Beschreibung der Beschaffung
II.2.4) Beschreibung der Beschaffung:
(Art und Umfang der Bauarbeiten, Lieferungen oder Dienstleistungen bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen).
Der Auftrag umfasst folgende Ingenieurleistungen:
Die Bundesrepublik Deutschland vertreten durch das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Land Baden- Württemberg, vertreten durch die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH beabsichtigt den 6-streifigen Ausbau eines ca. 30,76 km langen Streckenabschnittes der BAB 61 zwischen dem Autobahnkreuz Frankenthal und der Landesgrenze Rheinland-Pfalz/Baden-Württemberg.
Es handelt sich um ein ÖPP-Projekt, welches in 2 Abschnitte gegliedert ist. Abschnitt A beinhaltet den Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz Frankenthal und dem Autobahnkreuz Mutterstadt, Abschnitt B beinhaltet den Ausbau zwischen Autobahnkreuz Mutterstadt und der Landesgrenze Rheinland-Pfalz/ Baden-Württemberg.
Die beiden Abschnitte werden getrennt vergeben. Diese Leistungsbeschreibung beinhaltet den Abschnitt A (Projis-Nr. 0791013430).
Für den Abschnitt liegt ein Planfeststellungsbeschluss vom 20.11.2014 vor, der Bestandskraft hat. Die Ergebnisse und Auflagen aus dem Planfeststellungsbeschluss sind zu berücksichtigen.
Gegenstand der Leistungsbeschreibung ist die Erstellung der anteiligen Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 nach § 47 HOAI) und anteiligen Ausführungsplanung (Leistungsphase 5 nach § 47 HOAI) sowie Besonderer Leistungen unter Berücksichtigung der aktuellen Richtlinien für einen grundhaften Ausbau des Gesamtquerschnitts. Grundlage für die Leistung sind die Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie die Auflagen des Planfeststellungsbeschlusses Beschreibung der Verkehrsanlage.
Als Planungsgrundlage stehen die Unterlagen des Planfeststellungsbeschlusses vom 20.11.2014 für den 6-streifigen Neubau zur Verfügung. Die Planung wurde auf der Basis der mittlerweile nicht mehr gültigen Regelwerke (RAS-Q, RAS-L, RAS-K, RStO 01, RPS 89) erstellt. Die Unterlagen des Planfeststellungsbeschlusses liegen sowohl als Scan mit Planfeststellungsstempel als auch als PDF ohne Planfeststellungsstempel vor. Maßgebend sind allein die gestempelten Unterlagen.
Das Objekt wird gemäß HOAI Objektliste Verkehrsanlagen der Honorarzone III zugeordnet (Außer-örtliche Straßen mit besonderen Zwangspunkten oder in bewegtem Gelände).
Im Planungsbereich befinden sich u.a. folgende Objekte, die Bestandteil der Planung Verkehrsanlage sind:
— Autobahnkreuz Frankenthal, A 6 (km 351+040):
Das Kreuz Frankenthal verknüpft die A 61 mit der A 6 in Richtung Saarbrücken und Mannheim. Bedingt durch den Anbau des 3. Fahrstreifens an der durchgehenden Strecke müssen Aus- und Einfädelstreifen um Fahrstreifenbreite nach außen verlegt werden und an die vorhandenen Anschluss-äste angepasst werden.
— Die in den vorliegenden Planunterlagen nachrichtlich dargestellte Erweiterung der Rastplätze „Auf dem Hahnen" und „Auf dem Hirschen" (km 354+500 bis 355+000) wurde zwischenzeitlich realisiert. Bedingt durch den Anbau des 3. Fahrstreifens an der durchgehenden Strecke müssen Aus- und Einfädelstreifen um Fahrstreifenbreite nach außen verlegt werden und an die vorhandenen Anschlussäste angepasst werden. Weiterhin ist die geänderte Bestandssituation in der Ausführungsplanung darzustellen.
— Autobahnkreuz Ludwigshafen, A 650 (km 359+587,5):
Das Kreuz Ludwigshafen verknüpft die A 61 mit der A 650 in Richtung Bad Dürkheim und Ludwigshafen. Das AK Ludwigshafen wird 6-streifig ausgebaut, die Schleifenrampen aller Quadranten werden aus Gründen der Fahrsicherheit verändert. Die Trassierung der Verbindungsrampen in den Einfahrbereichen zur A 61 wird verändert. In den Ausfahrbereichen der A 61 werden die Fahrzeug-ströme Richtung Bad Dürkheim bzw. Richtung Ludwigshafen jeweils über eine neu herzustellende Verteilerfahrbahn geführt. Die Kreuzungsbauwerke bleiben baulich unverändert.
— Die Rastplätze „Bobelach" und "Sandberg" (km 361+000 bis km 361+700, Unterlage 7.1, Blatt 12) werden voraussichtlich entgegen dem Planfeststellungsbeschluss Kapitel C, II.2 a) nicht rückgebaut. Es ist vielmehr eine Erweiterung der Anlagen angedacht, diese Planungsleistung ist nicht Bestandteil dieser Leistungsanfrage. Bedingt durch den Anbau des 3. Fahrstreifens an der durchgehenden Strecke müssen Aus- und Einfädelstreifen um Fahrstreifenbreite nach außen verlegt werden und an die vorhandenen Anschlussäste angepasst werden. Die Planung der Aus- und Einfädelstreifen (voraussichtlich abweichend zu den Planunterlagen) ist Bestandteil dieser Leistungsanfrage.
— Autobahnkreuz Mutterstadt, A 65 (km 363+543):
Das Kreuz Mutterstadt verknüpft die A 61 mit der A 65 in Richtung Neustadt/Weinstraße und Ludwigshafen. Das AK Mutterstadt wird im Zuge der Autobahnverbreiterung 6-streifig ausgebaut. Die durchgehenden Richtungsfahrbahnen werden unter Mitbenutzung der Trennstreifen um jeweils eine Fahrspur ergänzt. Zur Verbesserung der Fahrsicherheit werden die Schleifenrampen aller Quadranten ebenfalls angepasst. Die Beschleunigungsspur von der A 65 in Richtung Speyer wird mit der Ausfädelungsspur der neuen Anschlussstelle A 61/L 530 zu einer durchgängigen Spur verknüpft. Die Ausfahrt von Koblenz Richtung Ludwigshafen wird über eine neu herzustellende Ver teilerfahrbahn geführt.
— Anschlussstelle A 61/L 530 (km 364+200):
Unmittelbar südlich des AK Mutterstadt war zum Zeitpunkt der Planfeststellung eine neue Anschlussstelle zur Anbindung der L 530 (im Verlauf zwischen Mutterstadt und Dannstadt) an die A 61 geplant. Diese Planung war nicht Bestandteil dieser Maßnahme, die Darstellung erfolgte nachrichtlich. Nach der vorliegenden Planung wird die Anschlussstelle zweihüftig ausgebildet, wobei die Rampen mit Kreisverkehrsplätzen an die L 530 angeschlossen werden. Für den nachrichtlich dargestellten Neubau der Anschlussstelle kann das vorhandene Überführungsbauwerk der L 530 (BW 6515 508) bestehen bleiben. Beim zeitlich später erfolgenden Ausbau der A 61 auf 6 Fahrstreifen muss das Bauwerk zur Aufnahme der zusätzlichen Fahrspuren erneuert werden.
Zwischenzeitlich ist die Anschlussstelle realisiert worden. Die Ausführungsplanung ist an die geänderte Bestandssituation anzupassen.