Beschreibung der Beschaffung
Das Grundwasser in den Projektgebieten ist in unterschiedlicher Intensität von gering bis erheblich mit Schadstoffen belastet. Die Kontaminationssituation ist einerseits geogen bzw. bedingt durch den ehemaligen Braunkohlenbergbau stark von Eisen und Sulfat geprägt. Insbesondere die Sulfat-Konzentrationen bedingen überwiegend ein betonaggressives Grundwasser. Andererseits ist das Grundwasser durch die frühere industrielle Tätigkeit des ehemaligen Chemiekombinates Bitterfeld auch mit chemietypischen Schadstoffen belastet.
Sämtliche Leistungen sind nach dem Qualitätsplan des Auftraggebers „Vorgaben zur qualitätsgerechten Durchführung von Wasserstandsmessungen und Probennahmen an Grund- u. Oberflächenwassermessstellen sowie an Brunnen und Anlagen“ umzusetzen. Für Grundwasserprobennahmen ist eine digitale Aufzeichnung aller Messgrößen (Vor-Ort-Parameter Grundwassermilieu und Abpumphydraulik) im Echtzeitbetrieb unter Verwendung eines dafür geeigneten Systems umzusetzen.
1. Wasserstandsmessungen an Grundwassermessstellen Stadtsicherung Bitterfeld:
Minimale Reaktionszeit für Sondermessungen: 24 h gemäß Anforderung Auftraggeber
— wöchentliche Wasserstandsmessungen: an 23 GWMS jeweils innerhalb 1 Arbeitstag und gleicher Wochentag,
— monatliche Wasserstandsmessungen: an 88 GWMS jeweils innerhalb 1 Arbeitstag gemeinsam mit den wöchentlichen Wasserstandsmessungen jeweils in der letzten vollständigen Monatswoche gemäß Vorgaben Auftraggeber,
— jährliche Wasserstandsmessungen: an 4 GWMS jeweils innerhalb 1 Arbeitstag gemeinsam mit den wöchentlichen und monatlichen Wasserstandsmessungen, Ausführung mit Tiefenlotung an allen Messstellen, jeweils in der letzten vollständigen Monatswoche des Novembers gemäß Vorgaben Auftraggeber.
2. Probennahmen Stadtsicherung Bitterfeld:
Minimale Reaktionszeit für Sondermessungen Grundwassermessstellen: 48 h;
Minimale Reaktionszeit für Sondermessungen Oberflächenwassermessstellen, Einleitungen, Brunnen und Anlagen: 2 h (innerhalb der üblichen Arbeitszeiten);
Gemäß Anforderung Auftraggeber einschließlich Abstimmung des Auftragnehmers mit dem Labor zur Bereitstellung bzw. Vorhaltung und Abholung Flaschensätze
Grundwassermessstellen:
— halbjährliches Monitoring: an 80 GWMS im Juni und 61 GWMS im Dezember jeweils innerhalb von 3 zusammenhängenden Arbeitswochen
Oberflächenwassermessstellen und Einleitungen:
— monatliches Monitoring: an 8 OFWMS Fließgewässer (jeweils innerhalb eines Arbeitstages, donnerstags, ca. Monatsmitte gem. konkreter Vorgabe Auftraggeber), an 6 Einleitungen der Grundwasserhebungen in die Fließgewässer (jeweils innerhalb des Arbeitstages des monatlichen Monitorings Oberflächenwasser),
— halbjährliches Monitoring: an 3 Einleitungen zusätzlich zum monatlichen Monitoring Einleitungen (Friedhof, a 10, Klinikum; jeweils innerhalb des Arbeitstages des monatlichen Monitorings Oberflächenwasser).
Brunnen und Anlagen:
— wöchentliches Monitoring: an 1 Anlagenzu- und 1 Anlagenablauf Grundwasserreinigungsanlage Bergmannshof (Hahnprobe; jeweils donnerstags),
— quartalsweises Monitoring: an 9 Brunnen (Hahnprobe; jeweils Monatsmitte), an 3 Pumpwerken Bergmannshof/Annahof (Schöpfprobe; jeweils Monatsmitte),
— halbjährliches Monitoring: an 4 Brunnen zusätzlich zum quartalsweisen Monitoring Brunnen (Hahnprobe; gemeinsam mit den Brunnen des quartalsweisen Monitorings).
Teufenorientierte Probennahmen am Großen Goitzschesee:
— jährlich an 11 Messpunkten Ende September unter Berücksichtigung Witterungsverhältnisse zur Umsetzung der Messungen und in Abstimmung mit dem Auftraggeber (Durchführung innerhalb eines Arbeitstages).
3. Probennahmen Park der Chemiearbeiter
Minimale Reaktionszeit für Sondermessungen Grundwassermessstellen: 48 h;
Minimale Reaktionszeit für Sondermessungen Brunnen und Anlagen: 2 h (innerhalb der üblichen Arbeitszeiten);
Gemäß Anforderung Auftraggeber einschließlich Abstimmung des Auftragnehmers mit dem Labor zur Bereitstellung bzw. Vorhaltung und Abholung Flaschensätze
Grundwassermessstellen:
— halbjährliches Monitoring: an 10 GWMS im Juni und im Dezember jeweils innerhalb 1 Arbeitswoche
Brunnen und Anlagen:
— zweimal pro Monat (ca. 14-täglich, jeweils Monatsanfang und -ende) an 1 Pumpenschacht (Hahnprobe).
Zur Dokumentation der Arbeiten sind folgende Unterlagen an den Auftraggeber zu übergeben:
— Tagesbericht (digital),
— Wochenbericht Wasserstandsmessungen (digital),
— Wochenbericht Probennahmen (digital),
— Quartalsbericht: Zusammenstellung aller Unterlagen und Ergebnisse der Tages- und Wochenberichte zu den Probennahmen und Wasserstandsmessungen in digitaler Form und 1 fach in Papierform.