Kurze Beschreibung
Die Klärschlamm-Kooperation Mecklenburg-Vorpommern (KKMV), bestehend aus 17 öffentlichrechtlichen Mitgliedern, hat sich für eine Klärschlammentsorgungsstrategie entschieden, die einen Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Verwertung und der externen Mitverbrennung und eine Umstellung auf eine 100 % eigene thermische Verwertung vorsieht.
Zu diesem Zweck soll eine Klärschlammverwertungsanlage (KVA) in unmittelbarer Anbindung zum Klärwerk Rostock Bramow (Zentralkläranlage, ZKA) errichtet werden, in der die Klär-schlämme der Kooperation verbrannt werden.
Die in der neuen KVA thermisch zu verwertenden Klärschlammmengen belaufen sich jährlich auf gut 85 000 Mg OS bei durchschnittlich etwa 26 % TS. Sie setzen sich zusammen aus ca. 67 500 Mg mechanisch entwässerten Klärschlämmen von Mitgliedern der KKMV und ca. 10 000 Mg Fremdschlämmen zwischen 22 und 24 % TS, sowie knapp 7 600 Mg OS solargetrockneten Klärschlämmen aus abwärmeunterstützten Solartrocknern von drei Mitgliedern der KKMV mit etwa 65 % TS. Die KVA soll weitgehend automatisiert betrieben werden können und eine Verfügbarkeit von 8 000 h/a aufweisen.
Die KVA wird als Energieerzeuger und -verbraucher in das zukünftige Energiekonzept für den Gesamtstandort des Klärwerkes Rostock Bramow integriert. Im Besonderen soll dieses Ziel mittels einer Wärmeauskopplung aus dem Prozess in das städtische Fernwärmenetz realisiert werden.