Beschreibung der Beschaffung
Das Kurfürstliche Schloss in Koblenz wurde Ende des 18. Jahrhunderts erstellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Schlossanlage zum Teil bis auf die Grundmauern zerstört. Beim Wiederaufbau in den 50er Jahren wurde sie äußerlich nach den alten Plänen mit moderner Innengestaltung in dem damaligen Stil wieder aufgebaut.
Lediglich im Mittelbau (Hauptgebäude) wurden das repräsentative Treppenhaus, das Vestibül, der Gardesaal und der Gartensaal rekonstruiert. Die Zirkularbauten (Nord und Süd) entstanden in schlichten, modernen Formen wieder und behielten nur den Grundriss der Erbauungszeit bei.
Das Schloss befindet sich im Eigentum der BImA und dient zurzeit, u. a. auch dem Eigentümer, als Bürogebäude. Der mittlere Teil des Hauptgebäudes ist langfristig an die Koblenz Touristik vermietet (zurzeit bis 2040). Das Gebäude ist ein Teil des von Unesco ausgezeichneten Weltkulturerbes „Oberes Mittelrheintal“ und
Steht unter Denkmalschutz.
Ziel der Maßnahme ist es die Zirkularbauten Nord -BRI von ca.30 330 m, und Süd -BRI von ca. 32 150 m umzubauen und zu modernisieren, sowie die Außenhülle des Hauptgebäudes (Fassade, Fenster, Dach)-BRI von ca.126 000 m zu sanieren. Dabei sind die Dächer des kompletten Gebäudes vorrangig zu bearbeiten.
Die Gesamtkosten für die Kostengruppen 200-600 betragen ca. 47 105 000 EUR brutto.
Für die Bauabschnitte sind folgende Termine geplant:
1. Zirkularbau Nord, Baubeginn: 32 Monate nach Vertragsschluss Fertigstellung: 21 Monate nach Baubeginn.
2. Technik (untergebracht im UG des Hauptgebäudes, sowie den UGs der Kopfbauten der Zirkulargebäude) Baubeginn: 36 Monate nach Vertragsschluss, Fertigstellung: 11 Monate nach Baubeginn.
3. Zirkularbau Süd, Baubeginn: 57 Monate nach Vertragsschluss, Fertigstellung: 21 Monate nach Baubeginn
4. Außenhülle Hauptgebäude, Baubeginn: 57 Monate nach Vertragsschluss, Fertigstellung: 21 Monate nach
Baubeginn.
Für den Baubetrieb werden die Zirkularbauten leergeräumt, das Hauptgebäude bleibt belegt.
Die erste Leistungsstufe ist bis 31.8.2021 zu erbringen, vorbehaltlich der weiteren Entwicklung aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage. Zum jetzigen Zeitpunkt soll in jedem Fall die Fertigstellung des Projekts bis zum 30.6.2027 erfolgen.
Das Gebäude wird zurzeit vermessen. Dabei erfolgt die Ausarbeitung der Grundrisse und Schnitte nach Stufe II (Empfehlungen für Baudokumentationen nach Eckstein), Messgenauigkeit < 2 cm, Darstellungsgenauigkeit Maßstab 1:50. Im historischen Bereich werden Details, wie z. B. Konsolensteine als Umring ausgewertet.
Die Darstellung des Dachwerkes (Holz, Stahl) erfolgt ohne Verbindungselemente der einzelnen Balken und Träger, der Übergang vom Dachwerk in die Wände wird, falls nicht sichtbar, angedeutet. Es wird ein Messpunktfeld für spätere Ergänzungsmessung erstellt (nach BFR Verm.). Dabei werden mind. 10 Punkte dauerhaft vermarkt und eingemessen (Darstellung in einer Einmessskizze). Alle Punkte werden im Landessystem nach Lage (UTM) und Höhe (NHN) gemessen.
Folgende Pläne werden erstellt: Grundrisse KG-DG, 1 Längsschnitt und 3 Querschnitte durch das Hauptgebäude, Längs-und Querschnitt durch die Kopfbauten, Zirkelbauten jeweils 3 Querschnitte durch die
Treppenhäuser, Ansichten Hauptgebäude, Ansicht Rheinseite, Innenseite, kl. Ansichten Hauptportal innen / außen, je 4 Ansichten Kopfbauten zw. Hauptgebäude und Zirkelbauten, Zirkelbauten Nord und Süd: Innen- und Außenabwicklung, Kopfbauten der Zirkelbauten: je 4 Ansichten.
Des Weiteren wird eine LISA-konforme Vermessung der Außenanlagen durchgeführt.
Im Vorfeld der vom AN zu erbringenden Lph. 8 wird der Teilrückbau des Gebäudes durch einen von dem AG beauftragten Planer durchgeführt mit dem Ziel, dem AN ein schadstofffreies Gebäude zu überlassen. Zusätzl. werden folgende Planer vom AG beauftragt:
— Vermesser,
— Brandschutzplaner,
— Tragwerksplaner,
— Prüfstatiker,
— Bauphysiker,
— Fachplaner Technische Ausrüstung,
— SiGeKo,
— Projektsteuerer.