Beschreibung der Beschaffung
Der Innenarchitekt (hier „Bibliotheksplaner" genannt) soll die Fachplanung sowohl der Stadtbücherei, als auch der Gestaltung und Möblierung der weiteren multifunktionalen Flächen der Gemeinbedarfseinrichtung übernehmen. Für die Einrichtung der Verwaltungsbüros wird in großen Teilen auf vorhandene Möbel und Lieferverträge zurückgegriffen, so dass hier nur in Bezug auf ggf. neue Anordnungen im Raum Empfehlungen auszusprechen sind.
Der „Bibliotheksplaner" hat unter Berücksichtigung der Vorgaben der bereits bei der Stadt Lünen bestehenden Projektgruppe und des architektonischen Entwurfs für die Immobilie sowie der weiteren Fachplanungen die Leistung Innenarchitektur zu erbringen und diese in die Gesamtplanung zu integrieren. Hierbei sollen für die neue Stadtbücherei neben den klassischen Bereichen der Ausleihe von Medien und deren Präsentation, vorrangig die Funktionen Aufenthalt und Begegnung (Bibliothek als Dritter Ort), Lernen und Ausprobieren (Bibliothek als Ort des Lebenslangen Lernens), sowie Veranstaltungen (Bibliothek als Ort der kulturellen Bildung) realisiert werden. Dabei ist ein konfliktfreier Betrieb der gesamten Gemeinbedarfseinrichtung, sowohl mit der Funktionalität der Bücherei im Sinne eines dritten Ortes und den multifunktional nutzbaren weiteren Räumlichkeiten (Treffpunkt für Aktivitäten und Veranstaltungen) sicherzustellen. Es ist von 50.000 Medieneinheiten in der Bibliothek auszugehen, mit einem Magazin (Lagerfläche im Tiefgeschoss) von ca. 75 qm.
Zu den Aufgaben des „Bibliotheksplaners" gehören im Detail folgende funktionale und gestalterische Themen:
— Berücksichtigung des Bibliothekskonzeptes der Stadtbücherei Lünen vom 24.08.2018 als Planungsvorgabe für die Planungsbeteiligten;
— Gestalterische und organisatorische/funktionale Gesamtkonzeption der Innenräume des Erdgeschosses und eines neu zu errichtenden Raums im Obergeschoss (Empore);
— Erarbeiten eines Farb- und Materialkonzeptes und Abstimmung mit dem Kernprojektteam und dem Architekten;
— Beleuchtungskonzept (keine Lichtplanung) mit Auswahl/gestalterischer;
Beratung zu Beleuchtungssystemen abgestimmt auf das Gesamtkonzept der Innenräume
— Überprüfen und Abstimmen von Deckenspiegeln und Wandabwicklungen der Planungsbeteiligten;
— Berücksichtigung von Brandschutzkonzept und Raumakustik sowie energetische Anforderungen;
— Entwicklung eines barrierefreien Konzepts;
— Teil A Sondermöbel Gemeinbedarfseinrichtung (wie ein Allinone Informations-/Empfangstresen, mobiler Kaffeetresen, Einrichtung des trennbaren Multifunktionsraumes);
— Teil B Sondermöbel Bibliothek (wie ein Gaming-Bereich, Arbeitsbereiche;
— Empore, ggf. mit Standardmöbeln möglich, intelligentes Regal zur Selbstverbuchung, Außenrückgabe) sowie Standardmöbel (kommunikative Sitzlounge, Arbeitsbereiche für die Bibliotheksnutzer, Kinderecke, Zeitschriftenregal mit Lesebereich).
— Erstellung eines multimedialen Konzeptes für die Konferenz- und Präsentationstechnik (Audiovisuelle Medientechnik) in dem alle Komponenten zu einem vollständigen System verschmelzen;
— Die Multimedia-Konzeption soll mit den anderen zu entwickelnden Konzepten (Beleuchtung, Sondermöbel Bibliothek, Gesamtkonzept der Innenräume usw.) harmonieren und die Bedürfnisse und Ambitionen der Einrichtung widerspiegeln;
— Das Multimedia-Konzept ist in Zusammenarbeit mit dem Kernprojektteam und dem Architekten zu entwickeln;
— Die technische Ausgestaltung, d. h. Kabelwege, Zuleitungen, Schaltkreise etc. liegt zwar in der Verantwortung des Fachingenieurs für Elektro- und Nachrichtentechnik, die Vorgaben sollen aber durch den Bibliotheksplaner erarbeitet werden.
Der Innenarchitekt soll die künstlerische Leitung über die folgenden Bereiche erhalten:
— Außenwandbekleidung innen;
— Innentüren und -fenster;
— Innenwandbekleidungen und Wandabwicklungen;
— Elementierte Innenwände;
— Deckenbeläge – Oberböden;
— Deckenkleidungen – Oberflächenqualitäten und Deckenspiegel;
— Dachbekleidungen – Oberflächenqualitäten und Deckenspiegel.