Beschreibung der Beschaffung
Das Kurfürstliche Schloss in Koblenz wurde Ende des 18. Jahrhunderts erstellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Schlossanlage zum Teil bis auf die Grundmauern zerstört. Beim Wiederaufbau in den 50er Jahren wurde sie äußerlich nach den alten Plänen mit moderner Innengestaltung in dem damaligen Stil wieder aufgebaut. Lediglich im Mittelbau (Hauptgebäude) wurden das repräsentative Treppenhaus, das Vestibül, der Gardesaal und der Gartensaal rekonstruiert. Die Zirkularbauten (Nord und Süd) entstanden in schlichten, modernen Formen wieder und behielten nur den Grundriss der Erbauungszeit bei.
Das Schloss befindet sich im Eigentum der BImA und dient zurzeit, u.a. auch dem Eigentümer, als Bürogebäude. Der mittlere Teil des Hauptgebäudes ist langfristig an die Koblenz Touristik vermietet (zurzeit bis 2040). Das Gebäude ist ein Teil des von UNESCO ausgezeichneten Weltkulturerbes „Oberes Mittelrheintal“ und steht unter Denkmalschutz.
Ziel der Maßnahme ist es die Zirkularbauten Nord -BRI von ca. 30 330 m, und Süd -BRI von ca. 32 150 m umzubauen und zu modernisieren, sowie die Außenhülle des Hauptgebäudes (Fassade, Fenster, Dach)-BRI von ca. 126 000 m zu sanieren. Dabei sind die Dächer des kompletten Gebäudes vorrangig zu bearbeiten.
U.a. sind folgende Besonderen Leistnungen sind zu erbringen:
— Nachweise zum konstruktiven Brandschutz,
— Vorgezogene prüfbare u. für die Ausführung geeignete Berechnungen wesentl. tragender Teile,
— Nachweis zur Erdbebensicherung (vereinfachter und/oder genauer rechnerischer Nachweis),
— Entwurf u. statische Berechnung der notwendigen Sicherungsmaßnahmen von Bauzuständen,
— Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks auf Übereinstimmung mit den geprüften techn. Unterlagen,
— Ingenieurtechnische Kontrolle der Baubehelfe,
— Mitwirken bei der Überwachung der Ausführung der Tragwerkseingriffe,
— Örtliches Überprüfen von Planungsdetails an der vorgefundenen Substanz und Bearbeitung der Planung bei Abweichungen von den ursprünglichen Feststellungen,
— Festlegen eines Begehungsprogramms für die regelm. Begehungen des Bauwerks nach RÜV.
Die Gesamtkosten für die Kostengruppen 200-600 betragen ca. 47 105 000 EUR brutto.
Für die Bauabschnitte sind folgende Termine geplant:
1. Zirkularbau Nord, Baubeginn: 05/23, Fertigstellung: 02/25,
2. Technik (untergebracht im UG des Hauptgebäudes, sowie den UGs der Kopfbauten der Zirkulargebäude), Baubeginn:09/23, Fertigstellung: 08/24,
3. Zirkularbau Süd, Baubeginn: 06/25, Fertigstellung: 03/27,
4. Außenhülle Hauptgebäude, Baubeginn: 06/25, Fertigstellung: 03/27.
Für den Baubetrieb werden die Zirkularbauten leergeräumt, das Hauptgebäude bleibt belegt.
Die erste Leistungsstufe ist bis 30.9.2021 zu erbringen, vorbehaltlich der weiteren Entwicklung aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage. Zum jetzigen Zeitpunkt soll in jedem Fall die Fertigstellung des Projekts bis zum 30.6.2027 erfolgen.