Beschreibung der Beschaffung
Folgendes Vorhaben soll umgesetzt werden:
Auf Grundlage der DAfStb-Richtlinie (Oktober 2001; Ersatz Gelbdruck DAfStb-Richtlinie Oktober 2018-06-18), soll die baukonstruktive Sanierung (Betoninstandseztung) der Betonbauteile in allen Ebenen, wie Decken, Wände, Stützen, Unterzüge, Rampen, Brüstungen u. Dachdeck umgesetzt werden. Es ist eine etagenweise Instandsetzung unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit in Teilabschnitten zu planen.
In dem Zuge sollen dann auch weitere Teilmaßnahmen erfolgen, welche bauseits durch andere Fachplaner betreut werden, wie in der Folge aufgeführt: Modernisierung der Beleuchtung einschl. Sicherheitsbeleuchtung u. Umrüstung auf LED, Schaffen einer Mastbeleuchtung auf dem Dachdeck. In diesem Zuge die Ertüchtigung des Blitzschutzes. Bei Bedarf die Erneuerung der Eingangs- u. Treppenhaustüren. Weiterhin ist die Schaffung einer Ladeinfrastruktur für Elektroautos geplant.
Ziel der umfassenden Sanierungen ist die Sicherstellung der Weiternutzung als öffentlich zu nutzendes Parkhaus.
Es ist eine konventionelle Betoninstandsetzung zu planen. Dabei sind alternative Sanierungsmethoden, wie der Kathodische Korrosionsschutz mit u. ohne Fremdstrom zu betrachten u. sinnvoll in die Sanierung mit einzubeziehen. Kostengegenüberstellung KKS zur herkömmlichen Sanierungsmethode einschl. der Instandhaltungskosten auf die Restnutzungsdauer.
Betontechnische Untersuchungen haben stattgefunden, die Ergebnisse können zur Verfügung gestellt werden (vergleiche Ziffer 2.3 des Verfahrensbriefes). Alle darüber hinaus gehenden erforderl. Betonuntersuchungen, der KKS, die Potentialfeldmessungen, der Statiker einschließl. statisch geprüfter Abstützkonzeption u. planungsbegleitende Laboruntersuchungen sollen Bestandteil der Planungsaufgabe sein.
Weitere wichtige Bestandteile der Planungsaufgabe sind:
— Ausführungs- u. Detailplanung für die Betonsanierungsarbeiten,
— Verkehrssicherungsplan mit Ampelverkehr,
— (Konzept)Sanierungstakte,
— Baustelleneinrichtungsplan,
— Baustrom-Bauwasserplanung,
— Schadstoffuntersuchungen der bestehenden Anstriche, Dehnfugen, Beschichtungen,
— komplette Dokumentation der Sanierungsarbeiten,
— Entsorgungskonzept der ausgebrachten Materialien mit Nachweis.
Weitere Leistungsaufgabe ist die Koordination der vom AG zu beauftragenden Fachplaner u. Ing-Büros in allen Leistungsphasen wie z. B. für Elektro, Lüftung, Sicherheitsbeleuchtung, Beleuchtung, Blitzschutz, Vermessungsingenieur, Regenwasser u. Sigeko.
Während der Sanierung soll das Parkhaus nicht geschlossen werden, sondern wegen des starken öffentlichen Interesses ein Teilbetrieb von ca. 50 % aufrechterhalten werden. Weiterer Bestandteil ist die Koordination der Umstellung der festen Dauermietplätze (170 Dauermietkunden mit 200 Stellplätzen).
Deshalb ist eine etagenweise Instandsetzung unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit in Teilabschnitten zu planen. Hierzu ist zwingend ein Verkehrssicherungsplan erforderlich.
Das Parkhaus dient im Kellergeschoß als Zulieferungszone für die großen Verkaufsstellen, wie z. B. REWE, Bio Frischemarkt, KIK und Budnikowski. Das ist vertraglich zugesichert und muss gewährleistet bleiben.
Auf dem Dachdeck gibt es eine Anbindung an das sich daneben befindliche Büro- u. Ärztehaus. Diese barrierefreie Anbindung ist während der Bauphase sicherzustellen.
Auf der Ebene über der Einfahrtsebene gibt es einen Übergang zu einer Fußgängerbrücke. Diese Anbindung ist während der Bauphase sicherzustellen.
Im KG befindet sich eine Grundwasserdrainage. Es sind entsprechende Vorkehrungen während der Sanierung zu treffen, damit kein belastetes Abwasser in den Sammelschacht gelangt.