Beschreibung der Beschaffung
Die Einführung einer unternehmensweiten IT-Lösung für das Workforcemanagement mit hochflexibler Disposition (Einsatzplanung), um mit den abnehmenden Eigenressourcen den Netzbetrieb inkl. bauunterstützender Tätigkeiten gewährleisten zu können.
Die Digitalisierung betrifft folgende Prozessabläufe:
Wartung/Instandsetzung/Inspektion und Umbau der Infrastruktur:
Erstellung von Aufträgen zur Durchführung von Maßnahmen der Wartung, Inspektion, Instandsetzung und des Umbaus, Disposition der Aufträge auf unternehmensinterne Ressourcen oder Ressourcengruppen, Auftragsbearbeitung unter Nutzung von mobilen Endgeräten, Rückmeldung, Prüfung/Freigabe und Verbuchung auf Aufträge.
Meldung und Bearbeitung von Störungen:
Zentrale Erstellung und Disposition von Aufträgen zur Störungsbeseitigung sowie spontane Meldung von Störungsaufträgen (Störmeldungen) im Rahmen der mobilen Auftragsbearbeitung (Wartung/Inspektion) bei Feststellen einer Störung vor Ort.
Rahmenbedingungen:
— SAP PM (EAM) ist als auftragsführendes System für alle relevanten Betriebsmittel gesetzt und wird zukünftig verbindlich im Standard eingesetzt,
— Stand 05-2020 ist geplant das aktuell laufende Vorprojekt SAP PM (EAM) – GIS bis Ende 2020 abzuschließen. Projektinhalt: Eindeutige Abgrenzung Datenhaltung SAP PM (EAM) inkl. Datenbereinigung – GIS, Aufbau der Assetstrukturen und Abb. der Checklisten,
— Für die auszuwählende WFM-Lösung gilt ebenfalls die möglichst umfassende Nutzung der vorhandenen Standardfunktionen. D.h. Individualentwicklung nur in begründbaren Ausnahmefällen,
— Die Marktrollen gMSB und wMSB (Zählermassenprozesse) sind von der Disposition ausgenommen. D. h. die Inspektion von Zähleranschlusskästen wird dem Bereich Instandsetzung zugerechnet,
— Anbieter werden nur berücksichtigt, wenn Sie eine SAP-Plattform basierte Lösung, eine SAP Integrationsschicht oder eine SAP-Standardschnittstelle anbieten,
— Im Rahmen der WFM-Einführung werden keine hautamtlichen Disponenten ausgeprägt. D.h. die Meister übernehmen in Personalunion auch die Rolle des Disponenten, was eine entsprechend benutzerfreundliche WFM-Lösung bedingt.
Bei der Anforderungsaufnahme wurde ein Use-Case basiertes Verfahren für die Rollen Monteur und Meister gewählt. Dabei wurde folgende Use-Cases definiert:
Für die Rolle Monteur:
1. Login,
2. Auftragsübersicht,
3. Orientierung und Auftragslokalisierung,
4. Zeiterfassung,
5. Auftrags-/Vorgangsbearbeitung,
6. IH-Meldung anlegen,
7. Anlagenhistorie,
8. Fotofunktion,
9. Diktierfunktion,
10. Synchronisation,
11. Kurzfristige Benachrichtigungen,
12. Intelligente Suche,
13. Auftragsunterbrechung,
14. Erfassung Betriebsmitteldaten,
15. Chatfunktion,
16. Logout,
17. Eigen-Dispatching (definierter Auftragsarten).
Für die Rolle Meister:
1. Erstellung Auslastungsplan,
2. Erstellung Grobterminplan,
3. Erstellung Wochen-/Tagesprogramm.