Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
Los 1:
1. Eigenerklärungen über die in den letzten fünf abgeschlossenen Geschäftsjahren ausgeführten Maßnahmen zur hydraulischen Sicherung/Sanierung mit folgenden Angaben/Beschreibungen: Projektbezeichnung; Auftraggeber mit Ansprechpartner; Leistungszeitraum (Monat/Jahr); Auftragssumme; Kurzbeschreibung der Maßnahme; Stichwortartige Benennung des ausgeführten maßgeblichen Leistungsumfanges(Anzahl Brunnen, Förderraten, Schadstoffbelastungen des Rohwassers); Zahl der hierfür durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer,
2. Eigenerklärung über die technische Leitung (Projektleiter AN und Stellvertreter) oder die technischen Stellen, unabhängig davon, ob sie dem Unternehmen angeschlossen sind oder nicht, und zwar insbesondere über diejenigen, die mit der Qualitätskontrolle/Eigenüberwachung beauftragt sind,
3. Beschreibung der vorgesehenen Technologie in Form eines Anlagenkonzeptes für die Grundwasseraufbereitungsanlage. Folgende Inhalte sind beim Technologie- und Anlagenkonzept zu berücksichtigen: Platzbedarf und ETA/MSR, Nachweis zur Eignung der bestehenden Aufstellfläche und Infrastruktur; Reinigungstechnologie einschließlich R&I-Fließbild gemäß DIN 10628, konkreter Nachweis der Eignung mit Bezug zur Grundwasserbeschaffenheit der Messstellen P 15 und P 18 unter Berücksichtigung der in Anlage 2 der vorliegenden Vergabeunterlagen zur Verfügung gestellten Analysenergebnisse, inkl. der Milieu- und Vor-Ort-Parameter, anorganischen und organischen Parameter. Der Nachweis muss plausibel, bspw. rechnerisch, mit Angabe der relevanten Einflussfaktoren geführt werden. Dimension, Nachweis der Eignung mit Bezug zu dem vorgegebenen Mindest- und Maximalvolumenstrom (Rohwasser und Reinwasser). Modularer Aufbau, Nachweis einer prinzipiell möglichen Nachrüstung zusätzlicher Komponenten (bspw. zur Entfernung von Leicht- und/oder Schwerphase), bzw. auch zur Erhöhung der Anlagenkapazität (Durchsatz/Gesamtförderrate) oder zur Außerbetriebnahme von Einzelkomponenten. Sicherheitsvorkehrungen, Nachweis der Eignung mit Bezug zu technischen Regelwerken, DIN- und/oder EN-Normen.
Los 2:
1. Referenzen des Bieters zu mindestens drei vergleichbaren Leistungen (Definition vergleichbarer Leistungen siehe unten) in den letzten 10 Jahren (ab 2010),
2. verbindliche Benennung aller Projektteammitglieder mit Angabe ihrer Funktion im Auftragsfall,
3. Erklärung zur Verfügbarkeit der einzusetzenden Mitarbeiter auf Anforderung des Auftraggebers (hierzu ist das in Anlage 5 beiliegende Muster zu verwenden).
Als vergleichbare Leistungen werden solche anerkannt, bei denen der Bieter die hydraulische Sicherung oder Sanierung eines Lösungsmittelschadens fachlich begleitet und dokumentiert (hat). Ebenso werden Grundwasserüberwachungen von LHKW-Schäden als vergleichbar anerkannt, wenn diese eine gutachterliche Bewertung einschließen. Dies ist durch detaillierte Angaben (Objektbezeichnung, Leistungszeitraum, Auftraggeber/Ansprechpartner mit Telefonnummer; Angaben zur ausgeführten Leistung) mit dem Angebot einzureichen.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:
Los 1:
Mindestens zwei gleichartige Referenzprojekte unter Einhaltung folgender Mindeststandards: Anlage zur Behandlung von Grundwasser, (An-)Steuerung von mindestens 1 Entnahmebrunnen; tatsächlicher Durchsatz mindestens 1,5 m/h; Rohwasserbelastung von mehr als 2 000 μg LHKW/l über mindestens 6 Monate, Fernüberwachung mit Erfassung der Durchflussrate(n) und des Grundwasserstands in dem/den Förderbrunnen; Nachweis einer gültigen Akkreditierung des für die Eigenüberwachung vorgesehenen Labors nach DIN EN ISO/IEC 17025 zur Bestimmung von LHKW inkl. Vinylchlorid im Wasser und in der Luft; Nachweis akkreditiertes Analyseverfahren für LHKW: DIN EN ISO 10301: 1997-08 (F4), Dampfraumanalyse (oder gleichwertig).
Los 2:
1. Nachweis einer gültigen Akkreditierung des vorgesehenen Labors nach DIN EN ISO/IEC 17025 zur Bestimmung von LHKW inkl. Vinylchlorid im Wasser und in der Luft; Nachweis akkreditiertes Analyseverfahren für LHKW: DIN EN ISO 10301: 1997-08 (F4), Dampfraumanalyse (oder gleichwertig),
2. Nachweisunterlagen für die Sachkunde nach DGUV Regel 101-004/TRGS 524,
3. Nachweis über die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen zur Grundwasserprobenahme nicht älter als 3 Jahre.