Beschreibung der Beschaffung
Projektkennwerte – Sanierung Dienstgebäude 9f (Projekt-Nr. F01P.0.410148)
Raumbedarf: 2 156,0 m
Nutzung: Dienstsitz/militärische Verwaltung (Büro- und Verwaltungsbau), Aktenlagerung/Archivräume
Forderung: Es wird ein barrierefreier Gebäudezugang gefordert.
Bauwerkskosten: ca.2,94 Mio. EUR netto, KG 300: 1 911 000 EUR netto/KG 400: 1 029 000 EUR netto.
Die geplante bauliche Maßnahme „Sanierung des Gebäudes 9f“ erfolgt für die Bundeswehr. Es handelst sich um die Sanierung des Dienstgebäudes 9f. Bauherrin für die gemeinsame Bauaufgabe ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Das geplante Vorhaben liegt in einem militärischen Sperrgebiet am Standort der „Von-Hardenberg-Kaserne“ in Strausberg Nord. Der Zugang zur Liegenschaft und zu den Gebäuden ist beschränkt. Der Objektplaner (Auftragnehmer) hat eine Sicherheitsüberprüfung Ü2 gemäß Sabotageschutz (BbgSÜG) vorzuweisen bzw. seine Zustimmung, incl. die des Ehepartners, zu erklären.
Die BGF des Gebäudes beläuft sich auf 3 619 qm. Das Gebäude 9f wurde Mitte der 50iger Jahre als Teil der Ergänzungsbauten 9a-9f zwischen den historischen Gebäuden 4a und 6e erstellt. Es erfolgten 2 Teilsanierungen in den 90iger Jahren und im Jahr 2012. Im Rahmen der kontinuierlichen Instandhaltung wurden über die Jahre vereinzelt Elemente erneuert bzw. ertüchtigt. Das Gebäude soll baulich und technisch auf den Stand der Technik gebracht werden. Es handelt sich um die Sanierung eines 3-stöckigen Bestandsgebäudes, incl. Keller – Militärischer Verwaltungsbau mit Lager- und Archivfunktion.
Die Gebäude 9e, 9f und 6e sind in einem Gebäudekomplex miteinander verbunden, jedoch ist es aufgrund der Stationierung des Kommando Heer (Gebäude 9e) für die Bediensteten der Bundeswehr nur möglich zwischen den Gebäuden 9f und 6e zu wechseln. Das Referat PA3/Heilfürsorge ist momentan sowohl im Gebäude 9f als auch im Gebäude 6e untergebracht.
Für die Sanierung des Gebäudes 9f wird das gesamte Gebäude leergezogen. Für die Bediensteten wird eine Interimsunterbringung auf einer anderen Liegenschaft bereitgestellt. Im Zuge der Sanierung ist auf die gestalterische Einheit des inneren Kasernen-komplexes der Gebäude 3-6-9 zu achten. Die Gebäude stehen nicht unter Denkmalschutz. Um zukünftig ein gleichbleibendes Gesamtbild der Liegenschaft zu gewährleisten, hat sich die Planungen der Fassaden und Dächer optisch an den vorhandenen Dienstgebäuden zu orientieren. In diesem Zusammenhang ist das liegenschaftsbezogene Konzept Außenanlagen (LKA) zu berücksichtigen. Aufgrund umfänglicher notwendiger Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen soll die Komplettsanierung des Gebäudes vorgenommen werden, mit folgenden Planungszielen:
— Berücksichtigung der Bundeswehr eigenen Vorschriften und Richtlinien,
— Anpassung der Büroflächen an die Erfordernisse des Nutzers (Soll-Bedarf Raum- und Flächennorm),
— Ertüchtigung des Gebäudes in Hinblick auf Energieeinsparung (EnEV)/Wärmeschutz, Tageslichtversorgung, Brandschutz, – Emissions-/Immissionsschutz, Wasserecht, Schallschutz und Raumakustik, Gerätesicherheit, Arbeitsschutz,
— Sanierung der Bestandsstruktur (Tragwerk, Gebäudehülle, vorh. Baustoffe),
— Ertüchtigung/Erneuerung der Gebäudehülle (Fassade, Fenster, Außentüren),
— Ertüchtigung/Erneuerung der Innenräume (Türen, Bodenbeläge, Wände),
— Sanierung der Kellerräume (Deckendämmung, Feuchtesanierung, Belüftung),
— Barrierefreie Erschließung des Erdgeschoss, incl. Herrichtung eines behindertengerecht WC,
— Installation eines Leit- und Orientierungssystems (Beschilderung),
— Ertüchtigung/Erneuerung der Heizungsanlage des Gebäudes (Heizflächen-, Leitungen, und Heizungsstation),
— Ertüchtigung/Erneuerung der Beleuchtungsanlagen und der Technischen Anlagen/Stromversorgung des Gebäudes,
— Ertüchtigung/Erneuerung der IT-Anlagen (Gebäudeautomation, Brandmeldeanlage, Zugangskontrolle),
— Ertüchtigung/Erneuerung der IT-Ausstattung/Fernmeldeeinrichtungen,
Anforderungen: Es ist der „Leitfaden Nachhaltiges Bauen“ im Grundsatz anzuwenden.