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Durchführung, Auswertung und Dokumentation von schalltechnischen Untersuchungen (Schallimmissionsprognose und baubegleitende Schallimmissionsuntersuchung) im Sanierungsbereich Lausitz der LMBV im Zeitraum vom 1.10.2019 bis zum 31.12.2022 (Optional bis 30.9.2023)
In-Situ-Messungen
Im Rahmen der Realisierung vereinzelter Maßnahmen der LMBV sind In-Situ-Messungen durch eine gemäß § 29 b i. V. m. § 26 BlmSchG bekannt gegebene Messstelle durchzuführen. Jede In-Situ-Messung ist mit den Messdaten und einem eigenen Bericht an den AG zu übergeben.
Dabei sind nachfolgende Leistungen zu berücksichtigen:
— Vorbereitung der In-Situ-Messungen,
— Durchführung der messtechnischen Untersuchung,
— Auswertung der Daten durch den AN,
— Erstellung und Übergabe Bericht.
Schallimmissionsprognosen/schalltechnische Untersuchungen im Baugeschehen
Im Rahmen von vorgesehenen und laufenden Genehmigungsverfahren für Sanierungsmaßnahmen sollen auf Grundlage der vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Daten schalltechnische Untersuchungen in Form detaillierter Schallimmissionsprognosen nach TA Lärm sowie BlmSchG erarbeitet werden. Im Ergebnis sind immissionsseitige Wirkungen der geplanten Sanierungsmaßnahmen auf die festzulegenden Immissionsorte zu untersuchen und zu bewerten. Gegebenenfalls sind Geräuschminderungsmaßnahmen unter Beachtung des Standes der Technik zur Lärmminderung zu empfehlen.
Erforderlichenfalls sind vorab Messungen an Geräten durchzuführen.
Die Schallausbreitungsrechnung hat mittels Software zu erfolgen, welche eine normkonforme geeignete Berechnung der Ausbreitungsparameter, getrennte Auswertung nach Tag-, Nacht- bzw. Ruhezeiten ermöglicht.
Die schalltechnischen Berechnungen, Toleranzbetrachtungen und Beurteilungen erfolgen nach der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm – TA Lärm vom 26.8.1998 mit Änderungen vom 9.6.2017 und BImschG.
Dabei sind nachfolgende Leistungen zu berücksichtigen:
— Vorbereitung und Datensammlung
Vorbereitung, Ortstermin, Datensammlung und Recherche der Emissionspegel der Schallquellen, Festlegung von relevanten Immissionsorten, Recherche Grenzwerte am Immissionsort, Abstimmung mit AG (ggf. Behörde),
— Aufbau akustisches 3D-Rechenmodell
Aufbau eines projektbezogenen 3D-Rechenmodells, Berücksichtigung von Lage, Topografie, Gebäudegeometrie und weiteren die Schallausbreitung beeinflussenden Details
— Berechnung und Auswertung
Durchführung der Schallausbreitungsrechnung, Berechnung der Beurteilungspegel im Tag- und Nachtzeitraum, Darstellung in Rasterlärmkarten; Auswertung, Vergleich mit den Immissionsrichtwerten der TA Lärm; Benennung von Optimierungsszenarien bzw. prinzipiellen Lärmschutzmaßnahmen im Falle einer Überschreitung der Richtwerte; Abstimmung beim AG
— Erstellen eines zusammenfassenden Berichtes
Dokumentation der Vorgehensweise, Ergebnisse und Maßnahmen in gutachterlicher Form zur Vorlage bei der Genehmigungsbehörde
— Auslegung und Dimensionierung, Variantenvergleich von Lärmschutzmaßnahmen
u. a. Art der Bauausführung, im Falle einer Überschreitung der Richtwerte an der schutzbedürftigen Bebauung; Berechnung und Darstellung, Erstellung einer Grobkostenschätzung
— Abstimmungen/Terminteilnahmen
Teilnahme an Abstimmungsterminen mit AG und ggf. Genehmigungsbehörden oder anderweitige Terminen (Baustellenberatungen u. ä.)