Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen der Erstellung eines Brandschutzkonzeptes (nachstehend als „BSK” bezeichnet) für die TH Bingen wurde die Notwendigkeit einer umfangreichen brandschutztechnischen Ertüchtigung der Bestandsgebäude festgestellt. Im ersten Bauabschnitt erfolgt die Umsetzung des BSK im Geb. 5, sowie die Herstellung von 3 Außentreppenanlagen an den Geb. 1 und 2.
Beschreibung der Bestandsgebäude des 1. Bauabschnittes:
Das Gebäude 5 mit ca. 6 600 qm BGF wurde 1997 errichtet.
Folgende Nutzungsarten bzw. Abteilungen sind im Gebäude untergebracht:
— Studienverwaltung,
— Küche und Speisesaal nebst Ausgabe, Verkauf und Lager,
— Bibliothek,
— Hörsäle, Seminarräume,
— Büroräume, Besprechungsraum,
— Lager- und Technikräume.
Das Gebäude 1 verfügt über ca. 4 420 qm BGF und dient als Lehr- und Bürogebäude der Fachbereiche Maschinenbau und Elektrotechnik. Neben Büro- und Seminarräumen befinden sich im Gebäude auch PC-Pools, E-Technik-Labore sowie die Räumlichkeiten des ASTA.
Das Gebäude 2 verfügt über ca. 4 560 qm BGF und dient als Lehr- und Bürogebäude der Fachbereiche Biochemie und Verfahrenstechnik. Neben Büro- und Seminarräumen befinden sich im Gebäude auch Chemielabore, PC-Pools, Biologie-Labore sowie ein Chemikalienlabor.
Beschreibung der geplanten Maßnahmen:
Gebäude 5
— Ertüchtigung und Austausch vorh. sowie Einbau neuer Feuerschutzabschlüsse,
— Einhausung der Treppenhäuser,
— Ertüchtigung der Decken und Wände mit Brandschutzanforderung,
— Ertüchtigung der Installationsschächte,
— Herstellen neuer Räume mit Brandschutzanforderung für technische Einrichtungen,
— Herstellen einer Rauchabzugsöffnung im Treppenraum,
— Herstellen eines Notausgangs aus UG inkl. Treppenanlage, ggf. mit Überdachung,
— Energetische Sanierung der Teilbereiche der Fassaden,
— Eventuelle Schadstoffsanierung (anhängig von den Ergebnissen der Schadstoffuntersuchung),
— Optimierung bzw. Herstellung der Barrierefreiheit, ggf. durch Kompromisslösungen, die mit geringem baukonstruktivem Aufwand umgesetzt werden können,
— Ertüchtigung der Leitungsdurchführungen mit Brandschutzanforderungen, bzw. Herstellung neuer Schottungen,
— Austausch Brandschutzklappen,
— Erneuerung und Erweiterung der Brandmeldeanlage,
— Verlegung Brandmeldezentrale ins UG.
Gebäude 1 und 2:
— Herstellen außenliegender Fluchttreppenanlagen (1x am Geb. 1 und 2x am Geb. 2), ggf. mit Überdachung, inkl. Anpassung der Fassaden; unter Berücksichtigung von Aspekten der Barrierefreiheit, (z. B. Einplanung von Abstellflächen für Rollstuhl auf den Podesten der Außentreppen).
Als Sofortmaßnahme wurden an Stellen der geplanten Fluchttreppenhäuser die provisorischen Treppengerüste für die Gewährleistung des Brandschutzes in der Übergangsphase, d.h. bis zur Herstellung der dauerhaften Fluchttreppenhäuser gestellt.
— Einhausung der Unterzentrale der Brandmeldeanlage (durch Kapselung mittels Brandschutzgehäuse).
Geschätzte Baukosten (KG 300 + 400 netto) nach DIN 276: 1 803 000 EUR
Terminliche Vorgaben (vorbehaltlich der weiteren Entwicklung aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage):
Vorlage KVM-Bau: 4 Monate nach Vertragsschluss
Baubeginn: 08/2022
Fertigstellungstermin: 12/2023
Besondere Randbedingungen für die Aufgabenerledigung:
Da die Ausführung nicht kontinuierlich und abhängig von der Raumbelegung erfolgen kann, erfolgt die LPH 8 abschnittsweise. Die Ausführung erfolgt überwiegend im laufenden Betrieb, in baulich noch zu definierenden Zeitabschnitten. Komplexe Bauarbeiten, wie z. B. Separierung der Treppenhäuser, dürfen voraussichtlich ausschließlich in den Semesterferien erfolgen. Eine enge Zusammenarbeit zwecks terminlicher und organisatorischer Abstimmung mit der nutzenden Dienststelle wird vorausgesetzt.