Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Ratzeburg ist ein Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums im Südosten Schleswig-Holsteins. Sie liegt im Kreis Herzogtum Lauenburg. Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von 3 030 ha auf der 14 588 Einwohner (Stand: 2. Quartal 2019) leben.
Die Stadt Ratzeburg wurde 2011 mit der Gesamtmaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ in das Städtebauförderungsprogramm „Kleine Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ aufgenommen.
Im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme soll die ehemalige Ernst-Barlach-Schule saniert und umgenutzt werden.
Die Ernst-Barlach-Schule liegt zentral auf der Altstadtinsel der Stadt Ratzeburg. Sie besteht aus zwei unterschiedlichen Gebäudeteilen. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude, das sich über 3 Vollgeschosse mit jeweils 10 Bestandsräumen sowie einem Keller- und Dachgeschoss erstreckt sowie zwei Anbauten von 1963 und den 1980er Jahren.
Die Ernst-Barlach-Schule inklusive Anbauten wird derzeit von der Stadt Ratzeburg als Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtung genutzt und steht unterschiedlichen Nutzergruppen zur Verfügung (z. B. Volkshochschule Ratzeburg, Kreismusikschule und das benachbarte Pestalozzi Förderzentrum im Hauptgebäude sowie KiTa, Angebote für Flüchtlinge und Teile des Stadtarchivs im Anbau). Zum Teil sind diese Nutzungen hier provisorisch untergebracht.
Ziel der Stadt Ratzeburg ist es, die Nutzung als Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtung weiter auszubauen und zu verstetigen. Gemäß den Zielsetzungen der Sanierung soll die Ernst-Barlach-Schule zu einem Bildungs- und Kulturzentrum für die Stadt Ratzeburg mit den Hauptzielrichtungen „Außerschulische Bildung – Kultur & Kreativität – Raum für bürgerschaftliches Engagement“ entwickelt werden.
Um die Nutzung der Ernst-Barlach Schule als Bildungs- und Kulturzentrum langfristig zu ermöglichen, bedarf es einer umfassenden Modernisierung und Instandsetzung des denkmalgeschützten Gebäudes.
Die Gebäudeteile der Anbauten sind als abgängig eingestuft worden und sollen mittel- bis langfristig in zwei Bauabschnitten rückgebaut werden.
Ein Anbauteil fungiert derzeit als Eingangsbereich für das Hauptgebäude. Es muss hier ein neuer, einladender Eingangsbereich geschaffen werden.
Neben der Modernisierung des Hauptgebäudes und dem Rückbau der Anbauten sind die Außenanlagen auf dem Gelände den entsprechenden Nutzungen zuzuordnen und gestalterisch aufzuwerten.
Gemäß den Zielsetzungen der Sanierung ist es dabei ein wichtiges Element, eine Durchwegung von der Stadtseite zum hinter der Ernst-Barlach-Schule gelegenen Kurpark und zum Küchensee zu schaffen.
Konkret werden folgende Planungsleistungen nach § 34 HOAI erwartet:
— Modernisierung und Instandsetzung des Hauptgebäudes, der denkmalgeschützten Ernst-Barlach-Schule in Ratzeburg,
— Schaffung einer neuen Eingangshalle für den Altbau.
Neben den Planungsleistungen zur Sanierung und Modernisierung der Gebäude sind noch folgende weitere Leistungen zu erbringen:
— Städtebauliche Konzeption für das Gesamtgelände: Die durch die geplanten Abbrüche der Anbauten entstandenen Freiflächen sollen weiterentwickelt werden. Hierbei sind Nutzungsalternativen aus städtebaulicher Sicht zu erarbeiten,
— Nutzungskonzept: Das vorhandene Nutzungskonzept soll weiterenwickelt und mit der Stadt Ratzeburg und den Akteuren abgesprochen werden,
— Vorbereitung und Durchführung eines Beteiligungsverfahrens: Im Rahmen der Städtebauförderung soll begleitend zur Planung eine Beteiligung stattfinden, um aktuelle Nutzer, potenzielle Nutzer sowie die Öffentlichlichkeit und zielgruppenspezifische Belange mit einzubeziehen.
Zeitablauf des Verfahrens:
Folgende geplante Termine liegen der Ausschreibung für die Vergabe der Planungsleistungen zugrunde:
Erste Phase (Bewerbungsphase):
Veröffentlichung Teilnahmewettbewerb: 1.7.2020
Ende der Teilnahmefrist: 3.8.2020, 12.00 Uhr
Frist zur Einreichung von Aufklärungsfragen 27.7.2020
Beantwortung rechtzeitig eingegangener
Aufklärungsfragen bis: 28.7.2020
Zweiten Phase (Angebotsphase):
Aufforderung zur Angebotsabgabe 24.8.2020
Frist zur Einreichung von Aufklärungsfragen 17.9.2020
Beantwortung rechtzeitig eingegangener
Aufklärungsfragen bis 18.9.2020
Ende der Angebotsfrist: 24.9.2020, 12.00 Uhr
Angestrebte Termine Bietergespräche: 12./13.10.2020
Angestrebter Termin zur Auftragserteilung: 4.11.2020
Angestrebter Vertragsbeginn: 4.11.2020.