Kurze Beschreibung
Die produktionstechnischen Institute der Leibniz Universität Hannover sowie angeschlossene Einrichtungen wie das Institut für Integrierte Produktion Hannover und das Laser Zentrum Hannover planen am Standort Hannover – Garbsen einen Forschungsneubau, um für Großbauteile oder Anlagen aus u. a. der Luftfahrt, Schifffahrt oder der Windenergiebranche wirtschaftliche Fertigungen zu entwickeln. Ziel ist es, die technologischen und wirtschaftlichen Prozessgrenzen bei der Großbauteilefertigung zu erweitern, um einen Beitrag zur Standortsicherung dieser Branchen in Deutschland leisten zu können.
Der geplante Forschungsbau am Standort am PZH ist damit unmittelbar angegliedert an die bestehenden Forschungseinrichtungen der Fakultät für Maschinenbau am Standort Garbsen.
Der Forschungsneubau steht als eigenständiger Baukörper in Verlängerung mit den auf der Liegenschaft bereits bestehenden Gebäuden des Produktionstechnischen Zentrums Hannover (PZH).
Wie auch die bestehenden Versuchshallen des PZH, ist der Neubau ein rechteckiger Baukörper. Dieser besteht aus einem nördlichen dreigeschossigen Kopfbau, der den Haupteingang, Büroräume und Labore beherbergt, und einem großen Versuchshallen- Bereich, der sich aus drei Hallenschiffen zusammensetzt. Die beiden äußeren Hallenschiffe haben eine lichte Höhe unter Kranhaken von 10 m, d er mittlere Hallenbereich hat eine lichte Höhe unter Kranhaken von 5 m. Darüber befindet sich im 2. OG in Nord- Südrichtung des Gebäudes ein großräumiger Bürobereich. Die Gebäudeteile sind bis auf einige abgesenkte Grubenbereiche nicht unterkellert.
Kopfbau:
Rechteckiges Gebäude, d as im Erdgeschoss Forschungsflächen und in den Obergeschossen Büroräume sowie Besprechungsräume vorsieht.
Versuchshalle:
Beinhaltet Versuchsflächen mit entsprechenden Versuchseinrichtungen und Maschinen zur Darstellung von Fertigungs – und Montageprozess Schritten sowie neu entwickelter Gerätetechnik. Im mittleren Hallenschiff ist Angrenzend an den Kopfbau zusätzlich ein Strahlenschutzraum mit unmittelbar angrenzenden Funktionsräumen verortet.
Tragwerk:
Der Hallenbereich ist als Skelettbau mit Stahlbetonstützen und Stahlbeton – Dachbindern bzw. Deckenunterzügen geplant. Das Stützenraster beträgt 6,25 m. Die Dachüberdeckung erfolgt mittels Trapezblech.
Der Kopfbau wird in Massivbauweise ausgeführt mit Wänden und Flachdecken aus Stahlbeton.
Die Gründung des Kopfbaus erfolgt auf einer 60 cm dicken, durchlaufenden Bodenplatte.
Die 35 cm dicke Bodenplatte der Halle wird von der Gründung der Fertigteilstützen entkoppelt. Die Fertigteilstützen werden auf Einzelfundamenten gegründet.
Fassade:
Der Skelettbau der Halle erhält eine einheitliche Gebäudehülle aus gekanteten Blechelementen mit einer Geschosshöhen, hochwetterfesten Beschichtung in metallischer Optik.
Abwechselnde Kant – Geometrien in den Geschossen und Gebäudeseiten mit horizontal durchlaufenden Profilen auf Geschosshöhe strukturieren hierbei die Fassade. Die Unterkonstruktion der Blechelemente im Hallenbereich besteht aus hinterlüfteten gedämmten Stahlblechkassetten.
Im Kopfbau besteht die Fassadenbekleidung aus hinterlüfteten Blechelementen vor einer mineralischen Wärmedämmung. Die Fassadenelemente werden auf einer UK befestigt.
Die Belichtung erfolgt über teilweise brüstungshohe Fensterbänder bzw. PR- Fassaden.
Abmessungen:
Gesamtgebäude:
Breite: ca. 6 5 m
Länge: c a. 75 m
Höhe: c a. 1 4,50 m über OK FFB EG (A ttika über OG 2)
Die Geschosshöhen im Kopfbau betragen ca. 4,90 m im EG sowie ca. 4,20 m in den Obergeschossen.
BGF gesamt ca. 9 182 m
Größe Baufeld ca. 13 500 m
Gebäudehöhen:
Die Höhenangaben in den Plänen beziehen sich auf einen Höhepunkt:
Kopfbau / H alle: O KFF EG 0,00 = 50,80 ü NN.