Beschreibung der Beschaffung
Mit der Stiftung Stadtkultur soll das Gebäude des ehemaligen Theaters Karlshorst nun eine prozesshafte Umdeutung und schrittweise Reaktivierung erfahren. Mithilfe eines fortlaufenden Werkstattprozesses in Kooperation mit Partner/-innen aus Politik, Kultur- und Architekturszene sowie der Nachbarschaft erkundet die Stiftung 2019 Wege und Möglichkeiten einer neuen Identität für dieses Herzstück im Stadtquartier Berlin Karlshorst. Ziel ist es, das Gebäude in den kommenden Jahren als belebten und öffentlichen Ort zu entwickeln. Hierzu soll das Gebäude schrittweise instandgesetzt und über Zwischennutzungen wieder für ein breites Publikum geöffnet werden.
Das Gebäudeensemble besteht aus mehreren Gebäudemodulen, die künftig sowohl einzeln als auch gemeinsam genutzt werden sollen. Die Gebäudemodule sind im Wesentlichen: Der Bühnenturm, der Saal und die Foyers im Erd- und 1.Obergeschoss. Der umliegende Teil des Baukörpers wurde 2008 teilsaniert und beherbergt die Schostakowitsch Musikschule.
Bisher sind insbesondere folgende Maßnahmen vorgesehen:
Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen
— Neuplanung der Sanitäranlagen im EG gemäß Planung und Realisierung einer behindertengerechten Toilette im Erdgeschoss als vorgezogene Maßnahme.
— Reaktivierung der Bar im 1. OG.
Wärmeversorgungsanlagen
— Vorgezogenen Maßnahmen im Bühnenturm: Deckenheizkörper (Dunkelstrahler) nach Technischen Vorgaben der Bestandsheizung, sowie eventuell Heizkörper an freien Mauerwerkswänden neben Außentor.
— Saal: Hier ist angedacht, Heizluft im Keller unter der Bühne über einfache Lüftungsgeräte zu erzeugen und dem Saal über Luftkanäle zuzuführen. Alternative Beheizungvorschläge erwünscht.
— Foyers: Konzepte erwünscht
Raumlufttechnische Anlagen
— Bühnenturm: Die Lüftung und Entrauchung des Bühnenturms soll natürlich über die zu Ertüchtigende Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) erfolgen. Diese besteht aus Mechanischen Lüftungsklappen im oberen Bereich des Bühnenturms.
— Für die dauerhafte Nutzung soll ein ganzheitliches Lüftungskonzept für Bühnenturm Saal und Foyers geplant werden
Elektrische Anlagen
— Prüfung, ggf Instandsetzung oder Neukonzeptionierung der elektrischen Anlagen
Kommunikations-, sicherheits- informationstechnische Anlagen
— Nach Vorgaben des Auftraggebers
Anforderungen an Gebäudeautomation und Automation von Ingenieurbauwerken
— Nach Vorgaben des Auftraggebers
Die hier gegenständlichen Leistungen betreffen die Planung und Überwachung der vorbezeichneten technischen Anlagen im Revitalisierungsprozess des ehemaligen Theaters Karlshorst, von den Phasen der Zwischennutzung bis zur eigentlichen Umbauphase ab 2022. Die Leistungen des Fachplaners sind in 9 Leistungsphasen gegliedert, der Auftragnehmer wird zunächst für den 1. Bauabschnitt – Bühnenturm – mit der Leistungsphasen 1-7 (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, Mitwirkung bei der Vergabe) beauftragt (1. Projekt-/Beauftragungsstufe). Die Beauftragung der weiteren Beauftragungsstufen und Teilleistungen hiervon ist für den AG optional (2. Projekt-/Beauftragungsstufe: Lph. 8 Objektüberwachung; 3. Projekt-/Beauftragungsstufe: Lph. 9 Dokumentation und Objektbetreuung). Danach können optional jeweils in entsprechenden Beauftragungsstufen die Leistungen und Teilleistungen für die weiteren Bauabschnitte 2 (Saal), 3 (Foyers) und 4 (Gesamtfertigstellung) beauftragt werden. Es ist vorgesehen, die 1. Beauftragungsstufe (1. Bauabschnitt) unmittelbar nach Auftragserteilung zu starten. Insgesamt wird von einer Projektlaufzeit bis Ende 2024 ausgegangen. Der AG wird auch parallel ein Büro mit den entsprechenden Planungs- und Überwachungsleistungen für den Bereich Hochbau/Architektur beauftragen.
Fortsetzung siehe II.2.14) zusätzliche Angaben.