Beschreibung der Beschaffung
Zur dauerhaften Beseitigung der Erosionsrinnen sind folgende Arbeiten notwendig:
— Beseitigung/Verbau d. Erosionsrinnen,
— Herstellung Ableitungssystem für d. Oberflächenwasser,
— Gestaltung d. Westböschung unter Berücksichtigung d. Standsicherheit u. d. Grundbruchsicherheit,
— Baufeldfreimachung: zu holzende/rodende Fläche Klasse 1-3, ca. 59 ha.
Nach der Böschungsgeometrie, d. anstehenden Kippensubstraten, der Art u. dem Umfang der Erosionsschädensbeseitigung, den erforderlichen Maßnahmen zur Neugestaltung d. Kippenböschungen u. der vorherrschenden Begrünung/Flächennutzung am Fuß u. im Hinterland der Westböschung ergibt sich eine Untergliederung des Bearbeitungsgebietes in 6 Maßnahmenbereiche.
Bereich 1 – Randschlauch Tatkraft, AFB-Hauptschüttung, Uferberme: Im B1 erfolgt Massenabtrag für die Verfüllung der Erosionsrinnen im B1. Zusätzlich werden Erosionsrinnen mit Steinschüttungen geschlossen inkl. dem Einbau von Röhrichtwalzen. (Massenbewegung mit Planiertechnik ca. 15 000 m³, Lieferung von Einbaumaterial ca. 900 to. Transportleistungen ca. 1 200 m³, Feinplanum ca. 50 000 m)
Bereich 2 – Randschlauch Tatkraft, AFB-Hauptschüttung und Absetzerschüttung, Uferberme und Kippenböschungen zum Hinterland: Im B2 wird die Böschung durch Rückgriff ins Hinterland abgeflacht. Dabei wird eine Berme in die Böschung eingearbeitet. Von den überschüssig anfallenden ca. 122 900 m Massen werden ca. 109 300 m zu den Bereichen 4 und 5 abgefahren. Die restlichen ca. 13 600 m Erdstoff werden zur Auffüllung der Erosionsrinnen auf der Uferberme des B2 eingesetzt. Die mittlere Transportentfernung beträgt rund 1,5 km.
Bereich 3 – AFB-Restschlauch, nördlich der Tieflage 5 Eichen, AFB-Hauptschüttung und Absetzerschüttung, Kippenböschung zum Hinterland: Der B3 wird im Massenausgleich abgeflacht. (Massenbewegung ca. 50 000 m³, Transporte ca. 7 500 m³, Feinplanum ca. 40 000 m)
Bereiche 4 und 5 – AFB-Restschlauch, AFB-Hauptschüttung und Absetzerschüttung, Uferberme und Kippenböschung zum Hinterland:
Die B4 u. B5 werden durch Anstützung gegen Erosion gesichert. Dafür werden in Summe ca. 109 300 m Erdstoffe benötigt, die im B2 überschüssig gewonnen werden.
Bereich 6 – Bereich Drehpunkt, Böschungen der ehemaligen Tagebauzufahrt: In diesem Bereich fällt das Kippengelände schwach geneigt zum RL Meuro ein. Die Erosionserscheinungen bleiben hier auf den Entwässerungsgraben und die Zufahrtsstraße beschränkt. Zur nachhaltigen Erosionssicherung wird der Geländeeinschnitt bis zum Niveau + 103 m NHN verfüllt. Die erforderlichen Massen werden nördlich des Einschnittes durch Einebnung der dort vorhandenen Aufhöhungen und Köpfung der südlichen Einschnittböschung auf ein Neigungsverhältnis von 1 : 6 gewonnen. Damit sind die Geländebereiche mit herkömmlicher landwirtschaftlicher Gerätetechnik befahr- und meliorierbar.
Vorhandene Erosionsrinnen nördlich der Straße werden mit Baggertechnik geländegleich verfüllt, um die Befahrbarkeit auch hier herzustellen.
Es sind ortsbewegliche Abfälle (u. a. Schotter ca. 3 410 m³, Bahnschwellen ca. 2 to.) und stationäre Abfälle (u. a. ehem. Rohrleitungen ca. 322 m, Kabel, Geotextil ca. 5 420 m) rückzubauen, zu deklarieren und zu entsorgen. Im Baubereich sind 4 ehemalige Filterbrunnen ordnungsgemäß zu verwahren (gemäß DVGW – Regelwerk, Arbeitsblatt 135 – „Sanierung und Rückbau von Bohrungen, Grundwassermessstellen und Brunnen“ und der daraus abgeleiteten Arbeitsanweisung der LMBV, T/A/1/17).
Im Anschluss an die Erdarbeiten werden Melioration, Düngung, Saatbettbereitung, Bodenbearbeitung auf ca. 47 ha durchgeführt. Abschließend wird eine Rasenansaat (auf ca. 9 ha) im Nassverfahren ausgebracht. Ingenieurbiologischer Verbau auf a. 3 000 m unterschiedlicher Böschungsbreiten. Es ist ein Versickerungsbecken anzulegen (ca. 2 000 m Massenbewegung). Zur Pflege und Bewirtschaftung der Westböschung wird ein Weg hergestellt. Dieser Bewirtschaftungsweg hat eine Länge von ca. 3 000 m, eine Breite von 3,50 m und erhält eine Schottertragschicht.