Beschreibung der Beschaffung
Der Auftraggeber plant auf dem Gelände des BioMedizinZentrum, Otto-Hahn-Str. 15 in Dortmund die Errichtung eines Laborgebäudes mit Nebennutz- sowie Büroflächenanteilen für den Aufbau eines Zentrums für integrierte Wirkstoffforschung (ZiW) am Standort Dortmund.
Mit der Errichtung des Zentrums für integrierte Wirkstoffforschung (ZiW) soll ein Beitrag zur strukturellen Entwicklung und Verstetigung des Forschungs- und Entwicklungsstandortes Dortmund geleistet werden.
Hintergrund hierbei ist der Wandel in den Forschungs- und Entwicklungsstrategien großer Pharmaunternehmen, welche deutliche Kapazitäten ihrer eigenen Entwicklungsabteilungen geschlossen haben. Entwicklungen finden heutzutage in der Regel über Kooperationen oder über den Ankauf von Firmenanteilen sowie ganzer externer Unternehmen statt.
Mit der Errichtung des ZiW soll eine autarke Laborinfrastruktur als Ergänzung zum bestehenden BioMedizinZentrum aufgebaut werden, die diesem Wandel Rechnung trägt.
Folgende Planungsleistungen werden im Rahmen des VgV-Verfahren der Generalplanungsleistung gemeinsam ausgeschrieben:
— Objektplanung Gebäude,
— Objektplanung Freianlagen,
— Tragwerksplanung.
— TGA-Planung für folgende Anlagengruppen:
— Abwasser- Wasser- u. Gasanlagen,
— Wärmeversorgungsanlagen,
— Lufttechnische Anlagen,
— Starkstromanlagen,
— Fernmelde- und informationstechnische Anlagen,
— Förderanlagen,
— Nutzungsspezifische Anlagen (hier: Laborplanung),
— Gebäudeautomation,
— Thermische Bauphysik (Wärmeschutz),
— Bauphysik (Bauakustik/Schallschutz).
Es sind sämtliche Leistungsphasen gem. HOAI zu erbringen.
Die weiteren Fachplaner werden ebenfalls den Auftraggeber so ausgeschrieben, dass die zum Zeitpunkt der Beauftragung des Generalplaners feststehen.
Der Auftraggeber hält sich vor, die Leistungsphasen stufenweise zu beauftragen.
Die Planung hat auf Grundlage der geltenden Bestimmungen und Vorschriften des Bundes und des Landes NRW zu erfolgen.
Die weitere Erarbeitung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung hat auf Basis folgender Unterlagen zu erfolgen:
— Berücksichtigung vorhandene Bestandsaufnahme der umwelttechnischen, geologischen und bergbaulichen Situation,
— Berücksichtigung Entwässerungsanlagen vor Ort (Kanalisation und Oberflächen-Wasserbehandlung),
— Gutachten Geräuschemissionen und -immissionen,
— Amtlicher Lage- u. Höhenplan,
— Stellplatznachweise,
— Weitere hier nicht benannte Unterlagen.
Der Flächenbedarf sieht vor, das Laborgebäude mit Büroflächenanteil als 5-geschossigen Bauriegel mit einer Gesamtfläche von ca. 3 295 m NGF zu errichten.
Hierauf entfallen rund 1 700 m auf Labor- und Laborvorbereitungs-fläche, sowie rd. 900 m auf Bürofläche.
Das Laborkonzept ist in enger Abstimmung mit den Nutzern, bzw. dem Bauherren zu erstellen. Durch sich üblicherweise schnell ändernde Bedürfnisse der Labornutzer ist eine möglichst große Flexibilität der Räumlichkeiten als auch der Anbindung an die technischen Anlagen vorzusehen. Besondere technische Anforderung ist hierbei die Nutzung der Labor- und Infrastruktureinrichtungen für chemische als auch biologische Versuche.
Das Büroraumkonzept ist als Zwei- oder Mehrzellenbüro, sowie vereinzelter Besprechungsräume zu planen. Etwaige Ausnahmen sind im Rahmen der noch durchzuführenden genaueren Bedarfserfassung abzustimmen
Aufgrund der Unabhängigkeit zu benachbarten Gebäudekomplexen ist eine unabhängige Sicherstellung des Betriebes zu planen. Etwaige Synergien hinsichtlich der Nutzung bestehender technischer Anlagen an den Bestandobjekten sind zum jetzigen Stand nicht vorgesehen.
Grundversorgungsleitungen liegen in der Zufahrtsstraße bereits vor.
Die bestehende Zufahrt als auch die Aufstellflächen für LKW-Andienung sowie eine ausreichende Anzahl Stellplätze ist auf der vorgesehenen Grundstücksfläche von ca. 1 400 m auszuweisen.
Die befestigten Flächen sind entsprechend den Anforderungen der Feuerwehr und der kommenden Nutzer auszulegen.
Fußwege, Begrünungen und Baumpflanzungen sind mit einzuplanen.