Beschreibung der Beschaffung
Das Kurfürstliche Schloss in Koblenz wurde Ende des 18. Jahrhunderts erstellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Schlossanlage zum Teil bis auf die Grundmauern zerstört. Beim Wiederaufbau in den 50er Jahren wurde sie äußerlich nach den alten Plänen mit moderner Innengestaltung in dem damaligen Stil wieder aufgebaut. Lediglich im Mittelbau (Hauptgebäude) wurden das repräsentative Treppenhaus, das Vestibül, der Gardesaal und der Gartensaal rekonstruiert. Die Zirkularbauten (Nord und Süd) entstanden in schlichten, modernen Formen wieder und behielten nur den Grundriss der Erbauungszeit bei.
Das Schloss befindet sich im Eigentum der BImA und dient zurzeit, u.a. auch dem Eigentümer, als Bürogebäude. Der mittlere Teil des Hauptgebäudes ist langfristig an die Koblenz Touristik vermietet (zurzeit bis 2040). Das Gebäude ist ein Teil des von UNESCO ausgezeichneten Weltkulturerbes „Oberes Mittelrheintal" und steht unter Denkmalschutz.
Ziel der Maßnahme ist es die Zirkularbauten Nord -BRI von ca.30 330 m, und Süd -BRI von ca. 32 150 m umzubauen und zu modernisieren, sowie die Außenhülle des Hauptgebäudes (Fassade, Fenster, Dach)-BRI von ca.126 000 m zu sanieren. Dabei sind die Dächer des kompletten Gebäudes vorrangig zu bearbeiten.
Die Gesamtkosten für die Kostengruppen 200-600 betragen ca. 47 105 000 EUR brutto.
Die Baukosten der KG 400 betragen ca. 10 200 000 EUR brutto.
Vorraussichtliche Termine für die einzelnen Bauabschnitte:
1. Zirkularbau Nord, Baubeginn: 03/23, Fertigstellung: 12/24,
2. Technik (untergebracht im UG des Hauptgebäudes, sowie den UGs der Kopfbauten der Zirkulargebäude):
Baubeginn: 07/23, Fertigstellung: 06/24;
3. Zirkularbau Süd, Baubeginn: 04/25, Fertigstellung: 01/27,
4. Außenhülle Hauptgebäude, Baubeginn: 04/25, Fertigstellung: 01/27.
Für den Baubetrieb werden die Zirkularbauten leergeräumt, das Hauptgebäude bleibt durchgehend belegt.
Die Leistungsstufe 1 ist bis 31.7.2021 zu erbringen.
Alle Terminangaben sind auf Grund der aktuellen Pandemie-Lage unter Vorbehalt. Zum jetztigen Zeitpunkt soll in jedem Fall die Fertigstellung des Projekts bis zum 30.6.2027 erfolgen.
Das Gebäude wird zurzeit vermessen. Dabei erfolgt die Ausarbeitung der Grundrisse und Schnitte.
Im Vorfeld der vom AN zu erbringenden Lph. 8 wird der Teilrückbau des Gebäudes durch einen von dem AG beauftragten Planer durchgeführt mit dem Ziel, dem AN ein schadstofffreies Gebäude zu überlassen.
In den Zirkelbauten werden die Elektroinstallationen und IT-Netze komplett zurückgebaut und anschließend erneuert. Zudem wird jeweils ein barrierefreier Aufzug für 2 Etagen nachgerüstet. Sowohl der Rückbau als auch die Erneuerung und Nachrüstung gehören zum Leistungsumfang des ANs.
Im Hauptgebäude wird die zentrale Technik der HLS im KG erneuert. Die Elektrotechnik wird dort lediglich in Teilen tangiert.
Zusätzl. werden folgende Planer vom AG beauftragt:
— Vermesser;
— Objektplanung Gebäude;
— Brandschutzplaner;
— Tragwerksplaner;
— Prüfstatiker;
— Bauphysiker;
— SiGeKo;
— Projektsteuerer.
Der AN ist nicht verpflichtet, an der Baustelle ein Baustellenbüro zu unterhalten. Er hat ausreichend Kontrollen vorzunehmen, deren Häufigkeit sich nach ihrer Notwendigkeit und nach dem Fortgang der Arbeit richtet, mind. aber an 2 Tagen pro Wohe. Für die Zeit der Anwesenheit stehen kostenfrei Räumlichkeiten zur Verfügung.