lastenwechsel zum 01.01.2016
dem SILB zugewiesen und die Planung (Lph 1-4 gem. HOAI) zur Herrichtung des genehmigten Zustandes der
bereits in Betrieb befindlichen Erstregistrierungsstelle für Flüchtlinge beauftragt. Im August 2016 nahm das
neu gegründete Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) seine Arbeit auf und löste damit das LaGeSo in Flüchtlingsthemen ab. Der neue Nutzer legte in Folge fest, dass anstelle der "Erstregistrierungsstelle" ein "Ankunftszentrum" in der Bundesallee 171 zu planen und zu errichten sei, und übermittelte Anfang Oktober 2016 ein angepasstes Anforderungsprofil hierfür.
Aufgrund des erheblichen Sanierungsbedarfs der Liegenschaft und aufgrund der erforderlichen
Nutzungserweiterung als Verwaltungsgebäude mit großen Wartebereichen und damit verbundener Schaffung von Einrichtungen für große Besucherzahlen wird eine Gesamtsanierung in den Gebäudeteilen Flachbau und Pavillon im laufenden Dienstbetrieb vorgenommen.
Die Planung für Hochbau und Technische Ausstattung sowie ein Brandschutzkonzept, Schallschutzgutachten, EnEV-Nachweis und Schadstoffgutachten liegen in Entwurfsqualität vor. Die Planung der Leistungsphasen 1-3 ist somit abgeschlossen und bildet die Grundlage der weiteren Planung und Umsetzung. Der entsprechende Bauantrag wird in Kürze eingereicht. Die weiteren Planungsleistungen der Hochbauplanung für die Gesamtsanierung sollen hiermit ausgeschrieben
werden. Die Tragwerksplanung wird separat vergeben.
Aufgabenstellung
Die Entwurfsplanung der Gesamtsanierung der Bundesallee 171 ist grundsätzlich abgeschlossen.
Im Zuge der weiteren Leistungsphasen ist die Planung fortzuschreiben, die Bauleistungen sind auszuschreiben und das Bauvorhaben umzusetzen. Im Rahmen der Nutzerabstimmungen kann es ggf. zu geringfügigen Anpassungen aufgrund von Konkretisierungen des operativen Ablaufs des Nutzers kommen.
Planungsziele:
• Einarbeitung in die vorgegebenen Planungen.
• Herrichtung des Gebäudes (Flachbau, Pavillon, Kellerbereiche) für die langfristige Nutzung als Behördenstandort des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, Berlin.
• Beibehaltung des genehmigten Zustands im Hochhaus bzw. Erhalt Bestandsschutz Hochhaus.
Die vorliegende Entwurfsplanung (pdf und dwg / dxf) inkl. der oben genannten Gutachten wird im Zuge der Aufforderung zur Angebotsabgabe ausgereicht.
Der konkrete Sanierungsumfang sowie Rahmenbedingungen sind der Anlage 25 (Überblick Baumaßnahmen) und Anlage 15 (Maßnahmenbeschreibung) zu entnehmen, die den Ausschreibungsunterlagen beigefügt sind.
Folgende Besonderheiten sind bei der Angebotserstellung zu beachten:
Im Rahmen der Gleichbehandlung aller Bewerber/Bieter weisen wir daraufhin, dass die Möglichkeit der Teilnahme eines vorbefassten Bewerbers/Bieters an diesem Vergabeverfahren besteht. Im Rahmen dieses Vergabeverfahrens werden daher alle uns vorliegenden Unterlagen vollumfänglich allen Bewerbern/Bietern zur Verfügung gestellt.
Die Umsetzung der Maßnahmen muss weitestgehend bei gleichzeitiger Gebäudenutzung Hochhaus durchgeführt werden.