Beschreibung der Beschaffung
Ausgangssituation
Die Messe Berlin ist eine der besucherstärksten Messen in Deutschland. Mit einer Ausstellungsfläche von bald 180 000 qm in den Hallen und 100 000 qm auf dem Freigelände ist die Messe Berlin die siebtgrößte Messegesellschaft in Deutschland.
Um den wachsenden Herausforderungen des Marktes in Zukunft gerecht zu werden, erweitert die Messe Berlin momentan ihre Kapazitäten am Standort Berlin mit einer auch für Kongresse nutzbaren Messehalle 27 (hub27) für bis zu elftausend Besucher als Versammlungsstätte und als Ausweichstätte, um andere Hallen für die Dauer von erforderlichen Sanierungen zu schließen.
Die Messe Berlin ist Betreiber und Pächter des Messegeländes und der Gebäude, dennoch wurden die Bauvorhaben der letzten 15 Jahre im Wesentlichen durch die Messe Berlin eigenfinanziert selbst durchgeführt.
Aktueller Stand
Im Rahmen einer Due Diligence aus dem Jahr 2014/2015 wurde ein altersgerechter baulicher Zustand der Gebäude auf dem Messegelände festgestellt, aber in der Vorausschau über die nächsten 15 Jahren auch Sanierungsbedarf in den 26 Bestandshallen und weiteren Gebäuden, um den Veranstaltungsbetrieb dauerhaft abzusichern. Hauptsächlich betrifft dies die Ertüchtigung oder den Austausch der technischen Gebäudeausrüstung deren erwartetet Lebensdauer teilweise jetzt schon überschritten ist aber auch Dächer, Fassaden etc. Der Sanierungsbedarf wurde unter der Prämisse eines Erhalts der teilweise denkmalgeschützten Hallen ermittelt.
Auf dieser Grundlage wurde mit dem Senat ein Plan für die Sanierung dieser Gebäude vereinbart, welcher die bauliche Sanierung/ Ertüchtigung der einzelnen Hallen in den 15 Jahren von 2019 bis 2033 für ca. 450 Mio. EUR netto vorsieht. Aufgrund der hohen Belegungsdichte und da Veranstaltungen nicht flexibel auf den tatsächlichen Bauablauf reagieren können, wurde postuliert, dass Hallen für die Dauer der Sanierung jeweils komplett geschlossen werden. Den großen flächendeckenden Weltleitveranstaltungen (IGW, FL, ITB, IFA, Innotrans) wird dafür Ersatzfläche in der neuen Messehalle 27 (hub27) angeboten, die die Standfläche der dann jeweils in Sanierung befindlichen Messehallen kompensieren muss.
Es wurde ein Umsetzungskonzept für die notwendigen Arbeiten unter Beachtung des Veranstaltungs- und Buchungskalenders der Messe Berlin sowie verschiedener Belange wie Denkmalschutz, Feuerwehr-, Brandschutz, Logistik, Schadstoffe etc. erstellt, welches im Wesentlichen die Umsetzung überprüft und plausibilisiert.
Im Weiteren werden momentan übergeordnete Konzepte erstellt, die die Abwicklung der Sanierungsarbeiten übergeordnet regeln und unterstützen sollen (übergeordnetes Brandschutzkonzept, Baulogistikkonzept, Designkonzept, Technische Ausstattungskonzepte) die sich momentan aber tlw. noch im Entwurfsstadium befinden, jedoch im Wesentlichen im ersten Quartal 2019 abgeschlossen werden sollen. Diese definieren die Anforderungen an die Sanierung.
Im ersten Sanierungsabschnitt werden die denkmalgeschützten Halle 13, 14, 15 und 16 in den Jahren 2019 und 2020 saniert werden. Danach sollen vrsl. in 2021 die Hallen 12 und 17 folgen. Mit der Planung der Sanierung der nahezu baugleichen Hallen 13 und 16 (Rundbauten) ist ein Generalplaner beauftragt, der momentan die LVs erstellt, der Bauantrag wurde eingereicht. Vorgezogene Schadstoffsanierungen sollen im Frühjahr 2019 beginnen.
Für die Hallen 14 und 15 (die zeitlich nach den Hallen 13/16 saniert werden) wurde ein weiteres Büro als Generalplaner beauftragt, hier wurde die Vorplanung erstellt.
Zurzeit läuft die Planung der Vergabe der Planungsleistungen für die Hallen 12 und 17, die in 2021 saniert werden sollen, danach sollen bis 2023 weitere Hallen saniert werden, nach momentaner Planung sind das die Hallen 11, kleiner Stern, großer Stern, 18, 19 und Palais am Funkturm.
Die bauliche Durchführung der Sanierung der Hallen 13 und 16 erfolgt in Einzelllosen, die Vergabestrategie für die weiteren Abschnitte wird noch erstellt, hier kommen ggf. auch GU.