Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen der Baumaßnahme zur Verlängerung der Stadtbahnlinie 2 in Knielingen wird vom Gleisdreieck an der Lassallestraße bis zur Wendeschleife am nördlichen Ende der Egon-Eiermann-Allee der 2. Bauabschnitt hergestellt. Der Bauabschnitt erstreckt sich vom Baubeginn der Gesamtmaßnahme bis zu Station-km 0,6+0,000 an der Struvestraße.
Das Gleis wird in Mittellage hergestellt und der Gleiskörper mit Bordsteinen eingefasst. Der Gleisneubau erfolgt auf den Geraden als feste Fahrbahn nach dem System „Rheda City“ mit Vignolschienen 49E1 ausgeführt als Rasengleis. Im Bereich des Gleisbogens R = 25 m, der über den zu errichtenden Kreisverkehrsplatz führt, werden Rillenschienen 59R2 mit Gleistragplatten verbaut. Die Gleisüberfahrt in der Siemensallee ist ebenfalls mit Rillenschienen 59R2 anzulegen. Im Bereich der Z-Überwege mit Vignolschienen in der Siemensallee sind Beischienen erforderlich (siehe Lageplan Gleisbaustoffe).
Die Neubaustrecke soll mit einer Hochkettenfahrleitung (Nennspannung DC 750 V) ausgestattet werden. Im ersten Bauabschnitt wurden die Fahrleitungsmasten (Stahlmaste) mit den Bohrrohgründungen (Stahlrohre ca. 800 mm Durchmesser) errichtet. In der Bauphase 2 sollen die restlichen Fundamente und Fahrleitungsmaste errichtet werden. Ebenfalls beinhaltet die 2. Bauphase die Lieferung und Montage der gesamten Fahrleitungsverspannung mit Auslegern, Fahrdraht, Tragseil und Erdungsanlage.
In der Sudetenstraße ist eine Haltestelle mit Wartehalle und Geländern umzusetzen. Der Bahnsteig und die Rampen werden mit Karlsruher Haltestellensteinen ausgeführt. Die bisherige Haltestelle Lassallestraße wird zurückgebaut, wobei die Funktion des Gleisdreiecks als Wendemöglichkeit für Bahnen möglichst lange erhalten bleiben soll.
Der Knotenpunkt Siemensallee/ Reinmuthstraße/ Sudetenstraße soll als Kreisverkehrsplatz mit Außendurchmesser 33,00 m in Betonbauweise hergestellt werden. Der Fahrbahnoberbau in Siemensallee und Sudetenstraße erfolgt in Asphaltbauweise, die Gehwege und sonstigen Seitenraumflächen werden in Betonpflaster gemäß den Querprofilen ausgeführt.
Die Bauarbeiten werden vom Baubeginn bis zu Stationierungs-km 0,6+0,000 in insgesamt 4 Hauptphasen gemäß den Verkehrssicherungsplänen, angefangen in der Sudetenstraße, durchgeführt.
Weitere Arbeiten im Zuge der Baumaßnahme:
Neben den oben beschriebenen Gleis- und Straßenbauarbeiten ist die Entwässerung über neu einzubauende Ablaufschächte in der Siemensallee und der Sudetenstraße herzustellen. In der Siemensallee sind zudem abschnittsweise neue Entwässerungskanäle DN 250 einzubauen.
Vorhandene Kabeltrassen sind während der Kanalbauarbeiten zu sichern oder entsprechend anzupassen.
Die Hausanschlüsse entlang der Siemensallee und der Sudetenstraße sind neu herzustellen. Im gesamten Bauabschnitt ist ein neues Kabel- und Leerrohr System einzubauen. Die Lieferung der Leerrohre und die Bohrgründungen für die Hülsrohre der Beleuchtung sind Bestandteil dieser Ausschreibung.
Die vorhandenen verkehrsregelnden Beschilderungen werden abgebaut und wiederaufgebaut. Für die Signalisierung sind zudem Einzelfundamente erforderlich, die einschließlich der Bewehrung vom AN herzustellen sind.
Grobe Massenzusammenstellung:
— Gleislänge im System „Rheda City“ ca. 1 050 m,
— Gleislänge mit Gleistragplatten ca. 115 m,
— Gleislänge in Asphalt/Schotter ca. 55 m,
— Asphaltfläche ca. 6 600 m,
— Gehwege und Seitenraumflächen in Betonpflaster ca. 2 600 m,
— Bordsteine ca. 3 000 m,
— Anzahl Straßenabläufe ca. 48 St,
— Fläche Betonkreisverkehr ca. 1 170 m,
— Fläche Gleistragplatten ca. 400 m,
— Anzahl Bohrgründungen für Hülsrohre Fahrleitungsmaste ca. 14 St,
— Länge Kanal DN 250 ca. 250 m,
— Länge Kanal DN 150 / 160 ca. 250 m,
— Schächte EK 278, EK 338, EK 378 und EK 508 insgesamt ca. 33 St,
— Leerrohre ca. 4 400 m,
— Oberleitungsanlage Hochkettenfahrleitung zweigleisig ca. 1 400 m,
— Fahrleitungsmaste mit Fundamentierung Bohrrohrgründung ca. 18 St.