Beschreibung der Beschaffung
1) Beratung und Betreuung:
— Informationsvermittlung,
— Kontaktaufnahme und Erstgespräch,
— Anamnese und Diagnostik,
— Indikationserstellung,
— Fortlaufende Beratungsgespräche,
— Problemorientierte Beratung,
— Motivationsarbeit,
— Vermittlung in weiterführende Hilfen,
— Initiierung von Selbsthilfegruppen und Kooperation,
— Krisenintervention,
— Arbeit mit Bezugspersonen,
— Arbeit mit spezifischen Problemgruppen (Essstörungen, Migranten, Rauchentwöhnung),
— Geschlechtsspezifisches Angebot (Frauengruppen).
2) Jugend- und Drogenberatung:
— Zielgruppenspezifische Angebote.
3) Aufsuchende Maßnahmen als Hausbesuche und Streetwork:
— Aufsuchende Arbeit der Klienten in deren Wohnung,
— Nachgehende Sozialarbeit bei CMA-Klienten,
— Zusammenarbeit mit der Wohnungslosenhilfe,
— Kontinuierliches Aufsuchen von szenetypischen Treffpunkten,
— Kontaktaufbau zu Substanzkonsumenten,
— Vertrauensaufbau,
— Schadensminimierung,
— Informationsvermittlung und Einzelfallbetreuung,
— Vermittlung in weiterführende Hilfesysteme,
— Kooperation mit der Jugendhilfe, insbesondere Jugendsozialarbeit/Weiterführung des Streetwork-Angebotes,
— Aufsuchende Arbeit auf Entgiftungsstationen örtlicher Krankenhäuser,
— Beratungen in Strukturen der Krankenhilfe,
— Beratung in Justizvollzugsanstalten,
— Aufsuchende Arbeit im Bereich Migration und Asylbewerber.
4) Behandlung/Rehabilitation:
— Ambulante Entwöhnungsbehandlung nach den Kriterien der Vereinbarung „Abhängigkeitserkrankungen" vom 04.05.2001 und des Gemeinsamen Rahmenkonzeptes der Deutschen Rentenversicherung und der Gesetzlichen Krankenkassen zur ambulanten medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker vom 3.12.2008,
— Ambulante Nachsorge nach den Kriterien des Gemeinsamen Rahmenkonzeptes der Deutschen Rentenversicherung und der Gesetzlichen Krankenversicherung zur Nachsorge vom 31.10.2012.
5) Vernetzungsarbeit:
— Klientenbezogene Kooperation mit anderen Diensten zur Optimierung der Hilfen für die Klienten,
— Teilnahme an Fallkonferenzen und Hilfeplanerstellung,
— Institutionelle Kooperation mit anderen Diensten (Mitarbeit in der Psychosozialen Arbeitsgruppe (PSAG) und speziellen und überregionalen Arbeitskreisen),
— Mitwirkung in sozialpolitischen Gremien.
6) Dokumentation:
— EDV-gestützte systematische Klienten- und Tätigkeitserfassung (Standard Deutscher Kerndatensatz mit Modul Brandenburg) mit regelmäßiger jährlicher Erstellung eines Strukturierten Sachberichtes.
7) Öffentlichkeitsarbeit:
— Darstellung der Suchtproblematik mit Bezug auf den regionalen Bedarf und Entwicklung,
— Darstellung der Tätigkeiten, Ziele und des Angebotes der Suchtberatungsstelle in der Öffentlichkeit.
8) Prävention:
— Zusammenarbeit mit Präventionsfachkräften,
— Ansprechpartner und Anlaufstelle für Institutionen, Gemeinwesen, Multiplikatoren,
— Projektangebote,
— Informationsangebote,
— Durchführung von Modellprojekten.
9) Multiplikatorenarbeit:
— Durchführung von Informationsveranstaltungen.
10) Schadensminimierung:
— Krisenintervention – auch aufsuchend,
— Offener Kontaktbereich und Begegnungsstätte.
11) Psychosoziale Substitutionsbegleitung
Zielgruppen:
Die Leistungen richten sich an Personen, die eine stoffgebundene und stoffungebundene Abhängigkeitserkrankung aufweisen, Personen mit riskanten oder schädlichen Konsummustern sowie Angehörige und Bezugspersonen sowie mögliche Kooperationspartner.
Zeitumfang der Leistungsbereitstellung:
Die Beratungsleistung soll an 5 Tagen in der Woche von jeweils 9.00 bis 16.00 Uhr in Wildau und in Lübben sowie an mindestens 2 Tagen in der Woche in Luckau in Anspruch genommen werden können. Während dieser Zeiten sind Beratungsstellen persönlich und auch telefonisch erreichbar.
Die Finanzierung erfolgt mittels jährlichem Förderbescheid zur Festbetragsfinanzierung als Zuweisung aus Landesmitteln und Mitteln des Landkreises.